Offener Brief des CVJM Bayern: Ausweisung afghanischer Flüchtlinge stoppen

Der Vorstand des CVJM Bayern hat in einem offenen Brief den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer aufgefordert die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan zu stoppen.

Erschüttert blicken wir darauf zurück, dass zwei Jugendliche des CVJM Bayern am 23.1. in das nicht sichere Herkunftsland Afghanistan abgeschoben wurden. Arasch und Ramin waren als ehemalige Bewohner der Jugendwohngruppe „Y-Home“ im CVJM Nürnberg Teil unserer CVJM-Gemeinschaft. Wir halten es für unverantwortlich und unmenschlich, Menschen in ein Land abzuschieben, welches nach neuesten UNO-Informationen (6.2.2017) jährlich unsicherer geworden ist.

Die jungen Afghanen erwartet die Rekrutierung oder die Exekution durch die Taliban oder den noch brutaleren afghanischen Arm der IS. Eine unbeschreibliche Todesangst geht unter den uns bekannten geflüchteten Afghanen um – besonders bei denen, die aktive ehrenamtliche CVJM-Mitarbeiter und Christen geworden sind. Sie alle hatten triftige Fluchtgründe und suchen in unserem Land Sicherheit, die nicht an Nationalität, Religion oder Status gebunden ist.

–> Kompletter Brief (PDF)
–> Bericht der Berliner Zeitung über die Abschiebung
–> Petition bei Change.org gegen Abschiebung nach Afghanistan

3 Gedanken zu „Offener Brief des CVJM Bayern: Ausweisung afghanischer Flüchtlinge stoppen“

  1. ich danke euch für diesen offenen brief und die anschließenden schilderungen einzelner schicksale. genau das ist, was im ganzen land ehrenamtliche helfer/innen erleben mit ihren schützlingen. es ist beschämend, was „christlich soziale“ politiker derzeit anrichten. getrieben ledigleich vom wunsch nach machterhalt und bar jeglicher menschlicher empathie… von christlichen werten kann man schon lange nicht mehr reden. man kann nur beten, dass sie am wahltag die quittung erhalten. und DANN vielleicht endlich umdenken !

    1. Liebe Sabine,
      vielen Dank für deine positive Rückmeldung. Schicke Doch Deine persönlichen Erfahrungen an und erlaube uns, diese zu veröffentlichen.
      Nur durch persönliche Erlebtes können wir deutlich machen, dass es hier um Menschen und um deren Leben geht.
      Vielen Dank!

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