Wohnen im CVJM. Die Jesus House WG probiert es aus.

Sechs Jugendliche, fünf Mitarbeiter und eine Woche gemeinsames Leben in einer WG. Klingt wie ein Projekt und ist es irgendwie auch. Eine Woche wohnen wir im CVJM, lernen uns gegenseitig und Gott im Alltag kennen.

Wie lernt man Gott im Alltag kennen? Wo sehen wir ihn und wo begegnet er uns jeden Tag aufs Neue? Jeder nimmt ihn anders wahr, sieht ihn in anderen Menschen, Momenten und Augenblicken. Das sind unter anderem Themen, über die wir uns bewusst Gedanken machen wollen und uns darüber austauschen können.

Natürlich müssen wir alle unter der Woche unserem alltäglichen Leben nachgehen, Schule, Studium oder arbeiten im CV müssen erledigt werden. Zuvor starten wir jedoch gemeinsam mit einer kleinen Andacht in den Tag und laden Gott dazu ein, ihn mit uns zu verbringen und bitte ihn, unser Tun und Handeln zu segnen. Nachmittags, wenn wir alle wieder zurück in der WG sind ist dann genug Raum und Zeit um zu spielen, die Sonne zu genießen, zu reden oder auch einfach mal ein paar Minuten für sich zu haben.

Diese Woche hat auch Jesus House im CVJM Nürnberg begonnen und wir als WG dürfen jeden Tag daran teilnehmen. Bei Jesus House erleben wir Jesus noch einmal auf eine ganz andere Art. Mit vielen anderen Mitarbeitern und jungen Menschen, die Jesus kennen lernen wollen, lobpreisen wir ihn, singen gemeinsam, lesen in der Bibel und können ungeklärte Fragen, Fragen die uns beschäftigen und bewegen, Johannes, unserem „Profi in Glaubensfragen“ für diese Woche, stellen und Antworten bekommen. Auch ein gemeinsamer Austausch über die gelesenen Bibelstellen steht im Mittelpunkt, schon spannend, wie unsere Sitznachbarn das Gelesen verstehen und gut zu wissen, dass nicht nur ich manchmal ein kleines oder großes Fragezeichen im Kopf habe.

Nach Jesus House geht es zurück in die WG, wo wir nochmal Zeit miteinander verbringen können, bis es zum Abendabschluss geht. Um nochmal bewusst den Tag, die Erlebnisse und die gemeinsamen Momente mit Gott Revue passieren zu können, können wir in einer Zeit der Stille, alle besonderen Momente, alles, was uns bewegt hat, in einem kleinen Büchlein aufschreiben um vielleicht nach der Woche nochmal nachlesen zu können, was uns denn die Tage bewegt, gefreut und glücklich gemacht hat.

Aber jetzt ist ja auch erst Halbzeit bei unserer Lebenswoche. Jetzt lassen wir uns überraschen, was Gott die nächsten Tage noch mit und für uns geplant hat und wir freuen uns auf weitere besondere, schöne, lustige, intensive, nachdenkliche und fröhliche Stunden.

Tag 5 & 6: Wir sind zusammengewachsen

Für heute war die Sonne gebucht und tatsächlich schien sie den ganzen Tag. Kein Regen, keine Wolken – nur Sonne! Ohne Unterbrechung. So macht Zelten Spaß! Auch Indianerangriffe blieben uns die vergangenen Tage erspart. Und heute gab es sogar den zweiten Goldrausch.

Wir finden nämlich täglich immer an einer anderen Stelle im Lager größere Mengen Gold. Gerade eben waren es sogar besonders wertvolle, faustgroße Goldklumpen. Jetzt sitzen alle gerade zum Abendessen um das Lagerfeuer. Heute wird nämlich gegrillt! Später folgen Casio-Spiele, eine Smoothie-Bar und Stockbrot.

Wir sind in dieser Woche richtig zusammen gewachsen. Und tatsächlich hat seit wenigen Stunden jedes Kind tatsächlich mindestens ein Mal geduscht. Einige gründeten eine Band und dachten sich für unseren Mitarbeiter Benni ein Geburtstagslied aus, das sie zur Aufführung brachten. Er ist aber nicht das einzige Geburtstagskind: Auch Felix feierte gestern seinen Geburtstag fern ab von seiner Familie und stattdessen mit uns.

