Brückenbauer und Hoffnungsgeber sein

„Europa steht vor Herausforderungen, die wir schon lange als überwunden glaubten: Migration, Wirtschaftskrise und politische Umbrüche fordern uns als Gesellschaft heraus, Orientierungspunkte zu geben. Aber durch den Relativismus sind Referenzpunkte verloren gegangen und  Jugendliche werden mit ihren Fragen häufig alleine gelassen.

Juan Simoes Iglesias beim CVJM Bayern

Juan Simoes Iglesias während eines Podiumgesprächs (Foto: CVJM Bayern)

Mit seinem christlichen Profil stellt sich der YMCA diesen gesellschaftlichen Herausforderungen. Er baut Brücken der Versöhnung und öffnet Räume der Begegnung. Entwurzelten, jungen Menschen Heimat zu geben, die während der industriellen Revolution in die Großstädte kamen, war ein Gründungsimpuls des YMCA und er ist in der Arbeit mit Geflüchteten heute mehr denn je gefragt, diese Erfahrungen zum Wohl der Gesellschaft zu nutzen und seine Berufung zu leben.

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Chinesischer YMCA Hongkong feiert 115. Geburtstag

Als Partner waren der CVJM Deutschland, der CVJM Bayern und der CVJM Nürnberg eingeladen, mit dem Vorstand und den Mitarbeitenden des chinesischen YMCA Hongkong das 115. Jubiläum zu feiern.

Der YMCA Hongkong feiert seinen 115. Geburtstag

Der YMCA Hongkong feiert seinen 115. Geburtstag

Eine bewegte Historie wurde unter dem Thema „Ehrenamtlichkeit“ gebündelt. Ein Symposium mit Berichten und Vorstellungen von Ehrenamtlichen war den eigentlichen Festlichkeiten vorangeschaltet. Der Festgottesdienst  stand ganz im Zeichen des Dankes: „Amazing grace …“.

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Bonds of Peace – Das erste internationale Waging-Zeltlager

„Kabul!” Aufgeregt sitzen die Jugendlichen rechts von mir und tippen mich an: „Das da ist meine Stadt in meiner Heimat!“. Zu jedem Bild, das die Powerpoint daraufhin zeigt, weiß jemand etwas zu erzählen. Freunde aus Ägypten. Freunde aus Syrien. Freunde aus Afghanistan. Sie alle erzählen etwas aus der Heimat und alle hören aufmerksam zu. Sie klatschen begeistert Beifall über das Theater und den absichtlichen Tausch von Frauen und Männerrollen. Vielleicht auch ein bisschen wegen der Möglichkeit, das zu tun, was in ihren Heimatländern problematisch wäre. Es gibt fantastisches Essen und Tanz. Lebendig, leidenschaftlich, echt. Was für ein heiliger Abend, ein heiliger Ort, an dem die Unterschiedlichkeit mit jeder Faser zelebriert wird! Gemeinsam mit Menschen, die sich vermutlich nie begegnen würden.

Die Teilnehmenden von "Bonds of Peace - (M)Y-Camp" in Waging erlebten im August eine ganz besondere Zeit

Die Teilnehmenden von „Bonds of Peace – (M)Y-Camp“ in Waging erlebten im August eine ganz besondere Zeit

Konferenz des YMCA Europe zum Thema „Refugees and Asylum Seekers“

Am vergangenen Wochenende (11. bis 13 März) war eine große Delegation mit 19 Personen aus Deutschland bei der Konferenz des YMCA Europe in Den Dolder in den Niederlanden vertreten. Insgesamt beschäftigten sich mehr als 70 Teilnehmende aus 17 Ländern mit dem Thema „Refugees and Asylum Seekers“ (Flüchtlinge und Asylsuchende).
Das Gruppenbild der deutschen Delegation bei der Refugee Conference mit dem Generalsekretär des YMCA Ukraine Viktor Serbulov (6. v. li.)

Gruppenbild der deutschen Delegation bei der Refugee Conference mit dem Generalsekretär des YMCA Ukraine Viktor Serbulov (6. v. li., letzte Reihe)

Mehr als doppelt so viele Teilnehmende wie ursprünglich erhofft, nahmen an der Konferenz teil. Hauptsächlich kamen sie aus Europa, aber es waren auch Teilnehmende aus Kanada und den USA dabei. Die Teilnehmenden an der Konferenz teilten ihre vielfältigen Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen miteinander, u.a. ging es um:
  • Unterstützung für Geflüchtete in Aufnahmezentren
  • Langzeitprojekte wie die Begleitung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen
  • Die Arbeit mit Displaced persons in der Ukraine, in der u.a. Kinder im Schutz vor Landminen geschult werden
  • Ausbildung und Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden
  • Interreligiöser Dialog mit Menschen und Organisationen
Bereichert wurde die Konferenz außerdem durch Vorträge von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden, die sich von 1954 bis 1995 in der World Alliance of YMCA für Kriegsgefangene und Flüchtlinge eingesetzt haben. Jim Thomson (Schottland), ein früherer Mitarbeiter der World Alliance of YMCA für die Arbeit mit Geflüchteten, berichtete von den Anfängen dieser Arbeit und seinen Erfahrungen in diesem Bereich. Hetteke Wapenaar (Niederlande) erzählte von ihrem Einsatz als Volontärin im Flüchtlingslager in Traiskirchen, Österreich im Jahr 1982. Damals setzte der YMCA Europe in einem Projekt Freiwillige aus ganz Europa im Flüchtlingslager in Traiskirchen ein, um dort Kinder- und Jugendarbeit zu ermöglichen. Hala und Asmar berichteten von ihrem eigenen Weg nach Deutschland. Sie leben heute in Bayern und haben dort und im CVJM eine neue Heimat gefunden. Außerdem wurde während der Konferenz ein Statement veröffentlicht, das in den nächsten Tagen hier im CVJM-Blog abgerufen werden kann.

Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Viele Betroffene erleben  Ausgrenzung und Stigmatisierung. Zahlreiche YMCAs setzen sich aktiv für die Bekämpfung von HIV/AIDS ein und arbeiten für und mit Betroffenen.

So war zum Beispiel der Kenya YMCA im Kampf gegen HIV und AIDS an der Speersitze. Die Interventionsstrategien, die der Kenya YMCA und andere Stakeholder seit dem Jahr 2000 umsetzen, haben zu einer Reduzierung der Infektionsrate in Kenia von 14% im Jahr 2000 auf 6,2% beigetragen. Die Aktivitäten des YMCA umfassen Jugendbildungs– und Aufklärungsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Sexualität und Diskussionsforen sowie Theaterstücke zum Thema. Außerdem wurde Informationsmaterial zum Thema HIV/AIDS zur Verfügung gestellt.

Die rote Aids-Schleife, "Red Ribbon" ist das prägnante Zeichen der Solidarität.

Die rote Aids-Schleife, „Red Ribbon“ ist das prägnante Zeichen der Solidarität.

Heute, am Welt-Aids-Tag, wollen wir uns mit allen Betroffenen solidarisieren und uns nach unseren Kräften für die Bekämpfung der Krankheit einsetzen.

(Quellen: http://kenyaymca.com und www.welt-aids-tag.de)

 

„gut zu (er)tragen? 2015″ — Kampagne für menschenwürdige Mode

Wir tragen gern, was gut aussieht. Aber wie gut geht es denen, die unsere Kleidung herstellen? Können sie ihre Arbeit ertragen? Oft nicht. Näherinnen in Bangladesch etwa arbeiten häufig in 90-Stunden-Wochen unter unmenschlichen Bedingungen und erhalten trotzdem nur Hungerlöhne.

Die Micha-Initiative will in einer Aktionswoche die in unser Bewusstsein rufen, die unsere Mode herstellen. Bild: Micha-Initiative

In einer Aktionswoche will die Micha-Initiative die Menschen in unser Bewusstsein rufen, die unsere Mode herstellen.
Bild: Micha-Initiative

„Einer trage des anderen Last“ heißt es in der Bibel (Galater 6,2). Bei Kleidung sind die Lasten weltweit sehr ungerecht verteilt. Die Micha-Initiative setzt sich daher für Mode ein, die gut zu tragen und deren Herstellung gut zu ertragen ist. Vom 12. bis 18. Oktober 2015 wird eine Aktionswoche stattfinden, in der sich Gemeinden und Gruppen für menschenwürdigere Arbeitsbedingungen in der gesamten Produktionskette von Textilien einsetzen. Hier gibt es das Material für 2015 und alle weiteren Infos.

Der CVJM-Gesamtverband ist Mitträger der Micha-Initiative Deutschland, die Christinnen und Christen zum Engagement gegen globale Armut und für weltweite Gerechtigkeit begeistern will.

Aktionswoche der Micha-Initiative – Christen für menschenwürdige Mode

Micha-Initiative fordert Christen auf sich bewusst mit ihrer Kleidung auseinanderzusetzen Bild: Micha-Initiative

Die Micha-Initiative fordert Christen auf, sich bewusst mit ihrer Kleidung auseinanderzusetzen
Bild: Micha-Initiative

In einer Aktionswoche vom 12. bis 18. Oktober 2015 will sich die Micha-Initiative mit der Fortführung der Kampagne „gut zu (er)tragen?“ für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzen. Deutschlandweit sind Gemeinden und Gruppen eingeladen, Themen-Gottesdienste zu feiern, sich vor allem theologisch dem Thema Arbeit, Menschenwürde und Gerechtigkeit zu nähern und verschiedene Aktionen durchzuführen bzw. sich an aktuellen Petitionen, wie der Kampagne für saubere Kleidung zu beteiligen.

