Reisetagebuch Hongkong

China Reise vom 26. Januar bis 10. Februar 2018

Wie alles begann:

In den letzten Tagen vor der Reise wurde uns allen klar, wie schnell doch die Zeit vergehen kann. Kurz vorm Einschlafen kam uns allen der Gedanke „Mensch, morgen fliege ich nach Hongkong…Die letzten Tage vergingen wie im Flug.“

Und schon hieß es „the plane 81 from Munich to Doha is ready for boarding.“

Die Stunden im Flugzeug vergingen aber leider nicht wie im Flug, sondern schleppend. Nach einem kurzen Erfrischungsaufenthalt in Doha stiegen wir in Flug 818 nach Hongkong International Airport. Leicht übermüdet standen wir elf Nürnberger nun am anderen Ende der Welt und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nach einem sehr freundlichem Empfang von unseren zwei HK Studenten, stiegen wir in den Shuttle zum Youth Village nach Ma On Shan und knipsten selbstverständlich bereits fleißig Fotos von unseren ersten Eindrücken in einer Metropole, die von Internationalität nur so sprüht. Doch mit Durchatmen ist erst mal nichts, unmittelbar nach unserer Ankunft stießen wir auf unsere Austauschstudenten und das Eis zwischen uns war nach ein paar kleinen Spielchen wie „Stille Post extrem“ und „Name Memory“ gebrochen. Danach teilten wir uns in Deutsch-Hongkong-Gruppen auf und gingen typisch Chinesisch Essen.

Sonntagfrühs ging es für uns in die ECC in den Gottesdienst. Das Besondere an dieser Kirche war, dass sie über mehrere Stockwerke in einem Bürokomplex untergebracht war, da die evangelische Religion nicht sehr weit verbreitet ist in Hongkong und es so keine eigenen Kirchengebäude gibt. Einstieg und Ende wurden jeweils mit Liveband und einem chartverdächtigem Sänger begleitet. Für uns alle war das ein einmaliges Erlebnis und bedauerten, dass es in Deutschland nicht so ist.

Doch uns blieb nicht viel Zeit dies zu betrauern, denn das Programm zog uns gnadenlos weiter auf einen City Hunt bei dem man Aufgaben erfüllen musste. Die deutschen Volontäre haben uns dabei vor brutale Hürden gestellt, wie zum Beispiel einen Apfel in etwas Mehrwertigeres einzutauschen oder ein rohes Ei gekocht wieder mitzubringen.

Dabei ging es kreuz und quer und trotz der Anstrengung war das ein ganz toller Tag mit weiteren prägenden Eindrücken und man kam sich unter sich auch näher.

Doch es hieß noch lange nicht Heiapopeia, denn mit einer kurzen Fahrt mit der Fähre fuhren wir Nürnberger mit den in Hongkong stationierten Deutschen rüber nach HK Island, um den Abend entspannt auf einer Dachterrasse einer Mall mit chinesischem Bier ausklingen zu lassen.

Montag war ein ebenfalls sehr kräftezehrender Tag für uns alle und die kühlen Temperaturen mit (Fast-) Dauernieselregen gaben den Rest, aber wir hielten alle tapfer durch. Am Vormittag besuchten wir eine Behindertenwerkstatt, was für viele ein neues aber kein negatives Erlebnis war denn die Behinderten waren sehr herzlich und offen uns gegenüber, als wir mit ihnen mehrere einfache Spiele gespielt haben. Danach wurden wir von der Werkstattleiterin durch die Einrichtung geführt.

Nach einem Mittagessen gingen es auch gleich weiter in ein Altenheim von der YMCA Organisation, wo wir dann den Nachmittag mit den wirklich geistig aktiven und gastfreundlichen Senioren eine Bastelsession einlegten. Schnell bemerkten wir auch wie weltoffen und interessiert sie an unserer Kultur und Sprache sind. Abends wechselte das Programm von kreativ zu sportlich, denn eine Fußballmannschaft von, teils ehemaligen, Obdachlosen kam uns besuchen und forderte uns zu einem Freundschaftsspiel heraus, was sich schnell als Wettkampf für uns Deutsche herausstellte, denn alle waren engagiert und blieben wortwörtlich eifrig am Ball.

Den folgenden Tag haben wir den Kindern eines Kinder-und Jugendzentrums gewidmet. Unter Anleitung von Mitarbeitern haben wir gelernt Luftballonfiguren, wie Pandas, Schweinchen und chinesischen Comicfiguren zu formen und den Kindern unter ihrerseits etwas skeptischen Blicken geschenkt. Dennoch hob sich die Laune auf beiden Seiten noch mehr, nachdem wir ein paar Spiele gespielt haben, denn ein Kinderlachen steckt nun mal an.

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