Missionskonferenz des CVJM Weltbundes

Missionskonferenz
Mitten in den Rocky Mountains auf 2400 Meter Höhe fand die internationale Missionskonferenz statt. Es nahmen 152 Menschen aus 16 Nationen an dieser 4-tägigen Konferenz teil. Der größte Teil der Teilnehmer kam, wie konnte es anders sein, aus den USA und somit waren bei diesem Heimspiel 18 US-Staaten vertreten.

Morgens trafen wir uns in Kleingruppen, in denen wir gemeinsam beteten, in der Bibel lasen und uns darüber austauschten. Dieser Start in den Tag war eine Bereicherung der Gemeinschaft, denn so kamen wir Gruppenteilnehmer uns viel näher, als wenn wir uns nur während den anderen größeren Veranstaltungen ausgetauscht hätten.

Neben all den Begegnungen mit den verschiedenen Teilnehmern haben mich einige Erzählungen und Sätze besonders beeindruckt:

Jack Young (Honorary President of the YMCA Hong Kong) erzählte während einer Talk Runde ein ergreifendes Erlebnis, das er und seine Frau hatten. Vor ein paar Jahren hatte er das Gefühl, Gott sagte, ihm er solle nach Kambodscha gehen und dort eine Gruppe von jungen Menschen schulen. Jack Young machte sich also auf, lernte die Gruppe von 15 jungen Studenten kennen und schulte sie trotz Sprachbarrieren und sonstiger Hindernisse. Einige wurden in dieser Zeit Christen. Nach ein paar Jahren besuchte er sie wieder und war sehr überrascht, wie diese jungen Menschen anderen ihr Wissen weiter geben – und inzwischen einen YMCA gegründet hatten! Wäre Jack Young nicht nach Kambodscha gegangen und hätte dort diese Mitarbeiter-Schulung durchgeführt, wüssten viele Menschen nichts von Jesus. „Manchmal muss man Wunder einfach zulassen“, meinte später David Aschermayr, derzeitiger Praktikant im CVJM Bogota.

Einer der Referenten dieser Konferenz war J. Ford Taylor aus den USA, der uns zum Thema „Leadership through Discipleship….“ einen Vortrag hielt. Ford Taylor hilft angeschlagenen Unternehmen wieder auf die Beine, indem er ihnen einen christlichen Führungsstiel anbietet.

In meinen Augen kam J. Ford Taylor sehr natürlich und ehrlich rüber. Er hat uns viele Bespiele aus seinem eigenen Leben erzählt, bei denen er nicht gerade gut da stand. Trotzdem hat er sie erzählt. Er gab uns ein Beispiel, wie sich ein Mensch ändern und somit anderen durch seine Lebenserfahrung helfen kann.
Ein paar Dinge aus seinem Vortrag möchte ich einfach teilen:

  • “Without gossip we can change the world.” (Ohne Klatsch/Gerüchte können wir die Welt ändern.)
  • “Every saint has a past and every sinner has a future.” (Jeder Heilige hat eine Vergangenheit und jeder Sünder eine Zukunft.)
  • “God transforms you into a new person by changing the way you think.” (Gott verändert dich, indem er deine Denkweise verändert.)

Was würde wohl alles passieren, wenn wir diese drei Dinge in unserem Leben berücksichtigen würden?

Die Konferenz wurde mit einem Gebetsabend abgeschlossen, in dem der Heilige Geist sehr präsent war. Ein besonders emotionaler Augenblick war für mich, als wir zwei Kreise bilden sollten, in dem alle „Nicht-Amerikaner“ sich in den inneren Kreis stellten und alle Amerikaner in den äußeren. Dann beteten die Amerikaner für die Personen im Innenkreis. Eine emotional total mitreißende Erfahrung war das, denn ich hätte nie gedacht, dass auf dieser Konferenz die Amerikaner so persönlich für uns beten würden. Nach ein paar Minuten wechselten wir die Kreise und wir beteten umgekehrt für die Amerikaner.

Da ich schon öfters in den USA war und auch einige YMCA’s besucht hatte, die nicht das „C“ so ausgeprägt lebten, wie ich es aus Deutschland gewohnt war, ging mir das Herz auf! Es ist total toll, dass sich vor einem Jahr 13 große amerikanische YMCA’s zusammen getan haben, um einen Hauptamtlichen anzustellen, der das US Mission Network leitet.

Kaeley Triller-Haver aus dem Staat Washington meinte zu der Frage, was sie von dieser Konferenz mitnehmen würde: “Ich war vorher entmutigt, denn ich glaubte, dass die Welt langsam das „C“ aus dem YMCA beseitigen würde. Aber als ich hier her kam, wurde ich ermutigt und demütig zu entdecken, wie lebendig Jesus wirklich in den weltweiten YMCA’s ist. Es hat mich glauben lassen, dass es möglich sein würde, dass es in den USA ebenso funktioniert.“

Der Geist der Missionskonferenz setzte sich auch in der Weltratstagung fort, die sich nahtlos anschloss. Gott ist bei der Arbeit und wer weiß, was er für den weltweiten CVJM noch so alles vorhat.

Stephanie Meise (CVJM Dortmund)

–> Ein weiterer Artikel zur Konferenz bei cvjm-blog.de

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