Aber nicht nur gegenseitig tun wir uns Gutes, auch für ein Hilfsprojekt in Bogotá kamen heute Morgen bei der Bibelarbeit über fünfzig Euro an Spenden zusammen. Damit unterstützen wir die Nachmittagsbetreuung von Kindern, die kein Elternhaus haben, das sich um sie kümmert.

Jetzt muss ich aber schnell Schluss machen. Beim Essen will ich ja auch noch zum Zug kommen …

Luis bereitet die Bratwürste für seinen Tisch zu

Tag 3 & 4: Katastrophen, Gold und Schokolade

Schnell hieß es, in das Lager zurückzukehren. Nur dort war en wir vor dem schwarzen Mann sicher.

Auf einmal hörten wir einen lauten Knall; von irgendwo aus dem Wald hallte es. Es klang wie eine Explosion. Gemütlich waren wir noch mittwochabends am Lagerfeuer gesessen, waren dabei unsere Würstchen zu grillen, sangen Lieder – und dann: der Knall! Wir wussten nicht, wie uns geschah. Wir schickten unseren Sheriff Manu los: Der sollte der Sache einmal nachgehen. Und am nächsten Morgen kehrte er mit den besten Neuigkeiten zurück, die Goldgräber wie wir erhoffen können – eine Goldader wurde in einem naheliegenden Berg entdeckt!

Schon um 7.00 Uhr wurden wir aus unseren Schlafsäcken gezerrt – es galt, keine Zeit zu verlieren. Zuerst mussten wir Schürfrechte an dem Berg erwerben – und das ohne richtiges Frühstück! Die Konkurrenz schläft ja schließlich auch nicht. Erst als wir wussten, dass wir graben dürfen und losgezogen waren, um unsere Lager aufzuschlagen, konnten wir uns dann stärken.

Aber das heißt nicht, dass wir zur Ruhe gekommen wären: Zuerst mussten wir an Dynamit kommen. Damit sprengten wir uns in den Berg. Und als wir uns dann schließlich vorarbeiteten, lauerten überall Gefahren – ein schwarzer Mann überfiel uns auf den Weg zur Mine und wir konnten auch nicht vor den anderen Kindern sicher sein, denn in vier Gruppen aufgeteilt versuchte jeder zu gewinnen.

Als wir uns dann unsere Bergesschächte bis zum Gold im Inneren vorangetrieben und alles Gold abgebaut hatten, lauerte auch schon die nächste Gefahr: Indianer (die Mitarbeiter)! Nachdem unser Gold gesammelt und gelagert war, überfielen sie uns und klauten unsere schwere Truhe. Zum Glück konnten wir sie gerade noch alle aufhalten. Unser Schatz war gerettet. Und in ihr fand sich dann auf wundersame Weise jede Menge Schokolade …

Tag 2: Der unerwartete Gast

Die Bergung des Verletzten gelang

Stellt sich heraus: Unser Lager war doch nicht unbewohnt. Indianer besiedelten das Gebiet um die Minen. Also kam gestern Abend ihr Häuptling zu uns ans Lagerfeuer: Er fordere uns dazu auf, wegzugehen. Unser Sheriff lies sich aber nicht lumpen und hat verhandelt. Der Preis für das Land war eine Jagd für die Indianer. Unsere Beute sollte schon am nächsten Morgen fällig sein.

Also zogen wir los: Halbelf. Stockdunkel. Ein ganzer Kilometer zum Jagdgelände. Taschenlampen konnten wir nicht mitnehmen; die hätten uns sonst nur die Wölfe heran gelockt; die hätten uns dann unsere Beute genommen. Und dann hätten wir wieder nach Hause fahren müssen – denn die Indianer hatten gesagt, dass sie uns vertreiben, wenn wir nicht genügend für sie sammeln.

Der erste Goldfund

Wäre diese Aufregung schon genug für einen Tag gewesen, war es doch lange nicht alles, was wir gestern erlebten: Wir erforschten die Minen auf unserem Gelände. Das hieß also: In Gruppen zogen wir von Mine zu Mine. An der einen befreiten wir mit einem Schlauchboot Goldgräber aus dem Schacht, an der andren mussten wir mit einem wandelnden »A« verletzte Kollegen aus einer Höhle bergen. Das war ganz schön schwierig. Einer stellte sich in das »A«, vier andere zogen an vier Schnüren, die ganz oben am Holzgestell befestigt waren. So konnten wir das »A«,  fortbewegen.

