… wenn der Prediger „unvorbereitet“ kommt…

JESUS HOUSE 2017 in Nürnberg

Der Saal ist voller junger Leute, der Kamin auf der Bühne brennt, die letzten Leute huschen noch vom Bistro in den Saal um sich einen der begehrten Plätze auf den Sitzsäcken zu ergattern – und schon beginnt der Countdown. JESUS HOUSE 2017 kann losgehen!

Viele Monate der Planung liegen hinter uns, viele Mails, Nachrichten, Treffen, Mitarbeiteranfragen, Einkaufstouren und Gebete – alles für diesen Moment. An fünf Abenden wollen wir Jugendliche mit der besten Nachricht der Welt erreichen: dass Gott sie kennt, liebt und in Jesus mit sich versöhnt hat! Und wie geht das? Bei uns ganz direkt, interaktiv und authentisch. Anstatt einen Prediger 30 Minuten erzählen zu lassen, schaue ich einfach selbst in die Bibel, die ich am Eingang bekommen habe. Nachdem ich den Text gehört und für mich selbst durchgehen konnte, schnacke ich kurz mit meinen Nachbarn, die genauso gemütlich und entspannt auf der Couch liegen, wie ich. „Versteht du alles hier?“ – „Warum hat Jesus nicht einfach so oder so reagiert?“ „Was heißt nochmal ‚Engel‘?“ So oder so ähnlich hört man es aus allen Ecken im Raum. Wir sollen uns auf ein Statement oder eine Frage einigen. Gar nicht so einfach. Dann geht die Ausquatsch- und Nachhakrunde los. Jeder, der eine Frage hat, darf sich melden und sie unserem Verkündiger Johannes stellen. Wenn er keine Antwort hat, darf er den ‚Blitzableiter‘ befragen – eine zufällig am Anfang des Abends bestimmte Person, die nun antworten muss – okay, sagen wir „darf“. Wenn immer noch keine zufriedenstellende Antwort da ist, bekommt Johannes die Aufgabe, bis zum nächsten Abend nachzuforschen.

So hangelt sich der Abend von Frage zu Frage, von Statement zu Statement und landet schließlich wieder bei mir: „Was ist dir wichtig geworden?“ fragt Johannes. „Und wie willst du darauf reagieren?“ Schnell sind die Möglichkeiten erklärt – ob ich symbolisch eine Kerze anzünden möchte, ein formuliertes Gebet an Gott sprechen will, vielleicht doch lieber ein ausführlicheres Gespräch brauche oder den Abend gemütlich am Bistro, an der Fotobox oder beim Quatschen auf den Sofas ausklingen lassen will, bleibt mir überlassen. Hier wird mir nichts aufgezwängt, sondern ich werden einfach eingeladen.

„Nah.du wirst besucht“ war das Thema des ersten Abends. Weiter geht es mit „Anders.du wirst gesehen“. Schau gern vorbei! Der Abend eignet sich perfekt für eine gute Zeit mit deinen Freunden, die vielleicht noch gar nichts von Gott & Jesus gehört haben. Hier gibt es ehrliche Fragen und nur die Antworten, die sich im Alltag bewährt haben. Und natürlich auch was auf den MagenJ

Start ist jeden Abend um 18:30Uhr bis 19:30Uhr. Ab 17:30Uhr öffnet das Bistro, der Büchertisch & natürlich das große Wohnzimmer mit den begehrtesten Sitzsäcken Nürnbergs!

www.jesushouse.de

facebook: JESUSHOUSE 2017 Nürnberg

Wohnen im CVJM. Die Jesus House WG probiert es aus.

Sechs Jugendliche, fünf Mitarbeiter und eine Woche gemeinsames Leben in einer WG. Klingt wie ein Projekt und ist es irgendwie auch. Eine Woche wohnen wir im CVJM, lernen uns gegenseitig und Gott im Alltag kennen.

Wie lernt man Gott im Alltag kennen? Wo sehen wir ihn und wo begegnet er uns jeden Tag aufs Neue? Jeder nimmt ihn anders wahr, sieht ihn in anderen Menschen, Momenten und Augenblicken. Das sind unter anderem Themen, über die wir uns bewusst Gedanken machen wollen und uns darüber austauschen können.

Natürlich müssen wir alle unter der Woche unserem alltäglichen Leben nachgehen, Schule, Studium oder arbeiten im CV müssen erledigt werden. Zuvor starten wir jedoch gemeinsam mit einer kleinen Andacht in den Tag und laden Gott dazu ein, ihn mit uns zu verbringen und bitte ihn, unser Tun und Handeln zu segnen. Nachmittags, wenn wir alle wieder zurück in der WG sind ist dann genug Raum und Zeit um zu spielen, die Sonne zu genießen, zu reden oder auch einfach mal ein paar Minuten für sich zu haben.

