Meine Erfahrungen mit den Chinesen

Im Juli und August waren verschiedene Gruppen aus Hongkong und Guangzhou bei uns im CVJM Nürnberg-Kornmarkt bei uns zu Gast. Marina war eine der Praktikantinnen, die sich besonders um unsere Besucher gekümmert haben. Hier hat sie ihre Erfahrungen aufgeschrieben.

Vor meinem Praktikum im CVJM kannte ich weder die chinesische Kultur, noch deren Glaubens- und Denkweisen. Klar, ein paar „Vorurteile“ bekommt man schon mit, aber wir tragen ja auch nicht die ganze Zeit Dirndl und Co. Zum Glück bekam ich aber schnell bei Vorbereitungsgesprächen mit, durch Anne-Sophie und anderen Mitarbeiter, die schon einmal dabei waren, wie die Chinesen so drauf sind. Dass die Chinesen um den „heißen Brei“ reden, wo wir ein Problem direkt ansprechen, ist natürlich auch ein großer Unterschied zwischen den Kulturen. Da war aber noch ein anderes Problem, das ich hatte: Ich habe Angst in der Öffentlichkeit Englisch zu sprechen! Ich wurde immer aufgeregter, als der Tag endlich kam, an dem die Chinesen kommen sollten. Es war aber mehr eine positive Aufregung. Ich freute mich schon richtig und konnte es auch gar nicht abwarten. Das Problem hat sich schnell gehoben, da ich auch schnell merkte, dass es eigentlich egal sei, ob ich in Englisch einen Fehler mache oder nicht. Die Hauptsache ist doch, dass die Chinesen verstehen, was ich gemeint habe.

Ich habe auch ein paar mal den „Deutsch-Unterricht“ für die Chinesen mit Franzi (auch eine Praktikantin) gehalten. Das war richtig schön zu sehen, das sie so wissbegierig waren und auch schnell die deutschen Wörter und Sätze am nächsten Tag konnten. So hat es richtig Spaß gemacht. An einem Tag haben wir unseren Deutsch-Kurs in einem Supermarkt gehalten. Das war total schön und wir hatten auch gleich greifende Beispiele parat.

Wir hatten fast jeden morgen ein „Sharing“, wo wir uns über unseren Glauben austauschten und unsere Begegnungen/Erfahrungen gegenseitig teilten. Das war immer sehr interessant und total spannend, was Christen auf der anderen Seite der Welt für Begegnungen mit Gott machten und wie sie ihren Glauben leben. Durch diese Erfahrungen, die die Chinesen gemacht haben konnte ich viel lernen und ich glaube auch, das sie ebenfalls von meinen lernen konnten. Auch spürte man die Zusammengehörigkeit, wir sind ALLE Gottes Kinder, ALLE Brüder und Schwestern. Das war und ist immer noch ein wahnsinniges Gefühl.

Marina Kania

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