21 im Weggla in Quartett

Heute war 21 im Weggla in dem 1981 von Heiner Müller († 1995) nach dem Roman „Gefährliche Liebschaften“ von Laclos († 1803) geschriebenen Drama „Quartett“ in den Kammerspielen in Nürnberg. Trotz der geringen Teilnehmerzahl konnten wir 25% der insgesamt 25 Zuschauer stellen, aber wahrscheinlich ist dieses Schauspiel auch nicht für jeden geeignet. 21 im Weggla in Quartett weiterlesen

Evangelischer Kirchentag 2007 – „Die Macht der Würde: Globalisierung neu denken“

Christof Meisner war am Evangelischen Kirchentag 2007 und besuchte am 7. Juni 2007 die Veranstaltung: „Die Macht der Würde: Globalisierung neu denken“. Evangelischer Kirchentag 2007 – „Die Macht der Würde: Globalisierung neu denken“ weiterlesen

Evangelischer Kirchentag 2007 – „Jesus von Nazareth und die Botschaft des Friedens“

Der Evangelischer Kirchentag vom 6.-10. Juni 2007 und Eugen Drewermanns „Jesus von Nazareth und die Botschaft des Friedens“. Ein Bericht von Christof Meisner. Evangelischer Kirchentag 2007 – „Jesus von Nazareth und die Botschaft des Friedens“ weiterlesen

Evangelische Termine Widget

Um unsere Veranstaltungen, die über Evangelische-Termine.de gepflegt werden, in der Seitenleiste unseres WordPress-Blogs anzeigen lassen zu können, haben wir ein sogenanntes Widget programmiert.

Das WordPress Widget für Evangelische-termine.de kann hier heruntergeladen werden. [Update:] Version 0.3 beta ist hier verfügbar.

Zur Installation muss die php-Datei in das Verzeichnis /wp-content/plugins/widgets/ auf dem Server gestellt werden (evtl. muss /widgets/ angelegt werden). In der Widget-Verwaltung kann es dann konfiguriert werden (wichtig ist die Veranstalter-ID). Das Widget benötigt ein WordPress-Theme, das Widgets unterstützt.

Eventuell ist auch das Plugin Upcoming Events eine Alternative, es kann Termine aus iCal-Feeds anzeigen.

Evangelischer Kirchentag 2007 – Thierse: Macht haben ganz andere

Bundestagsvizepräsident Dr. h. c. Wolfgang Thierse, MdB; Karin Kortmann, MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Rudolf Westerheide, EC-Bundespfarrer, waren die Gäste zur Veranstaltung „Was ist Sache? – Junge Leute fragen Prominente“. Diese dreitägige Veranstaltungsreihe beim 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln wurde vom Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) und vom Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) veranstaltet.

Ein Kirchentagsteilnehmer wollte von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse wissen, ob die Macht der Kirchen gegenüber der Politik, z.B. bei ethischen Fragen, nicht viel zu groß sei. Er verneinte. Von Macht könne man dabei nicht sprechen, so Thierse. Die Kirchen würden sich lediglich in die Diskussion einbringen und das sei legitim. Macht hätten ganz andere in unserem Land, wie zum Beispiel große Konzernen und Banken.

„Glauben Sie, dass der Islam dem Christentum gefährlich werden wird?“, fragte ein Kirchentagsteilnehmer. „Das hängt nicht nur vom Islam ab, sondern auch vom Christentum“, so Thierse. Er rief in dem Zusammenhang zum interreligiösen Dialog auf. Dieser dürfe aber nicht nur den Austausch von Nettigkeiten beinhalten. Christen sollten sich in diesem Dialog selbstbewusster einbringen.

Auf die Frage, was evangelische von katholischen Christen lernen könnten, war seine Antwort: „Mehr Verbindlichkeit“. Auf die Fürbitte für Politiker angesprochen, versicherte der Bundestagsvizepräsident, dass er sich freue, wenn für Politiker gebetet werde. Politiker seien genauso armselige Menschen wie andere auch und brauchten das Gebet. Der Unterschied zu anderen Menschen bestehe lediglich darin, dass ihre Entscheidungen häufig größere Folgen hätten und in der Öffentlichkeit stattfinden würden.