Diese Woche hat auch Jesus House im CVJM Nürnberg begonnen und wir als WG dürfen jeden Tag daran teilnehmen. Bei Jesus House erleben wir Jesus noch einmal auf eine ganz andere Art. Mit vielen anderen Mitarbeitern und jungen Menschen, die Jesus kennen lernen wollen, lobpreisen wir ihn, singen gemeinsam, lesen in der Bibel und können ungeklärte Fragen, Fragen die uns beschäftigen und bewegen, Johannes, unserem „Profi in Glaubensfragen“ für diese Woche, stellen und Antworten bekommen. Auch ein gemeinsamer Austausch über die gelesenen Bibelstellen steht im Mittelpunkt, schon spannend, wie unsere Sitznachbarn das Gelesen verstehen und gut zu wissen, dass nicht nur ich manchmal ein kleines oder großes Fragezeichen im Kopf habe.

Nach Jesus House geht es zurück in die WG, wo wir nochmal Zeit miteinander verbringen können, bis es zum Abendabschluss geht. Um nochmal bewusst den Tag, die Erlebnisse und die gemeinsamen Momente mit Gott Revue passieren zu können, können wir in einer Zeit der Stille, alle besonderen Momente, alles, was uns bewegt hat, in einem kleinen Büchlein aufschreiben um vielleicht nach der Woche nochmal nachlesen zu können, was uns denn die Tage bewegt, gefreut und glücklich gemacht hat.

Aber jetzt ist ja auch erst Halbzeit bei unserer Lebenswoche. Jetzt lassen wir uns überraschen, was Gott die nächsten Tage noch mit und für uns geplant hat und wir freuen uns auf weitere besondere, schöne, lustige, intensive, nachdenkliche und fröhliche Stunden.

Nürnberger Familienbericht erschienen

2. Nürnberger Familienbericht
2. Nürnberger Familienbericht
Der 2. Nürnberger Familienbericht beschreibt anhand von Familieninterviews und Interviews mit (Berufs-) Expertinnen und Experten die Lebenssituation von Familien, in denen ein behindertes Familienmitglied oder ein Elternteil mit psychischer Erkrankung einschließlich Suchterkrankungen lebt. Die Interviews zeigen, welche besonderen Herausforderungen mit dieser Situation verbunden sind, wie die Familien diese Herausforderungen bewältigen und auf welche Ressourcen sie dabei zurückgreifen.

Die Interviews machen deutlich, dass es in Nürnberg schon viele hilfreiche Angebote für Familien, in denen ein behindertes Familienmitglied oder ein Elternteil mit psychischer Erkrankung lebt, gibt und dass gleichzeitig noch Einiges zu tun bleibt. Ein Ziel des Berichts ist es deshalb, Impulse für die weitere Entwicklung Nürnbergs hin zu einer inklusiven Stadtgesellschaft zu geben und vielfältige Diskussionen anzuregen.

–> Zum Download

Das wars, Guangzhou, jetzt hau ich ab!

Das wars! – 10 monate um!

EsDschungel“, mehr chinesisch lernen, näher an den Leuten sein, viel christliche Arbeit machen, wirklich etwas bewegen und ein Erbe hinterlassen.

Guangzhou ist eine wunderschöne Stadt, dessen Schönheit allerdings von innen kommmt – das hatte ich mal gesagt und das berschreibt die Sache hier ganz P1060549gut. Denn das Auge trügt, der echte Schatz dieses Ortes sind die Herzen der Menschen, die sich mit Ehrgeiz und Überzeugung für die Sache des CVJM einsetzten, die sich abmühen und sich selbst zurückstellen um sich um ihre Familie zu kümmern, die offen sind für alles neue was sie weiterbringen könnte, die warm-herzig und fürsorglich sind zu Leuten die ihnen nahestehen, die von Gottes froher Botschaft gar nicht genug bekommen können und davon ganz berührt werden, die mir viel gelehrt haben, die mir gezeigt haben was es heißt wirklich für seine Sache einzustehen.

Und das ist mehr wert als irgendetwas anderes, was man in einem Jahr hätte tun können. Ich nehme hier so viel mit, doch gleichzeitig lasse ich auch etwas hier: Eine neue christliche Basis des GZ YMCA, motivierte Kollegen, deutschlandbegeisterte Studenten und hoffentlich eine gute Startrampe für den nächsten drei FSJler des CVJM Nürnbergs beim GZ YMCA. Ich gebe die Klinke weiter und hoffe, diese drei können das selbe erleben wie ich, vielleicht sogar mehr, denn das ist es was es war: Ein atemberaubendes Jahr!

Danke an alle, die das möglich gemacht haben.

