Hans-Martin Stäbler, Generalsekretär CVJM Bayern, gewürdigt

„Das Beste, was dem CVJM Bayern je passiert ist“

Ansbach (idea) – Nach 21-jähriger Amtszeit ist der Generalsekretär des bayerischen CVJM-Landesverbandes, Hans-Martin Stäbler (Lauf bei Nürnberg), am 4. Dezember feierlich verabschiedet worden. In rund einem Dutzend Grußworten würdigten Freunde und Wegbegleiter die Verdienste des 60-jährigen Schwaben, den der CVJM-Vorstand zum 1. Oktober „freigestellt“ hatte. Als Begründung wurde angeführt, dass die Vertrauensbasis zwischen dem Generalsekretär und dem Vorstand „nicht ausreichte, um die nächsten fünf bis sechs Jahre gedeihlich zusammenzuarbeiten“. Unter den rund 250 Festgästen auf Burg Wernfels bei Ansbach waren die Generalsekretäre der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), und des CVJM-Gesamtverbandes, Roland Werner (Kassel), der Schirmherr der Bayerischen CVJM Stiftung, Fürst Albrecht zu Castell-Castell (Castell bei Würzburg), der ehemalige Evangelist des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg, Manfred Bletgen (Bernhausen bei Stuttgart), und der frühere Leiter des badischen CVJM-Landesverbands, Hermann Traub (Kraichtal bei Karlsruhe). In einem verlesenen Brief des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein (CSU) – er befindet sich auf einer Auslandsreise – heißt es, Stäbler sei „das Beste gewesen, was dem CVJM Bayern je passiert ist“. Er habe neue Akzente in der Jugendarbeit gesetzt und den christlichen Glauben mit absoluter Glaubwürdigkeit verkündet. Durch Partnerschaften mit CVJM-Gruppen in aller Welt habe Stäbler den bayerischen CVJM international gemacht, so Beckstein, der auch als Vizepräses der EKD-Synode amtiert.

Pionier der modernen christlichen Seefahrt

In Stäblers Amtszeit fallen die Einführung von „Konfi-Castles“ für Konfirmandengruppen auf der CVJM-Burg Wernfels und die Gründung von Missiopoints. Das sind missionarische Projekte, bei denen ein Mitarbeiter für drei Jahre an einen Ort entsandt wird, um dort eine CVJM-Arbeit zu gründen oder eine bestehende Arbeit zu beleben. Mit seiner Frau Renate gilt Stäbler auch als Pionier der modernen christlichen Seefahrt: Seit 1988 führt er gemeinsam mit ERF-Medien „Traumschiff-Reisen“ und „Jesus-Boat-Reisen“ durch, um „Urlaub unter Gottes Wort“ auf dem Wasser zu ermöglichen. Laut Stäbler haben daran mehr als 10.000 Personen teilgenommen. Außerdem engagiert sich der fünffache Vater in überregionalen Organisationen wie ProChrist, ERF Medien, der Deutschen Evangelischen Allianz und der Evangelistenschule Johanneum (Wuppertal). Gegenüber idea sagte Stäbler, dass er über seine berufliche Zukunft noch keine Klarheit habe. Vermutlich werde er weiter missionarisch tätig sein: „Meine Berufung und meine Leidenschaft ist es, anderen Menschen eine Begegnung mit Gott zu ermöglichen“.

CVJM-Vorsitzender: Keine Zusammenarbeit trotz Verdiensten

Der CVJM-Landesvorsitzende Werner Kurz (Bayreuth) bedauerte, dass es trotz der „unbestrittenen Verdienste“ Stäblers und der vielen gemeinsamen und erfolgreichen Jahre nicht mehr gelungen sei, die gute Zusammenarbeit fortzusetzen. Im Mai hatte der Hauptausschuss eine Bestätigung Stäblers als Generalsekretär abgelehnt, worauf der Vorstand eine unbefristete Freistellung verfügte. Bei der Neuwahl des Vorstands Mitte November stimmten über 80 Prozent der Delegierten für Kurz.

via ead

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