Kein Wunder also, dass wir nach so einem Tag alle Müde waren. Und ach ja – heute Morgen kam der Häuptling wieder. Er war mit unserer Beute zufrieden. Wir bleiben also.

 

PS: Lieber Basti, lieber Chris – wir vermissen dich!

Der 1. Tag: Goldgräber legen Lager an

Gestern kamen wir an: 40 Kinder, 12 Mitarbeiter. Wir wollen Gold sammeln. Viel Gold. Ob wir hier was finden? Andere Gruppen waren auch schon an diesem Platz. Auch auf der Suche nach Gold. Nicht alle wurde fündig.

Nach zweistündiger Busfahrt kamen wir an: Erholt. Frisch gekühlt. Ausgeruht. Es erwartete uns das »Gold River Camp«. Die Gruppenzelte standen schon. Aber unsere, die durften wir Kids selber aufbauen. Was für eine Arbeit: Immer wieder wehrten sich die Planen und Stangen gegen das Aufstellen. Als alle Zelte standen, lief die Goldgräberausbildung an – Goldgräberpässe wurden verteilt, Regeln aufgestellt, gemalt und kleine Säckchen für unser Gold gebastelt.

Die Kinder werden im Gold River Camp von Goldgräbern begrüßt

Nach so viel harter Arbeit mussten wir uns erstmal stärken – leckere (zugegebenermaßen aufgeplatzte – das Aufbauen hatte etwas länger gedauert) Würstchen und Kartoffelsalat halfen uns dabei.

So konnten wir gestärkt in den Abend gehen: Im Saloon gab es eine Power Hour. Es ging um den Mann, der eine Perle in einem Acker gefunden hatte und daraufhin alles verkaufte, was er hatte, um den Acker zu kaufen. Fast ein bisschen wie wir: Haben zu Hause unsere warmen und schön eingerichteten Zimmer zurückgelassen und hausen hier auf einer Wiese. Hier soll es zwar keine Perlen geben, aber vielleicht werden wir mit dem Gold fündig …

Trotz des leichten Gewitters und des ein oder anderen vielbeinigen Mitbewohners waren wir so erschöpft, dass wir dankbar in unsere Schlafsäcke krochen.

Mit den Königen unterwegs

Skifoan und Winterspaß pur bei der diesjährigen Winterfreizeit in Kirchberg.

Die Zeit zwischen den Jahren ist für alle Winterbegeisterte im CVJM traditionell für die Winterfreizeit reserviert. Vom 28.12.-05.01. waren wir wieder zur Gast im schönen Kirchberg. Ein tolles und großes Haus, die Pisten vor der Nase, genügend Schnee und super gutes Wetter machten die Tage schon äußerlich zum Genuss. Apropos Genuss. Angelikas und Hans Veehs Kochkünste kann man nicht anders beschreiben als Genuss pur. Wir wurden die ganze Zeit köstlich versorgt. Inhaltlich ging es die Tage um die drei Könige, die sich aufmachen um den neuen König zu begrüßen. Was die Könige auf dem Weg zur Krippe erlebt haben und was ihnen durch den Kopf ging, das war das Thema der Abende. Geistliche Impulse, Gottesdienst, ein Krimiabend, Nachtrodeln, Filmspielabend und das berüchtigte „Bang“ Spiel füllte die Zeit, wenn wir nicht auf der Piste waren. Bei herrlichem Sonnenschein und Pulverschnee sind einige von uns in den Genuss von Skitour und Schneeschuhwanderung gekommen. Es war im wahrsten Sinne eine Generationsübergreifende Freizeit mit tollen Menschen und einem gutem Miteinander. Nächsten Winter geht es in das Skigebiet Montafon. Jetzt schon vormerken 2. bis 7.Januar!