Bei Textilien herrschen an vielen Stellen der Produktionskette problematische Arbeitsbedingungen vor. So sind zum Beispiel die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Baumwollanbaus gravierend. Bei keinem anderen landwirtschaftlichen Produkt werden so viele Chemikalien eingesetzt wie bei Baumwolle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich infolge des Baumwollanbaus mehr als 20.000 Menschen an Pestizidvergiftungen. Viele Näherinnen müssen etwa in Bangladesch immer wieder in bis zu 90-Stunden-Wochen arbeiten, trotzdem reichen ihre Löhne zumeist kaum zum Überleben. Darüber hinaus sind viele Fabrikgebäude baulich nur mangelhaft gesichert. Dies wurde dramatisch deutlich, als im April 2013 ein Fabrikgebäude in Bangladesch einstürzte und 1.130 Menschen starben. Politische und zivilgesellschaftliche Entwicklungen und Druck führen zu punktuellen Verbesserungen, machen aber auch deutlich, dass es noch viel zu tun gibt, bis die Bedingungen der Produktionsarbeiten im Bekleidungssektor nachhaltig zum Besseren verändert sind.

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Willkommenskultur leben und ermöglichen

Im Zusammenhang zur Pressemitteilung „Willkommenskultur leben und ermöglichen“ vom 31.07.2015 schreibt unser Präses Karl-Heinz Stengel einen Brief an den CVJM:

„Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde im deutschen CVJM, EJW und CJD!

Karl-Heinz Stengel schreibt an den CVJM

Karl-Heinz Stengel schreibt an den CVJM

Immer mehr Flüchtlinge kommen in diesen Tagen nach Europa, vor allem auch nach Deutschland. Viele der Menschen, die zu uns kommen, haben schlimme Erfahrungen hinter sich und sind auf unsere Hilfe angewiesen. Immer drängender werden die Fragen nach der Unterbringung und ob wir es schaffen können, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir in Deutschland die Kraft und die Möglichkeiten haben zu helfen.

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Junge Theologiestudierende aus China zu Gast in Kassel

Am 30. Juni 2015 verbrachten Biyan Wang (Amanda), Jing Jing Liang (Janice), Huang Yu Tian (Tim) und Chang Yu Huang (Peter) vom Guangdong Union Theological Seminary in Guangzhou einen Tag mit uns im CVJM-Gesamtverband und Bildungswerk. Erst am Vorabend waren sie gegen Mitternacht aus China in Frankfurt gelandet. Im Rahmen ihres Deutschlandbesuches, der sie u. a. ins Johanneum in Wuppertal und zum CVJM Nürnberg-Kornmarkt, der mit dem YMCA Guangzhou eine aktive Partnerschaft unterhält, führt, machten sie auch einen Stopp in Kassel.

Herzlich willkommen! Junge Theologiestudierende aus China zu Gast in Kassel weiterlesen

Ein Hauch von Karibik in Franken und Bayern

Einen Hauch von Karibik brachte Antonio Merino, Generalsekretär der lateinamerikanischen und karibischen Allianz der CVJM (LACA), während seines Deutschlandaufenthals auch nach Franken und Bayern. Gemeinsam mit Tabea Kölbel und Daniel Botero machte er sich im Rahmen seines Deutschlandbesuchs vom 16. — 19. April 2015 auf den Weg nach Erlangen, Nürnberg und München.

Antonio Merino im Gespräch mit Liz aus Ecuador Sowas gibt's in der LACA nicht... Antonio Merino und Daniel Botero mit Wolly Keck und Jupp Hiery im Andachtsraum des CVJM Erlnagen Dass der CVJM Nürnberg sich als Teil der weltweiten CVJM-Bewegung versteht, wird nicht nur äußerlich deutlich Gute Stimmung beim Treffen mit dem Team des CVJM Bayern in Nürnberg (rechts: Michael Götz und Daniel Gass) Bereichernde Gespräche beim Austausch über die Chile-Partnerschaft des CVJM Bayern und Perspektiven für eine vertiefte Zusammenarbeit

Im CVJM Erlangen wurden wir vom Vorstandsteam Wolly Keck und Jupp Hiery empfangen und hatten Gelegenheit, uns intensiv über die aktuellen Entwicklungen im CVJM in Ecuador auszutauschen. Die Partnerschaft ist durch zahlreiche Begegnungsreisen und den Austausch von Freiwilligen sehr lebendig und bereichert die Arbeit enorm.

Im CVJM Nürnberg-Kornmarkt trafen wir später am Nachmittag Michael Götz, designierter Generalsekretär des CVJM Bayern, und Weltdiens-Referent des CVJM Bayern Daniel Gass. Nach einer Tour durch das Haus am Kornmarkt blieb genug Zeit, von den Eindrücken von der Chile-Begegnungsreise vom 21.2.-15.3.2015 zu hören und sich über Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit auszutauschen.

An den Besuch in Franken schloss sich ein intensiver Austausch im CVJM München an, der sich seit langem in einer Partnerschaft mit Freiwilligenaustausch mit dem YMCA Bogotá und im Missionsnetzwerk der LACA engagiert. Joe Schmutz, leitender Sekretär im CVJM München, war zudem viele Jahre Bruderschaftssekretär der AG der CVJM in Peru. Der Gesprächsstoff ging deshalb auch hier nicht aus!