Notfhilfe für den YMCA Peru: Jetzt spenden und ein Hoffnungszeichen setzen!

Über die AG der CVJM unterhält der deutsche CVJM schon seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit dem YMCA Peru. Zahlreiche „Volis“ waren und sind im YMCA Peru im internationalen Freiwilligendienst im Einsatz und haben enge Verbindungen zu den Menschen im Land. Olli Mally ist mit seiner Familie über die AG der CVJM und den CVJM Deutschland als Bruderschaftssekretär in den YMCA Peru entsandt. Wir wollen unsere Freunde in Peru in der aktuellen Notlage nicht im Stich lassen und die Aufbauarbeit des YMCAs durch Spenden unterstützen. Gestern hat uns aus Peru der folgende Bericht über die aktuelle Lage vor Ort verbunden mit einer Bitte um solidarische Hilfe erreicht:

Durch schwere Überschwemmungen sind in Peru inzwischen mehr als 70 Menschen getötet worden. Insgesamt sind über 600.000 Menschen von der Katastrophe betroffen.

Auslöser ist der sogenannte „Küsten-El-Niño“. Das Meereswasser vor der Küste ist um über fünf Grad wärmer als sonst um diese Jahreszeit üblich. Stellenweise wurden sogar zehn Grad mehr gemessen. Wegen der dadurch ausgelösten starken Verdunstung des Wassers kam es zu heftigen Regenfällen in den Anden, was die Flüsse anschwellen ließ und zu dramatischen Überschwemmungen und Erdrutschen führte.

Ganze Ortschaften wurden durch reißende Ströme zerstört. Das Zentrum der drittgrößten Stadt, Trujillo wurde überspült. Hier arbeitet der YMCA Peru seit 1992. Vor allem betroffen sind die Familien in El Milagro, einem Stadtteil etwa zwölf Kilometer vom Stadtzentrum Trujillos entfernt, wo die Menschen in extremer Armut leben.

Notfhilfe für den YMCA Peru: Jetzt spenden und ein Hoffnungszeichen setzen! weiterlesen

International Reformation Camp 2017: Christine Becker im Interview (Interview also in English)

Anlässlich des 500. Geburtstages der Reformation lädt der CVJM Deutschland vom 14. bis 20. August 2017 herzlich zum  International YMCA Reformation Camp ein. Unter dem Motto „Beyond Limits – Grenzenlos“ werden bei dieser internationalen Begegnung der besonderen Art 500 bis 700 Freunde aus Partnerländern, Geflüchtete und Einheimische in Wittenberg und Berlin zusammenkommen.

Weitere Informationen zum International Reformation Camp gibt es hier. Sei dabei!

Christine Becker, aus dem Vorbereitungsteam, freut sich auf das International Reformation Camp, das in weniger als sechs Monaten startet. Im Interview berichtet sie, was die Teilnehmenden erwartet.

Liebe Christine, wir wollen dich erst einmal besser kennenlernen. Verrätst du uns, wie alt du bist, wo du lebst und was du gerade machst?

Ich bin 20 Jahre alt und lebe momentan in Nürnberg. Da studiere ich Soziale Arbeit und Theologie, und wenn ich gerade mal nicht in der Hochschule bin, mache ich ganz viel im CVJM.

Christine Becker arbeitet beim International YMCA Reformation Camp mit

Was treibt dich an, im Leitungsteam mitzumachen?

International Reformation Camp 2017: Christine Becker im Interview (Interview also in English) weiterlesen

Brückenbauer und Hoffnungsgeber sein

„Europa steht vor Herausforderungen, die wir schon lange als überwunden glaubten: Migration, Wirtschaftskrise und politische Umbrüche fordern uns als Gesellschaft heraus, Orientierungspunkte zu geben. Aber durch den Relativismus sind Referenzpunkte verloren gegangen und  Jugendliche werden mit ihren Fragen häufig alleine gelassen.