Das war euer FSJler in Guangzhou,
Miguel Kranz

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Ein Traum wird war – Die Reise nach Yangshuo

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Hätte man mich vor vier Jahren gefragt, was mir in den Kopf kommt, wenn ich an China denke, dann wären waren mir Bilder gekommen von nebelverhangenen, steilen Bergen, weiten Reisfeldern, verein zelten Fischern auf Bambusflößen, Bambuswäldern, dem lauten Zirpen der Grillen, viel Regen und eine Frische die fasziniert, inspiriert und belebt.

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In den letzten vier Jahren habe ich China von einer ganz anderen Seite kennengelernt: laut, schmutzig, chaotisch, geschäftig, oft grau und bis in die Ecke bebaut. Doch auch die Menschen habe ich kennengelernt: aufopferungsvoll, familien-bewusst, ehrgeizig, fleißig, fürsorglich, gewissenhaft.
Trotzdem hat mich meine ursprüngliche Vorstellung von China nicht losgelassen.

Seit vier Jahren hatte ich diesen Traum, doch endlich wurde er erfüllt, ich dachte schon meine Zeit hier ist fast vorbei, doch dann kommt nochmal richtig ein Highlight: Meine Reise nach Yangshuo in Guangxi zu eben diesen Bildern, die ich nie vergessen konnte.

Es war eine für mich unvergessliche Erfahrung! Ein Traum wird war – Die Reise nach Yangshuo weiterlesen

450 km in die Pampa von Guangdong

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Es geht dem Ende zu hier in Guangzhou, man spürt es, es wird entspannter, die Dinge sind keine so große Herausforderung mehr, man hat sich eingelebt und fühlt sich eigentlich richtig wohl.
Dennoch bietet mir der YMCA of Guangzhou aufregende Dinge!

Vor ein paar Wochen sind wir mit 50 Mitgliedern des YMCAs, bestehend aus ehrenamtlichen Studenten und größtenteils Familien aufs Land gefahren! 450 Kilometer östlich von Guangzhou und immer noch in derselben Provinz, wenn auch an deren Ende.
Die Fahrt hat alleine schon 6 Stunden mit unserem Bus gedauert und dass obwohl wir nur eine Nacht blieben, dennoch hatte es sich voll gelohnt!
Es war eine kleine Familienfreizeit und auch eine Art „Service Trip“ in die ländlichen & ärmeren Gebieten Guangdongs.

P1040684Als wir am Mittag ankamen sind wir Nachmittags in eine Grundschule gegangen. Die war auf einem Dorf, wirklich mal ein Dorf mit nur ein paar Häusern und Bauernhöfen. Die Schule war vom Zustand noch am besten und auch wunderschön gelegen umgeben von Reisfeldern! 450 km in die Pampa von Guangdong weiterlesen

Wenn Ostern auf Ching Ming fällt

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Bündel_OsterglockenOstern –  ein herrliches Fest. Es wird endlich langsam wärmer, die Tage länger, die Bäume fangen an zu sprießen, Osterglocken wachsen auf den Wiesen und die Natur erwacht langsam wieder zum Leben. Für den einen oder anderen fängt sogar auch schon die Grillsession an.

In Guangzhou ist das alles natürlich ein bisschen anders. Die wenigsten wissen über Ostern Bescheid, was dahinter steckt und der Osterhase ist auch bei den Kindern noch nie vorbei gehoppelt. Wenn Ostern auf Ching Ming fällt weiterlesen

Es geht langsam in den Endspurt, aber die beste Zeit in Guangzhou fängt jetzt erst an!

 Und schwupp! Und plötzlich waren es nur noch knapp 3 Monate!

Es ist unglaublich aber wahr, bald geht meine Zeit hier auch schon wieder zu Ende, ich kann es kaum fassen, doch als neulich Uni-Y zu Besuch in Guangzhou war, hab ich auch wieder gemerkt, langsam gehts zu Ende…

Doch viel geht jetzt erst los!
Nachdem sich in den letzten Monaten nicht viel verändert hat, gibt es jetzt wieder einen komplett neuen Abschnitt.
Da ich mich in letzter Zeit hier länger nicht mehr gemeldet habe, wollte ich euch nun einen kleinen Überblick geben, was jetzt die letzten drei Monate noch kommt:

P1000915Die nächste Zeit wird sich vorallem auf zwei Dinge konzentrieren: Bibelgruppen und der Austausch zwischen Nürnberg und Guangzhou.
Es ist unglaublich, aber der YMCA of Guangzhou steigt nun voll in auch christliche Programme ein. Erst vor einem Jahr haben sie eine Bibelgruppe für ihre Mitarbeiter angefangen, dich ich übernehmen durfte und inzwischen wöchentlich stattfinden soll. Auch gab es zeitgleich eine neue Bibelgruppe für engagierte christliche Ehrenamtliche des GZ YMCAs, der erst alle zwei Monate stattfinden soll, aber nun auch wöchentlich im kleinem Kreise 5-8 Leute, mit Musik, Sharing und Input, welcher von mir gegeben werden soll. Letztlich wird es wahrscheinlich noch einen dritten, ganz neuen, offenen Bibelkreis für Christen, aber vor allem nicht-Christen unter den Mitgliedern, bzw. dessen Freunden, des GZ YMCAs, auch gehalten von mir. Diese Entwicklung finde ich wirklich beeindruckend und liegt mir am Herzen. Ich bin echt dankbar das ich da meinen Teil leisten und mich dafür einsetzten kann.

