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Rumänien Freizeit – Hier wird angepackt


Viola, seit letztem Jahr sind wir dran mit dem CVJM Domus in Rumänien eine Partnerschaft aufzubauen. Jetzt hast du das erste Mal vor Ort die Arbeit kennengelernt. Was waren deine Eindrücke?

Als erstes ist mir aufgefallen, dass hier wirklich „angepackt“ wird. Die Hauptamtlichen Benny, Christin, Christiane und ihr ehrenamtliches Team helfen in einem Roma-Dorf den Familien, Kindern und Jugendlichen sehr praktisch. Sie organisieren landwirtschaftliche Kleinprojekte, unterstützen die Kinder mit Hausaufgabenhilfe und sind für sie als Freunde und Ansprechpartner da. Sie tun das alles mit einer großen Hingabe und einer bedingungslosen Liebe, die spürbar in ihrem Glauben an Jesus Christus verwurzelt ist.

Was hast du an Herausforderungen in der Roma-Arbeit mitbekommen?

Die schlicht ganz andere Kultur und Lebensweise ist eine Herausforderung. Leider fehlt der Wille zur Integration oft auf beiden Seiten. Das heißt die Roma erfahren viel Ablehnung und haben umgekehrt auch keine Lust sich zu integrieren. Der grundsätzlich positive, aber extreme Zusammenhalt unter den Roma ist leider oft auch ein Hindernis, dass sich etwas an ihrer Situation verändert.

Der CVJM Domus will zusammen mit der deutschen evangelischen Kirche in Schäßburg eine Kommunität und ein Begegnungszentrum in der Kirchenburg in Archeden bauen. Du hast selber einen Tag an dem Projekt mitgearbeitet, was denkst du über dieses Zentrum?

Erst Mal ist Archeden ein wunderschönes, sehr ursprüngliches Dorf. Besonders fasziniert hat mich die Einfachheit, die einem hilft zur Ruhe zu kommen. Es wird Wasser aus dem Brunnen geschöpft, das Essen über dem Feuer gekocht, Wege werden im Garten mit Natursteinen gelegt – mir hat die Zeit dort absolut gut getan. Besonders schön war zu sehen, was man mit seiner eigenen Hand schaffen kann. Wir haben einen Weg im Garten mit Natursteinen freigelegt, eine Grube ausgehoben und ein Blumenbeet für eine Neubepflanzung vorbereitet. Es ist schon erstaunlich, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein – alles ohne den modernen Schnickschnack. Ich hoffe, dass durch die Sanierung der Charme des Einfachen nicht zerstört wird.

Freust du dich darauf, dass wir als CVJM Nürnberg mit dem CVJM Domus in den nächsten Jahren die Partnerschaft ausbauen?

Ja, einen Austausch fände ich sehr schön. Wichtig wird dabei sein, dass wir gegenseitig auf die Bedürfnisse des anderen genau achten. Ich hoffe, dass durch uns diese gute Arbeit in Rumänien auch in Deutschland bekannter wird. Wichtig ist auch das Gebet für die Arbeit dort.

Vielen Dank, Viola, für deine persönlichen Einblicke in die Arbeit des CVJM Domus.

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