Posaune und Backblech – Interview mit Konrad Krietsch
Konrad (Ehrenmitglied des CVJM Nürnberg), wie bist Du in den CVJM gekommen?
Ich wurde von einem anderen Bäckerlehrling eingeladen. Im CVJM haben sich dann Freundschaften entwickelt und ich habe Vorbilder entdeckt.
1985 hast Du Deinen Beruf aufgegeben und bist nach Mikronesien gegangen. Wie kam es dazu?
Ich war Bezirkschorleiter, als jemand gesucht wurde, der in Mikronesien eine Posaunenarbeit aufbaut. Ich sagte, dass es mich interessieren würde, wenn mein Sohn die Meisterprüfung gemacht hat. So wurde ich der Nachfolger von dem, der mich damals angefragt hat. Ich musste erst Englisch lernen. Wir gingen in ein Land mit einer fremden Sprache und einer anderen Mentalität.
Wie zeigte sich die andere Mentalität?
In Mikronesien sagt man nie „Nein“. Als mir einmal bei einer Anfrage ein klares Nein herausgerutscht ist, stand mein Gegenüber mit
offenen Mund da. Ich hätte meine Absage höflich umschreiben müssen. Ein anderes Mal kam niemand zur Posaunenprobe. Ich habe dann erfahren, dass an diesem Tag ein Sieg über die Deutschen gefeiert wurden. Da konnte sie mir als Deutschen nicht ins
Gesicht sehen.
Was wünscht Du Dir für unseren CVJM?
Ich wünsche mir, dass in unserem CVJM viele junge Leute zum Glauben an Jesus Christus finden.