DSC_5739Ich merke hier in Guangzhou, dass der Austausch auch immer intensiver wird. Als erstes FSJ helfe ich dem GZ YMCA das Programm und den Trip für die kommende Schülergruppe in Pfingsten vorzubereiten und zu planen, doch ebenso in die andere Richtung, indem ich dem GZ YMCA helfe ihre Gruppe von chinesischen Studenten, die diesen Sommer nach Deutschland komme interkulturell vorzubereiten, damit sie wissen was auf sie zu kommt und wie sie damit am besten umgehen. Doch auch etwas ganz neues kam dazu: Ich unterstütze die zwei neuen chinesischen FSJler die für ein Jahr zum CVJM Nürnberg kommen werden, bei ihren Vorbereitungen dafür, Visaantrag, Koordination und Organisation, man fühlt sich wirklich als der Mann dazwischen!

Doch neben diesen zwei Schwerpunktbereichen und den weiterhin monatlichen „German Style Workshop„, wird es auch viel neues drumherum geben:
– monatliche Unterstützung eines Ehrenamtlichen Teams bei seinem Programm für Kinder, die unter Thalassämie leiden (genetisch Vererbte Blutkrankheit)
– ein neues wöchentliches Programm für Kinder oder Jugendlich ein einem mir neuen Center des GZ YMCAs
– eine neue Theater- oder vielleicht sogar Musicalgruppe auf Englisch mit Universitätsstudenten, an deren Ende eine Aufführung steht.
– eine Familienfreizeit im Mai raus aufs Land

Thalassämie ProgrammDas  Huangcun CenterFamilienfreizeit vom letztes Jahr

 

Also wie man hört werden die letzten Monate nochmal erlebnisreich, mit einer Menge Arbeit, aber da ich schon einige Zeit hier war und weis wie es im GZ YMCA so läuft und der GZ YMCA weis wie ich ticke, haben wir es geschafft gemeinsam noch echt super Arbeitsbereiche für mich rauszusuchen, auf die ich mich schon so richtig freue!

Nungut, die Zeit ist nicht mehr lang, aber ich glaub, die beste Zeit meines FSJ in Guangzhou beginnt erst jetzt!
Seid gespannt über mehr Berichte hier im Blog, wenn dann alles wirklich anfängt!

Euch eine inspierende Fastenzeit, einige Kollegen und Freunde machen das hier auch, gemeinsam auf Ostern zu!

Euer FSJler in Guangzhou,
Miguel

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I’ve got two tickets to paradise!

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Aloha Deutschland!

Ein FSJ beim Guangzhou YMCA, was könnte es schöneres geben. Besonders wenn der GZ YMCA sich so großzügig um ihre Mitarbeiter kümmert.
Alle zwei Jahre hat der GZ YMCA eine Tagung zur Jahresplanung für das kommende Jahr, aber auch um nochmals ein paar Grundsatzgedanken festzuhalten und vorallen den neuen Hauptamtlichen mitzugeben. Wie die YMCA Bewegung gegründet wurde, wie sie nach Guangzhou kam mit der Geschichte bis heute. Was stand in der Pariser Basis und was heißt das für uns heute in Guangzhou, direkt in den momentanen und zukünftigen Programmen. – Doch warum jetzt genau Aloha? I’ve got two tickets to paradise! weiterlesen

Weihnachten in Guangzhou – Santa Claus vs Krippenspiel

 

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„Wir sagen euch an den lieben Advent, sehet die erste Kerze brennt, wir sagen euch an ein
heilige Zeit, sehet der Retter ist nicht mehr weit.“

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass trotz fehlenden Schnees in Deutschland, durch Christkindlemarkt, kurze Sonnenstunden, zunehmende Kälte und brennende Adventskerzen immer mehr eine warme Weihnachts- oder zumindest Adventsstimmung aufkommt.

Leider sieht es damit in Guangzhou relativ schlecht aus. Ja, es ist in der Tat kälter geworden, aber immer noch mit Sonnenschein und um die 12-14 Grad fühlt es sich eher frühlingshaft an. Weihnachten in Guangzhou – Santa Claus vs Krippenspiel weiterlesen