Ora et labora – Gemeinschaft und „Glauben-leben“ erfahren – beides sehr schön!

Den Spruch habe ich schon so oft gehört, jedoch bisher scheinbar noch nicht so recht wahrgenommen. Aber dazu später noch ein wenig mehr.

Ein früher Samstagmorgen ohne so wirklich Ausschlafen und eine gute Portion Tatendrang – so sind Nadine und ich zum CVJM-Haus am Kornmarkt gekommen. Nach einer gewissen Anlaufzeit hatten sich um die 30 Leute eingefunden und die Aufteilung in Indianer und Häuptlinge war recht gut.

So war ich unten in der Werkstatt mit eingeteilt und da einiges zu viel war und wir neue Freiräume benötigten, hieß es zuerst mal aussortierten. „Müll“ (von Häuptlingen als solcher definiert) nach oben bringen (Indianer schleppen). Achtung: Man findet nun alles auf Anhieb, was viel Michaels „Wegwerflaune“ zu verdanken ist!

Da einige meiner Insider in der Malabteilung des Kinderraums (Team „Weiße Nase“) waren, weiß ich, dass hier auch super was bewegt wurde an nur einem Tag. Ergebnis: Ein nicht wieder zu erkennender Raum in dem „Kind“ sich richtig wohl fühlen kann.

Darüber hinaus wurden Elektriker-Arbeiten in der Turnhalle erledigt, der Bandraum, die Lounge und die Garderobe auf Vordermann gebracht. Sehr viele Hände schaffen so unglaublich viel an einem Tag und die Gemeinschaft bekommt man praktisch gratis dazu.

Nach einem mit Arbeit gefüllten Vormittag gab es lecker Essen und noch eine Andacht. In welche Reihenfolge kann ich HEUTE wegen starken Erschöpfungserscheinungen DAMALS nicht mehr sagen, aber ich kann berichten, dass beides sehr gut getan hat. Am Nachmittag ging es dann der Vollendung des Projektes entgegen. So war der Samstag im Oktober eine „win-win-situation“, das heißt: das CVJM-Haus strahlt von innen und die Menschen, die dafür verantwortlich sind, durften Gemeinschaft und „Glauben-leben“ erfahren – beides sehr schön.

Um den Kreis zu schließen: Ora et labora – Bete und arbeite. Für mich bedeutet dies (zu dieser Erkenntnis hat es fast 35 Jahre gebraucht!), dass ich eine Grundlage für mein Leben durch meinen Glauben habe und eine Aufgabe die mich erfüllt, mich vielleicht viel Kraft kostet und mir alles abverlangt. Zusammen jedoch machen sie mich zu einem zufriedenen Menschen der am Abend mit einem guten Gefühl einschlafen kann und sich auf den nächsten Tag freut.

In diesem Sinne: Kommt alle das nächste Mal, wenn der CVJM ruft: „ora et labora“!

Liebe Grüße von

Fritz Lettenmayer
(dem Indianer)

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