Daniel Klein

Freizeiten und Reisen 2011

Der neue Freizeitprospekt des CVJM Nürnberg-Kornmarkt für 2011 ist online. Zwar sind noch nicht alle Freizeiten 2010 vorbei, aber hier und in unserem Terminkalender kann man sich schon auf 2011 einstimmen.

Der Prospekt ist auch bereits beim Drucker und kann in kürze auf Papier angeschaut werden. Bei Interesse einfach eine E-Mail an kornmarkt@cvjm-nuernberg.de schicken.

Noch bis 1. Februar Frühbucherrabatt für deinen Sommerurlaub

Bis 1. Februar 2010 gibt es noch bei einigen Urlaubsangeboten des CVJM Nürnberg-Kornmarkt Frühbucherrabatte. Da heißt es schnell zuschlagen. Eine Übersicht über unsere Urlaubs- und Freizeitangebote gibt es auf unserer Webseite. Unseren Urlaubs- und Freizeitprospekt kann man herunterladen oder per Post () anfordern.

Für junge Erwachsene:

Für Jugendliche:

  • Urlaub in Frankreich
  • USA und New York (Atlantic Bridge Project)

Außerdem haben wir auch Urlaubsangebote für Familien, Kinder und Senioren.

Schlammschlacht & mehr – Kinder-Wochenendfreizeit

Vom 20.-22.11. fuhren wir mit den CVJM-Kindergruppen nach Schwarzenbach/Saale auf eine Wochenendfreizeit.

Als ich wieder nach Hause kam, habe ich zuerst von der Schlammschlacht erzählt. Eva, eine Mitarbeiterin, entdeckte auf einem Feld eine Schlammpfütze. Vorher hatte sie mir erzählt, dass sie schon mal mit einer Freundin im Schlamm gecatcht hat. Das führte dazu, dass ich das auch mal gerne ausprobieren wollte. Und dann passierte es: Eva stellte sich in den „Ring“ (die Pfütze) und forderte auf, gegen sie zu kämpfen. Ich machte mit und nach einem kurzen Kampf lag ich mit Haaren und meinem ganzen Körper im Matsch. Dies ließ ich mir aber nicht gefallen und schmierte Eva Schlamm ins Gesicht. Zum Schluss waren wir beide von oben bis unten mit Matsche voll. Selbst unter meiner Zahnspange fand ich später noch Dreck. Wir mussten uns mit den Klamotten unter die Dusche stellen, damit wir wieder sauber wurden.

Zum Abschluss an jedem Tages feiern wir immer zusammen ein Abendgebet, wie auch auf den anderen Kinderfreizeiten. Das finde ich besonders schön, weil man da noch mal zu Ruhe kommt und überlegt, was man so den Tag über gemacht hat. Dies sagen wir dann noch Gott in einem Gebet und singen „Auf Händen getragen.“ Das ist – finde ich – so der Hauptunterschied zu Klassenfahrten und das Besondere bei CVJM-Freizeiten.

Solveig Götz

Bilder der Freizeit gibt es in unserer Bildergalerie.

Spanien 2009 – Teenagerfreizeit

Wir sind wieder zurück. Die Spanienfreizeit des CVJM Nürnberg-Kornmarkt ist seit gut einer Woche wieder Geschichte und die Frage ist, was bleibt von zwei Wochen mit über 50 Leuten unter der Sonne Spaniens?

Was bleibt auf jeden Fall ist unsere brauen Hautfarbe (zumindest die nächsten paar Wochen), denn die Wolken, die wir in den zwei Wochen gesehen haben kann man einer Hand ablesen. Es bleibt z.B. auch die Erinnerung an einen Sonnenaufgang den man beim Schwimmen im Meer erleben durfte. Und es bleibt die Erinnerung an die Gemeinschaft von 52 Leuten, die sich zusammen aufgemacht haben um die Zusage Gottes zu erleben, dass Gott mit uns geht. „Vaya con Dioa – geh mich Gott“, dass war unser Motto & das haben wir zwei Wochen lang gelebt & intensiv erfahren. Egal ob beim Wortwechsel oder im Roomsevice, in Gottesdiensten oder in Einzelgesprächen, dass war der Schatz den jeder auf seine Weise für sich entdecken durfte.

Und ich hoffe und bete, dass genau das hängen bleibt von den zwei Wochen unter der spanischen Sonne.

Daniel Klein