CVJM aktiv für Ausbildung in der Kooperation mit dem CJD

Ein Interview mit Daniel Klein

Daniel, wie war dein erster Eindruck von der Kooperation CJD und CVJM?

Das ist der Arbeitsbereich, den ich mir am wenigsten habe vorstellen können, da ich vorher stärker in der Jugendgruppenarbeit engagiert gewesen bin. Eine Kooperation mit einem Werk wie das CJD war für mich neu. Schon von den ersten Gesprächen an, z.B. mit Fr. Fink, der Leiterin des CJD in Nürnberg, wurde mir klar, wie stimmig diese Kooperation ist. Die CJD-Arbeit ist aus der CVJM-Arbeit heraus entstanden.

Was hast du an bestehenden gemeinsamen Projekten vorgefunden?

Sebastian Dick, Mitarbeiter für die Kooperation von Oktober 2007 bis Juli 2008, hat mich in die Arbeit in den ersten Monaten mit hineingenommen. So habe ich vieles kennengelernt, wie z.B. das Schlüsselqualifikationstraining. In diesem werden Jugendliche, die Schwierigkeiten haben einen Ausbildungsplatz zu finden, in Kompetenzen wie z.B. Kommunikation, Wahrnehmung, Vertrauen, Kreativität gestärkt und gefördert. Darüber hinaus führten wir verschiedene Camps im CVJM-Haus durch. Einmal ein Bäcker-Camp, wo Jugendliche in einen Bäckerbetrieb hinein schnuppern konnten, ob das evtl. etwas für sie wäre. Oder ein Persönlichkeits-Camp, wo man eigene Stärken und Schwächen hat herausfinden können. Darüber hinaus bieten wir Sport für die CJD-Jugendlichen an und sind bei verschiedenen Einzelveranstaltungen, z.B. Schuljahresende-Gottesdienst, mit dabei.

Habt ihr diese ganzen Projekte alleine gestemmt oder wer arbeitet da alles mit?

Die Projekte sind alle in der Zusammenarbeit mit den CJD-Mitarbeitern entstanden. Hier funktioniert das Miteinander prima. Darüber hinaus hat als erste kontinuierliche ehrenamtliche Mitarbeiterin, Anne-Sophie Ruder, mit angefangen. Ab September ist nun als neuer Praktikant Florian Huber mit dabei.

Hättest du einen Wunsch in Bezug auf die Mitarbeit von Ehrenamtlichen?

Wenn wir versuchen, Jugendliche aus dem CJD im CVJM zu integrieren, läuft dies über Beziehungen. D.h. wir brauchen möglichst viele ehrenamtliche Mitarbeitende, damit wir möglichst viele persönliche Kontakte zu den Jugendlichen herstellen können.

Wo siehst du die Chancen für die Kooperation?

Eine Kooperation macht m.E. nach immer dann Sinn, wenn beide Seiten voneinander lernen, profitieren und sich unterstützen wollen. CVJM und CJD haben als ihre Zielgruppe junge Menschen vor Augen, die sie auf ihrem Lebensweg begleiten. Das CJD bietet den Jungendlichen speziell eine fachliche und pädagogische Begleitung auf dem Weg zu einer Ausbildung. In dieses fachliche Konzept kann sich der CVJM mit seinen Möglichkeiten investieren und es bereichern z. B. durch die Möglichkeiten die wir im CVJM Haus haben wie die Turnhalle. Darüber hinaus aber bietet das CVJM auch eine Glaubensgemeinschaft an, die über eine pädagogische Begleitung hinausgeht und den Jugendlichen ein „Zuhause“ bieten kann und will.  

Welche zukünftigen Projekte habt ihr so im Auge?

Eine Kooperation besteht nun schon seit einiger Zeit. Durch das Wirken von Daniela Mailänder, Pia Kuhlmann und Sebastian Dick ist in diesem Zeitraum eine Vertrauensbasis gewachsen auf der wir weiter bauen können. Wir sind gerade dabei unsere Kooperation weiter zu vertiefen. Das CJD ist in diesem Sommer in neue Räumlichkeiten umgezogen. Durch den Umzug bieten sich weitere Projekte wie z.B. Ausweitung des SQT sowie der Camps. Das alles wird in diesem Herbst geplant und vorangetrieben.

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