Nationalpark El Cocuy


Ein Tag nachdem wir von Cali heimgekommen sind haben wir uns auch schon wieder auf den Weg Richtung Nationalpark El Cocuy gemacht. Mit einem knapp 20kg Rucksack und nach einer 13 Stunden Busfahrt, die wir im Gang verbringen durften, weil es keine Sitzplätze mehr gab, kamen wir in dem Dorf El Cocuy an und mussten uns erst einmal registrieren und frühstücken. Zum Parkeingang dauert es dann nochmal fast eine Stunde im Auto aber als wir dann endlich auf 3600m waren und Berge und Felsen gesehen haben war die Motivation zu unserem kleinen Trip schon gleich viel größer und so ging es auch gleich los in Richtung der Gipfel. Nach ein paar Stunden wandern bei richtig schöner Natur haben wir den Kocher rausgeholt und das erste Mittagessen verschlungen. Weil die Karte so schlecht war konnte man nicht wirklich abschätzen wo genau der Weg langging - den Wegweisern sei Dank, dass wir trotzdem angekommen sind - geschweige denn wie lange man noch brauchen würde. Wir haben geschätzt, dass wir noch ca. 2 bis 3 Stunden von unserem Mittagsplatz aus brauchen würden. Denkste… Noch 5 Stunden, ein paar Motivationsmüsliriegel und insgesamt 1000 Höhenmeter haben wir gebraucht um an unserem, hinter zig Geröllhügeln versteckten, Campingplatz zu finden. Aber die Aussicht auf die umliegenden Gipfel hatte sich auf jeden Fall gelohnt und es war das erste Mal, dass wir in Kolumbien wieder Schnee und Eis gesehen haben. Um halb 6 als die Sonne weg war, war es dann auch fast völlig dunkel und wir erschöpft ins Zelt gefallen und haben noch den klaren Sternenhimmel genossen.

Die nächsten Tage waren wir bei unserem Zelt und haben die Zeit mit lesen, spielen, Fotos machen, essen und schlafen verbracht und zwischendrin eine Wanderung um die naheliegende Lagune und zu einem Grad bis zur Schneegrenze gemacht. Oder man ist einfach nur da gesessen und hat sich von der Natur überwältigen lassen. Leider konnten wir nicht auf die Gipfel hoch, weil ab 4800m die Gletscher angefangen haben und wir keine Eisausrüstung dabei hatten.

Als Abstieg haben wir denselben Weg genommen den wir auch hochgekommen waren aber wir haben diesmal nur die Hälfte der Zeit gebraucht, weil es bergab ja quasi von alleine läuft.

Die Rückfahrt - diesmal mit Sitzplatz - verlief ziemlich unspektakulär bei dem Einen mit mehr, bei dem Anderen mit weniger iPod-Akku. In Bogota sind wir dann wieder ziemlich früh am Morgen angekommen und sind erstmal noch ins Bett gefallen.