Juan Simoes Iglesias beim CVJM Bayern

Juan Simoes Iglesias während eines Podiumgesprächs (Foto: CVJM Bayern)

Mit seinem christlichen Profil stellt sich der YMCA diesen gesellschaftlichen Herausforderungen. Er baut Brücken der Versöhnung und öffnet Räume der Begegnung. Entwurzelten, jungen Menschen Heimat zu geben, die während der industriellen Revolution in die Großstädte kamen, war ein Gründungsimpuls des YMCA und er ist in der Arbeit mit Geflüchteten heute mehr denn je gefragt, diese Erfahrungen zum Wohl der Gesellschaft zu nutzen und seine Berufung zu leben.

Brückenbauer und Hoffnungsgeber sein weiterlesen

Chinesischer YMCA Hongkong feiert 115. Geburtstag

Als Partner waren der CVJM Deutschland, der CVJM Bayern und der CVJM Nürnberg eingeladen, mit dem Vorstand und den Mitarbeitenden des chinesischen YMCA Hongkong das 115. Jubiläum zu feiern.

Der YMCA Hongkong feiert seinen 115. Geburtstag

Der YMCA Hongkong feiert seinen 115. Geburtstag

Eine bewegte Historie wurde unter dem Thema „Ehrenamtlichkeit“ gebündelt. Ein Symposium mit Berichten und Vorstellungen von Ehrenamtlichen war den eigentlichen Festlichkeiten vorangeschaltet. Der Festgottesdienst  stand ganz im Zeichen des Dankes: „Amazing grace …“.

Chinesischer YMCA Hongkong feiert 115. Geburtstag weiterlesen

Bonds of Peace – Das erste internationale Waging-Zeltlager

„Kabul!” Aufgeregt sitzen die Jugendlichen rechts von mir und tippen mich an: „Das da ist meine Stadt in meiner Heimat!“. Zu jedem Bild, das die Powerpoint daraufhin zeigt, weiß jemand etwas zu erzählen. Freunde aus Ägypten. Freunde aus Syrien. Freunde aus Afghanistan. Sie alle erzählen etwas aus der Heimat und alle hören aufmerksam zu. Sie klatschen begeistert Beifall über das Theater und den absichtlichen Tausch von Frauen und Männerrollen. Vielleicht auch ein bisschen wegen der Möglichkeit, das zu tun, was in ihren Heimatländern problematisch wäre. Es gibt fantastisches Essen und Tanz. Lebendig, leidenschaftlich, echt. Was für ein heiliger Abend, ein heiliger Ort, an dem die Unterschiedlichkeit mit jeder Faser zelebriert wird! Gemeinsam mit Menschen, die sich vermutlich nie begegnen würden.

Die Teilnehmenden von "Bonds of Peace - (M)Y-Camp" in Waging erlebten im August eine ganz besondere Zeit

Die Teilnehmenden von „Bonds of Peace – (M)Y-Camp“ in Waging erlebten im August eine ganz besondere Zeit

Konferenz des YMCA Europe zum Thema „Refugees and Asylum Seekers“

Am vergangenen Wochenende (11. bis 13 März) war eine große Delegation mit 19 Personen aus Deutschland bei der Konferenz des YMCA Europe in Den Dolder in den Niederlanden vertreten. Insgesamt beschäftigten sich mehr als 70 Teilnehmende aus 17 Ländern mit dem Thema „Refugees and Asylum Seekers“ (Flüchtlinge und Asylsuchende).
Das Gruppenbild der deutschen Delegation bei der Refugee Conference mit dem Generalsekretär des YMCA Ukraine Viktor Serbulov (6. v. li.)