Karin Kortmann, MdB und Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesentwicklungshilfeministerium, findet ihre Heimat in der katholischen Kirche. Hier habe sie ihre Freunde kennengelernt. Im Gegensatz dazu sei die SPD lediglich die Organisation, deren politische Überzeugung sie teile. Hier würde sie nicht von Heimat sprechen.

Die Staatssekretärin, die früher Bundesvorsitzende des BDKJ (Bund der Katholischen Jugend) war, wurde gefragt warum sie denn als Frau überhaupt in der katholischen Kirche bleibe, angesichts der Unterdrückung von Frauen. Kortmann räumte ein, dass viele Veränderungen, die auch sie sich in dieser Hinsicht wünsche, wohl nicht mehr zu ihren Lebzeiten eintreten werden. Sie verwies in dem Zusammenhang auf den Demokratieförderplan, den der BDKJ in ihrer Amtzeit als Vorsitzende beschlossen habe und der inzwischen längst in Leitzordnern verschwunden sei. Sie habe aber auch als Frau durchaus Möglichkeiten sich in ihre Kirche einzubringen, zumal sie ohnehin nie Priesterin oder Diakonin habe werden wollen.

Karin Kortmann bekannte sich zur Förderung von Jugendverbänden durch Kirche und Staat. Hier würden junge Menschen Schlüsselqualifikationen erwerben. Sie selber sei mit zwölf Jahren Mitglied der katholischen Pfadfinderorganisation DPSG (Deutsche Pfadfinder St. Georg) geworden. Geprägt wurde sie aber vor allem von ihrer Mutter, die immer berufstätig gewesen sei, und vom Bischof in ihrer ersten Arbeitsstelle, der sehr authentisch für Grundüberzeugungen gestanden habe. Solche Menschen gäbe es leider immer seltener, so Kortmann.

„Was bedeutet für Sie, Mensch werden?“ lautete eine Frage an EC-Bundespfarrer Rudolf Westerheide. So wie der Fisch dazu bestimmt sei im Wasser zu leben, sei der Mensch dazu bestimmt in der Nähe Gottes zu leben. Dabei solle er die Gaben entfalten, die Gott in ihn hineingelegt habe, so Westerheide.

In der nächsten Wortmeldung wurde der Stellenwert des Gebets hinterfragt und konkret, ob es ausreiche, einmal im Monat zum Gottesdienst zu gehen. Hierauf Westerheide: Meist sprächen wir mit Menschen, mit denen wir uns verbunden wissen. Manchmal tausche man Belanglosigkeiten aus, manchmal gäbe es tiefe Gespräche. Beziehungen zu anderen Menschen seien ohne Gespräch nicht denkbar. Genauso sei es beim Gebet. Dies gehöre zur Beziehung mit Gott einfach dazu. Westerheide empfahl den Gottesdienstbesuch nicht als zu erbringende Leistung zu verstehen. Vielmehr solle man sich fragen, warum man sich diese Möglichkeit entgehen lassen wolle.

Zum Thema „Ganztagesschule“ stellte Westerheide fest, dass sich die Zusammenarbeit der Partner geändert habe: Früher habe er sich als Leiter eines christlichen Jugendverbands gegenüber den Schulen eher als Bittsteller wahrgenommen. Inzwischen sei es nicht selten, dass Schulen aus eigenem Antrieb auf die Verbände zukommen.

Die Veranstaltungsreihe „Was ist Sache? – Junge Leute fragen Prominente“ wird moderiert von Sigrid Müller, Referentin für Jugendpolitik beim CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. und Reiner Lux, Referent für gesellschaftsbezogene Arbeit beim CVJM-Westbund.

Pressemitteilung des CVJM Gesamtverbandes

Evangelischer Kirchentag 2007 – So funktioniert Politik nicht

Am Samstag, den 9. Juni 2007 waren Kanzleramtsminister Dr. Thomas de Maizière, Hermann Gröhe, Mitglied des Rates der EKD und Mitglied des Vorstandes der CDU/CSU-Fraktion, und Otto Fricke, MdB, Gäste bei der Veranstaltung „Was ist Sache? – Junge Leute fragen Prominente“, die der CVJM-Gesamtverband und der Deutsche EC-Verband gemeinsam auf dem 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag veranstaltet haben. Evangelischer Kirchentag 2007 – So funktioniert Politik nicht weiterlesen