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Wer gehört zu wem?

Wer zu wem gehört, war in diesen Tagen nicht zu übersehen. Am Pfingstsonntag rollten die „Pokalhelden“ des 1.FC Nürnberg durch die Straßen und wurden von einem rot-schwarz kostümierten Publikum gebührend empfangen. Nach einem packenden schwäbisch-fränkischen Duell am Vorabend war die Stadt fest in der Hand der „Clubberer“. Und schön war´s! Meinen Freunden aus Baden-Württemberg in meinem E-Mail-Verteiler schickte ich noch in der Pokalnacht einen lieben Gruß. Die Freude bei den Empfängern war groß.

„Zu wem gehören“ – das ist ein Grundbedürfnis von uns Menschen. Und das ist gut so. Wir sind von unserer Geburt an darauf programmiert, in Beziehungen zu leben, zueinander zu gehören. Das macht uns Menschen aus.

Ein Baby bekommt den Nachnamen der Eltern und es wird damit deutlich gemacht: du gehörst zu uns – in unsere Familie. An unseren eigenen Kindern – Solveig und Jannes – spüren wir, wie wichtig es für sie ist, ein verlässliches Zuhause zu haben. Einen Ort zu haben, wo sie sicher sein können: Hier gehöre ich dazu. Hier bin ich geliebt.

Und dies trifft nicht nur auf Kinder zu. Auch alle anderen Generationen – von den Jugendlichen bis hin zu den Senioren – brauchen einen Ort, wo sie hingehören. Bei aller Individualität wird an solchen Tagen wie dem Clubsieg deutlich: Wir Menschen sehnen uns danach, irgendwo dazu zu gehören – sei es zu einem Partner, einer Familie, Freunden, einer Stadt, einer Internet-Community oder zu einem Verein.

Doch jede menschliche Zughörigkeit hat zwei natürliche Grenzen: die Geburt und den Tod. Und darauf spielt Paulus an, wenn er im Brief an die Gemeinde in Rom im 14.Kapitel schreibt:

„Ganz gleich, ob wir leben oder
sterben: Wir gehören dem Herrn.“

Jede Familien– oder Vereinszugehörigkeit endet am Sterbebett. Jeder noch so schöne Pokalsieg gerät irgendwann
in Vergessenheit. Doch eines bleibt: Gott hat Dich und mich geschaffen. Er hat eine unbegreifliche Sehnsucht nach seinen Geschöpfen. Dieser hat er Ausdruck gegeben durch seinen Sohn Jesus Christus. Und so geht es beim christlichen Glauben weit mehr als um irgend welche christlichen Werte oder eine Verbesserung der Lebensqualität. Nein, beim christlichen Glauben geht es darum, ob ich mit Paulus mitsprechen kann oder nicht: „Ganz gleich, ob ich lebe oder sterbe: Ich gehöre dem Herrn.“

Und genau dazu laden wir als CVJM ein: Dies mitzusprechen, dies lernen zu begreifen und dies anfangen zu glauben:

„Ich gehöre dem Herrn! Hier bin ich geliebt! Hier bin ich zu Hause! Über mein Sterbebett hinaus!“

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