Gruppenbild der deutschen Delegation bei der Refugee Conference mit dem Generalsekretär des YMCA Ukraine Viktor Serbulov (6. v. li., letzte Reihe)

Mehr als doppelt so viele Teilnehmende wie ursprünglich erhofft, nahmen an der Konferenz teil. Hauptsächlich kamen sie aus Europa, aber es waren auch Teilnehmende aus Kanada und den USA dabei. Die Teilnehmenden an der Konferenz teilten ihre vielfältigen Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen miteinander, u.a. ging es um:
  • Unterstützung für Geflüchtete in Aufnahmezentren
  • Langzeitprojekte wie die Begleitung von minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen
  • Die Arbeit mit Displaced persons in der Ukraine, in der u.a. Kinder im Schutz vor Landminen geschult werden
  • Ausbildung und Schulung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden
  • Interreligiöser Dialog mit Menschen und Organisationen
Bereichert wurde die Konferenz außerdem durch Vorträge von ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden, die sich von 1954 bis 1995 in der World Alliance of YMCA für Kriegsgefangene und Flüchtlinge eingesetzt haben. Jim Thomson (Schottland), ein früherer Mitarbeiter der World Alliance of YMCA für die Arbeit mit Geflüchteten, berichtete von den Anfängen dieser Arbeit und seinen Erfahrungen in diesem Bereich. Hetteke Wapenaar (Niederlande) erzählte von ihrem Einsatz als Volontärin im Flüchtlingslager in Traiskirchen, Österreich im Jahr 1982. Damals setzte der YMCA Europe in einem Projekt Freiwillige aus ganz Europa im Flüchtlingslager in Traiskirchen ein, um dort Kinder- und Jugendarbeit zu ermöglichen. Hala und Asmar berichteten von ihrem eigenen Weg nach Deutschland. Sie leben heute in Bayern und haben dort und im CVJM eine neue Heimat gefunden. Außerdem wurde während der Konferenz ein Statement veröffentlicht, das in den nächsten Tagen hier im CVJM-Blog abgerufen werden kann.

Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Weltweit leben etwa 35 Millionen Menschen mit HIV. Rund 2,1 Millionen kommen pro Jahr dazu. Noch lange haben nicht alle Zugang zu den lebensnotwendigen Medikamenten. Viele Betroffene erleben  Ausgrenzung und Stigmatisierung. Zahlreiche YMCAs setzen sich aktiv für die Bekämpfung von HIV/AIDS ein und arbeiten für und mit Betroffenen.

So war zum Beispiel der Kenya YMCA im Kampf gegen HIV und AIDS an der Speersitze. Die Interventionsstrategien, die der Kenya YMCA und andere Stakeholder seit dem Jahr 2000 umsetzen, haben zu einer Reduzierung der Infektionsrate in Kenia von 14% im Jahr 2000 auf 6,2% beigetragen. Die Aktivitäten des YMCA umfassen Jugendbildungs– und Aufklärungsmaßnahmen im Bereich Gesundheit und Sexualität und Diskussionsforen sowie Theaterstücke zum Thema. Außerdem wurde Informationsmaterial zum Thema HIV/AIDS zur Verfügung gestellt.

Die rote Aids-Schleife, "Red Ribbon" ist das prägnante Zeichen der Solidarität.

Die rote Aids-Schleife, „Red Ribbon“ ist das prägnante Zeichen der Solidarität.

Heute, am Welt-Aids-Tag, wollen wir uns mit allen Betroffenen solidarisieren und uns nach unseren Kräften für die Bekämpfung der Krankheit einsetzen.

(Quellen: http://kenyaymca.com und www.welt-aids-tag.de)

 

„gut zu (er)tragen? 2015″ — Kampagne für menschenwürdige Mode

Wir tragen gern, was gut aussieht. Aber wie gut geht es denen, die unsere Kleidung herstellen? Können sie ihre Arbeit ertragen? Oft nicht. Näherinnen in Bangladesch etwa arbeiten häufig in 90-Stunden-Wochen unter unmenschlichen Bedingungen und erhalten trotzdem nur Hungerlöhne.

