Rumänien Freizeit – Mein Leben und Gott sollen zusammen gehören


Maryna, das war für dich deine zweite Freizeit mit dem CVJM. Wie bist du drauf gekommen mit nach Rumänien zu fahren?

Ich hatte zwar schon von der Freizeit gehört, wollte aber zuerst gar nicht mitfahren. Doch dann habe ich Analena und Michael bei den Stadtverführungen in der rumänisch-orthodoxen Kirche getroffen. Dort kam dann die Idee, mit nach Rumänien zu fahren. Von meiner WG-Mitbewohnerin Fanny hatte ich schon viel von der Arbeit des CVJM in Rumänien gehört. Jetzt gab es die Möglichkeit, alles selber anzusehen und zu erleben. Das und die Natur haben mich sehr gereizt.

Es gab einige Hindernisse zu überwinden, damit du mit dabei sein kannst – was ist da passiert?

Die Schwierigkeiten verunsicherten mich sehr und ich habe eine Zeit lang gedacht, dass es einfach nicht sein soll, dass ich mit nach Rumänien fahre. Zuerst musste ich mit meiner Arbeit schauen, dass ich es von den Terminen her möglich machen kann. Das war schon nicht einfach. Dann hatte ich fast keine Ausrüstungsgegenstände, aber glücklicherweise habe ich von verschiedenen Seiten alles geliehen bekommen. Das Heftigste war dann aber, dass ich als Ukrainerin ein Visa für Rumänien brauchte und dann wurde es richtig knapp. Ich musste direkt nach München zum rumänischen Konsul und mir ein Visa holen. Aber letztendlich hat es dann doch geklappt. Und dafür bin ich sehr dankbar. Denn die Freizeit war eine sehr schöne Zeit.

In all den vielen schönen Erfahrungen die du dort gemacht hast, bist du auch in deinem Glauben an Gott gestärkt worden?

Ja, auf alle Fälle. Durch die Menschen, mit denen ich unterwegs war, hat sich meine Beziehung zu Gott vertieft. Besonders schön empfand ich das viele gemeinsame Singen und die Gebete am Morgen und am Abend. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass ich im Gebirge dem Himmel und damit auch Gott näher bin. Besonders interessant war auch ein Vormittag, wo wir den eigenen Lebensweg mit Naturmaterialien gelebt haben und den anderen vorzustellen. Dabei habe ich gespürt, dass ich ohne Gott unruhig in meinem Leben bin und dass ich ihn brauche. Ich will in meinem Leben eine starke, reife Blume werden – keine Pusteblume, die beim ersten Wind verweht. Und ich merke wie mich der Glaube hier stärkt und Vertrauen in mein Leben gibt.

Gibt es etwas, was du dir nach der Freizeit für dich in der Beziehung zu Gott persönlich wünschst?

Ja, ich möchte, dass Gott noch mehr in alle meine Lebensbereiche hinein wirkt. Im Alltag verliere ich Gott schnell aus dem Blick, aber genau das möchte ich verändern. Ich möchte nicht, dass auf der einen Seite mein Leben ist und auf der anderen Seite Gott. Ich möchte, dass mein Leben und Gott zusammen gehören.

Wie willst du das umsetzen? Hast du da schon Pläne?

Ja, ich habe gemerkt, dass mir die Gemeinschaft mit anderen Christen gut tut und das meinen Glauben stärkt. Von daher überlege ich jetzt, ob ich regelmäßig in eine Kleingruppe und in die Mitarbeitergemeinschaft des CVJM gehe. Das würde mich sicherlich in meinem Glauben stärken. Ich merke aber auch, wie ich Angst habe andere Freunde zu verlieren, wenn ich zu viele feste Termine habe. Ich spüre, dass ich mehr Gott zuhören und mich auf ihn verlassen muss. Das ist für mich überhaupt einer der spannendsten Fragen: Was will Gott von mir? Wie finde ich das raus? An diesen Fragen will ich dran bleiben.

Vielen Dank Maryna für das Interview und wie du dich auf der Tour mit eingebracht hast. Du warst für alle eine große Bereicherung.

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