CVJM stellt Gästehaus für Flüchtlinge bereit

PRESSEMITTEILUNG

Ab Ende November 2015 beherbergt der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM) heimatlose Menschen in Dassel (Niedersachsen).

CVJM stellt Gästehaus für Flüchtlinge bereit.

CVJM stellt Gästehaus für Flüchtlinge bereit.

Kassel, 16. September 2015: Die Nachrichten über Flüchtlinge reißen nicht ab. Im Gegenteil. An jedem Tag wird es deutlicher, wie dringend weitere Unterkünfte angesichts der großen Flüchtlingsströme benötigt werden.

Der CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V. hat sich daher entschlossen, im CVJM-Gästehaus Solling in Dassel Flüchtlinge als Gäste aufzunehmen. Das Haus soll als Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung in Friedland dienen und ab Ende November, spätestens Anfang Dezember zur Verfügung stehen. Zurzeit laufen dazu die nötigen Absprachen mit dem Innenministerium aus Niedersachsen sowie die organisatorischen und inhaltlichen Vorbereitungen im CVJM-Haus Solling. Der CVJM in Deutschland reagiert damit entschlossen auf die gesamtgesellschaftliche Herausforderung zur Unterbringung von Flüchtlingen und nimmt sie als solche an.

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Aktionswoche der Micha-Initiative – Christen für menschenwürdige Mode

Micha-Initiative fordert Christen auf sich bewusst mit ihrer Kleidung auseinanderzusetzen Bild: Micha-Initiative

Die Micha-Initiative fordert Christen auf, sich bewusst mit ihrer Kleidung auseinanderzusetzen
Bild: Micha-Initiative

In einer Aktionswoche vom 12. bis 18. Oktober 2015 will sich die Micha-Initiative mit der Fortführung der Kampagne „gut zu (er)tragen?“ für bessere Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie einsetzen. Deutschlandweit sind Gemeinden und Gruppen eingeladen, Themen-Gottesdienste zu feiern, sich vor allem theologisch dem Thema Arbeit, Menschenwürde und Gerechtigkeit zu nähern und verschiedene Aktionen durchzuführen bzw. sich an aktuellen Petitionen, wie der Kampagne für saubere Kleidung zu beteiligen.

Bei Textilien herrschen an vielen Stellen der Produktionskette problematische Arbeitsbedingungen vor. So sind zum Beispiel die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Baumwollanbaus gravierend. Bei keinem anderen landwirtschaftlichen Produkt werden so viele Chemikalien eingesetzt wie bei Baumwolle. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sterben jährlich infolge des Baumwollanbaus mehr als 20.000 Menschen an Pestizidvergiftungen. Viele Näherinnen müssen etwa in Bangladesch immer wieder in bis zu 90-Stunden-Wochen arbeiten, trotzdem reichen ihre Löhne zumeist kaum zum Überleben. Darüber hinaus sind viele Fabrikgebäude baulich nur mangelhaft gesichert. Dies wurde dramatisch deutlich, als im April 2013 ein Fabrikgebäude in Bangladesch einstürzte und 1.130 Menschen starben. Politische und zivilgesellschaftliche Entwicklungen und Druck führen zu punktuellen Verbesserungen, machen aber auch deutlich, dass es noch viel zu tun gibt, bis die Bedingungen der Produktionsarbeiten im Bekleidungssektor nachhaltig zum Besseren verändert sind.

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Flüchtlingen wirksam helfen, Fluchtgründe nachhaltig beseitigen

Was muss geschehen, um Flüchtlingen besser helfen zu können? Bild: flickr/Leif Hinrichsen

„Grenzen töten“ — Wie kann Flüchtlingen geholfen werden?
Bild: flickr/Leif Hinrichsen

Das Thema, wie in Europa mit Flüchtlingen umgegangen wird, beschäftigt und bewegt. Täglich erreichen uns neue, schreckliche Meldungen.

Die aej hat sich in einer aktuellen Pressemitteilung mit den Problemen auseinandergesetzt und fordert ein schnelles Ändern der Gesetze durch die Politik und Solidarität mit den Flüchtlingen durch die Bevölkerung:

Ein Bild empört die Welt, ein sehr trauriges Bild: der tote Aylan, ein dreijähriger Junge aus Syrien, an den türkischen Strand gespült wie Treibgut. Das Bild beschreibt drastisch das Elend von Flüchtenden und das Scheitern der europäischen Flüchtlingspolitik. Ein weiteres Bild vom gleichen Tag bestätigt dieses Scheitern: Flüchtlinge, die den Bahnhof von Budapest belagern, dürfen hoffnungsvoll Züge besteigen, die sie vermeintlich weiter nach Westeuropa bringen, aber in abgelegenen Sammellagern enden. Die Ansage, insbesondere des ungarischen Ministerpräsidenten ist klar — wir wollen Euch nicht!

Beide Bilder, erschütternd und unfassbar zugleich, fordern umgehend eine koordinierte, an Menschenrechten ausgerichtete europäische Flüchtlingspolitik. Dazu sagt Mike Corsa, Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej): „Die Hilfe für Menschen, die unsagbares Elend erleben mussten und die in ihrer Heimat keine Lebensperspektive haben, steht für die Evangelische Jugend an erster Stelle. Demokratische, menschenrechtsbasierte Gesellschaften müssen sich daran messen lassen, wie sie mit Menschen in Not umgehen. Kein EU-Staat kann sich dieser Verantwortung entziehen. Einen Ausstieg aus der Verantwortung für die Menschenrechte kann es in Europa nicht geben. Wer so handelt verlässt den Grundkonsens der EU — mit allen Konsequenzen“. Der aej-Generalsekretär fordert deshalb:

  • Eine zügige Einigung über eine gerechte Verteilung von Flüchtlingen, die das Gebiet der Europäischen Union erreichen.
  • Sichere Zugänge nach Europa, die den Schlepperorganisationen den Boden für ihr unmenschliches Handeln entziehen und vor allem den Menschen Schutz bieten, die vor Krieg, Vertreibung und Verfolgung fliehen.
  • Ein Einwanderungsgesetz, damit Menschen, die in Deutschland und anderen EU-Staaten arbeiten wollen, wissen, welche Chancen sie haben.
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Willkommenskultur leben und ermöglichen

Im Zusammenhang zur Pressemitteilung „Willkommenskultur leben und ermöglichen“ vom 31.07.2015 schreibt unser Präses Karl-Heinz Stengel einen Brief an den CVJM:

„Liebe Schwestern und Brüder, liebe Freunde im deutschen CVJM, EJW und CJD!

Karl-Heinz Stengel schreibt an den CVJM

Karl-Heinz Stengel schreibt an den CVJM

Immer mehr Flüchtlinge kommen in diesen Tagen nach Europa, vor allem auch nach Deutschland. Viele der Menschen, die zu uns kommen, haben schlimme Erfahrungen hinter sich und sind auf unsere Hilfe angewiesen. Immer drängender werden die Fragen nach der Unterbringung und ob wir es schaffen können, Flüchtlinge bei uns aufzunehmen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass wir in Deutschland die Kraft und die Möglichkeiten haben zu helfen.

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