Die Micha-Initiative will in einer Aktionswoche die in unser Bewusstsein rufen, die unsere Mode herstellen. Bild: Micha-Initiative

In einer Aktionswoche will die Micha-Initiative die Menschen in unser Bewusstsein rufen, die unsere Mode herstellen.
Bild: Micha-Initiative

„Einer trage des anderen Last“ heißt es in der Bibel (Galater 6,2). Bei Kleidung sind die Lasten weltweit sehr ungerecht verteilt. Die Micha-Initiative setzt sich daher für Mode ein, die gut zu tragen und deren Herstellung gut zu ertragen ist. Vom 12. bis 18. Oktober 2015 wird eine Aktionswoche stattfinden, in der sich Gemeinden und Gruppen für menschenwürdigere Arbeitsbedingungen in der gesamten Produktionskette von Textilien einsetzen. Hier gibt es das Material für 2015 und alle weiteren Infos.

Der CVJM-Gesamtverband ist Mitträger der Micha-Initiative Deutschland, die Christinnen und Christen zum Engagement gegen globale Armut und für weltweite Gerechtigkeit begeistern will.

Aktionswoche der Micha-Initiative – Christen für menschenwürdige Mode

Micha-Initiative fordert Christen auf sich bewusst mit ihrer Kleidung auseinanderzusetzen Bild: Micha-Initiative

Die Micha-Initiative fordert Christen auf, sich bewusst mit ihrer Kleidung auseinanderzusetzen
Bild: Micha-Initiative

In einer Aktionswoche vom 12. bis 18. Oktober 2015 will sich die Micha-Initiative mit der Fortführung der Kampagne „gut zu (er)tragen?“ für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzen. Deutschlandweit sind Gemeinden und Gruppen eingeladen, Themen-Gottesdienste zu feiern, sich vor allem theologisch dem Thema Arbeit, Menschenwürde und Gerechtigkeit zu nähern und verschiedene Aktionen durchzuführen bzw. sich an aktuellen Petitionen, wie der Kampagne für saubere Kleidung zu beteiligen.

Bei Textilien herrschen an vielen Stellen der Produktionskette problematische Arbeitsbedingungen vor. So sind zum Beispiel die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Baumwollanbaus gravierend. Bei keinem anderen landwirtschaftlichen Produkt werden so viele Chemikalien eingesetzt wie bei Baumwolle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich infolge des Baumwollanbaus mehr als 20.000 Menschen an Pestizidvergiftungen. Viele Näherinnen müssen etwa in Bangladesch immer wieder in bis zu 90-Stunden-Wochen arbeiten, trotzdem reichen ihre Löhne zumeist kaum zum Überleben. Darüber hinaus sind viele Fabrikgebäude baulich nur mangelhaft gesichert. Dies wurde dramatisch deutlich, als im April 2013 ein Fabrikgebäude in Bangladesch einstürzte und 1.130 Menschen starben. Politische und zivilgesellschaftliche Entwicklungen und Druck führen zu punktuellen Verbesserungen, machen aber auch deutlich, dass es noch viel zu tun gibt, bis die Bedingungen der Produktionsarbeiten im Bekleidungssektor nachhaltig zum Besseren verändert sind.

Aktionswoche der Micha-Initiative – Christen für menschenwürdige Mode weiterlesen

Willkommenskultur leben und ermöglichen

Im Zusammenhang zur Pressemitteilung „Willkommenskultur leben und ermöglichen“ vom 31.07.2015 schreibt unser Präses Karl-Heinz Stengel einen Brief an den CVJM:

„Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde im deutschen CVJM, EJW und CJD!

Karl-Heinz Stengel schreibt an den CVJM

Karl-Heinz Stengel schreibt an den CVJM

Immer mehr Flüchtlinge kommen in diesen Tagen nach Europa, vor allem auch nach Deutschland. Viele der Menschen, die zu uns kommen, haben schlimme Erfahrungen hinter sich und sind auf unsere Hilfe angewiesen. Immer drängender werden die Fragen nach der Unterbringung und ob wir es schaffen können, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir in Deutschland die Kraft und die Möglichkeiten haben zu helfen.

Willkommenskultur leben und ermöglichen weiterlesen