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Strategiewochenende 2010 des CVJM in Deutschland

Dieses Wochenende haben sich in Dassel die verschiedenen Arbeitskreise die es im CVJM auf Deutschlandebene gibt zum Strategiewochenende getroffen um strategisch über die Frage „Wie kommen junge Menschen zum Glauben?“ nachzudenken.

Es gibt die Arbeitskreise Jungschar, Jugend, TenSing, 18plus, Sport, FSJ, Internationale Arbeit und Jugendpolitik. Sie bestehen hauptsächlich aus Delegierten die von den Landesverbänden entsendet werden.

Am Freitag abend ging es mit einer Expertenrunde los, in der die Teilnehmer, zu je drei individuellen Fragen zum Thema, Statements die maximal eineminutedreisig lang sein durften abgegeben haben. Mit dabei waren neben Vertretern der Arbeitskreise auch externe Experten, wie zum Beispiel Tobias Schöll (Jugendevangelist bei Friends, Marburg), Andrea Bolte (Leiterin der OT-Arbeit des CVJM Hagen – allerdings nur mit ihren sehr interessanten Statements, da sie persönlich nicht kommen konnte), Ulrich Parzany (Verkündiger bei ProChrist, Kassel) und Martin Dreyer (Herausgeber der Volxbibel, Köln) eingeladen sind. Schon hier waren einige für mich sehr interessante Punkte dabei, die ich mitnehmen konnte (eigentlich hätte ich mir noch die Namen der Personen notieren sollen, von denen die Antworten stammen; manches sind auch Gedanken die mir beim zuhören gekommen sind):

  • Nicht warten, dass junge Menschen kommen, sondern zu ihnen hingehen.
  • Nicht durch die eigene Arbeit ein christliches Milieu (Getto) kreieren, sondern als Christ in der Welt leben (z.B. nicht nur Christen als Freunde, in einen Sportverein gehen, …)
  • Die Kultur der Leute die wir erreichen wollen lernen. Nicht etwas für jemanden machen, sondern mit ihm (Beteiligung).
  • Muss ein Mitarbeiter Christ sein, oder kann die Mitarbeit helfen Christen und Christus kennen zu lernen?
  • Christen und ihre Botschaft dürfen Ecken und Kanten haben.
  • Können gleichaltrige ihren Glauben nicht viel besser und authentischer weitergeben als irgendein „alter“ Berufschrist? 
(Hier ist mir wieder etwas eingefallen, was ich vor einiger Zeit im Fernsehen beim darüpperzappen gesehen habe. Die Sendung war eine Karnevalsprunksitzung für Kinder und wurde auch von zwei Jugendlichen (vielleicht 14 oder 15 Jahre alt) moderiert und auch die Gruppen die aufgetreten sind bestanden aus Kindern und Jugendlichen. Das hat mich ziemlich geärgert – nicht die Tatsache, dass so etwas im Fernsehen kam, sonder, dass wir so was nicht im CVJM hinbekommen.)

Die Themen die bei dieser Runde herauskamen wurden gruppiert, durch weitere Statements aus dem Plenum ergänzt und anschließend bewertet. Heraus kamen dann folgende Punkte für die am Samstag vormittag dann (mehr oder weniger) konkrete Strategievorschläge ausgearbeitet wurden:

  1. Raus aus dem christlichen Getto
  2. Gesellschaft
    • Christ sein in der Gesellschaft
    • Verhältnis von Wort und Tat
  3. Kulturelle und religiöse Grenzen überschreiten
  4. Nacharbeit: Stärkung für frisch zum Glauben gekommene Christen
  5. CVJM als Durchreisebegleiter für junge Menschen
  6. Mentoren für Evangelisten (und alle Mitarbeiter)

Die daraus entstandenen Strategien und Vorschläge für konkrete Projekte werden jetzt ihren Weg durch die Gremien des CVJM Gesamtverband gehen.

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