Lena in Hong Kong

Lena2Hallo zusammen!

Mein Name ist Lena Bauer, ich bin 19 Jahre alt und komme aus Mainz. Im März diesen Jahres habe ich mein Abitur abgeschlossen und leiste seit September 2015 für zehn Monate einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst im Chinese YMCA of Hongkong, welcher durch den CVJM Nürnberg ermöglicht wird.

Die Zeit nach dem Abitur bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Welt in ihren unterschiedlichen Fassetten kennenzulernen. Auf der Suche nach Möglichkeiten für Auslandsstellen war der CVJM meine erste Wahl, da ich selbst bereits im Kindesalter durch die Arbeit des CVJM starkt in meiner Persönlichkeit und meinem Glauben geprägt wurde.

Mittlerweile sind meine beiden Mitvolonteare Ann-Katrin und David, sowie Sina, unsere Mentorin von deutscher Seite aus, und ich bereits seit zwei Monaten in Hong Kong. Auf der einen Seite fühlt es sich an, wie eine kleine Ewigkeit, bedenkt man, wie heimisch wir uns jetzt bereits fühlen, wie normal es geworden ist, in die zu Beginn doch so fremde Wohnung zu kommen. Die eigenen Zimmer werden immer persönlicher und würde ein Familienmitglied oder ein Freund einen Blick in die jeweiligen Zimmer werfen, könnte diese Person vermutlich sofort ausmachen, wer hier lebt.

Lena1Nach und nach kennt man einige Stadtteile und die Wege, die man regelmäßig fährt, etwa zu den verschiedenen Arbeitsstellen – so habe ich es mittlerweile sogar schon geschafft, am frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Stehen einzuschlafen- wenn das keine Leistung ist! Obwohl die Stadt in gewisser Weise immer noch unwirklich wirkt mit ihren Wolkenkratzern, wie sie aus Berglandschaften hervorragen, nicht ganz greifbar und verständlich in mancherlei Hinsicht, bezeichne ich diese Stadt mittlerweile glücklich als meine Heimat. Man gewöhnt sich an die Sitten und Bräuche, die Sprache, die Menschen, das Essen und das Klima.

Lena3Und was man nicht alles erleben kann innerhalb von zwei Monaten! Ich erinnere mich an keinen freien Tag, an dem ich nicht unterwegs gewesen wäre! So zum Beispiel ganz zu Beginn ein Ausflug nach Wong Yi Chau, eine Insel, die im Besitz des Chinese YMCA of Hong Kong ist und zu der man nur mit der Fähre vom Ableger in Sai Kung hingelangt. Gemeinsam mit der deutschen Delegation des CVJM aus Nürnberg haben wir die verschiedene Möglichkeiten der Aktivitäten und die Räumlichkeiten erkundet.

Lena4Lena5Auch zahlreiche Strände wie den Repulse Bay Beach oder den St. Stephens Beach in Stanley haben wir bereits besucht. Atemberaubend war auch der Besuch des Victoria Peaks, sowohl bei Tag, als auch bei Nacht oder der erste Besuch der Symphonie of Lights im Victoria Harbour. Am 1. Oktober haben Ann-Katrin und ich gemeinsam mit meiner Schwester und ein paar ihrer Freunde das Fischerdörfchen Tai O besucht. Fast malerisch liegt es da, am Rande des Meeres, ein Teil der Häuser gebaut auf Holzstelzen im Wasser mit Menschen, die verschiedene Meeresfrüchte am Rande der wenigen kleinen Straßen verkaufen.

Lena6Lena7Nicht zu vergessen sind auch der Hikingtrip durch Sai Kung mit Jacky, einem Freund aus Hong Kong und den Volontären aus Gouangzhou, oder der Besuch der historischen Altstadt der Insel Macau.

In den letzten zwei Monaten haben alle drei von uns Volontären in verschiedenen Centern des YMCA gearbeitet. Ann-Katrin im IMAS Office, David im Kornhill Center und ich in einer Grund- und einer weiterführenden Schule des YMCA. Meine Aufgabenbereiche in der Grundschule liegen vor allem im Bereich des Englischunterrichtes der 2. Klassen, in welchen ich als eine Art „Co- Teacher“ eingesetzt werde. Im College sind es vor allem Extraaktivitäten, die die Arbeit auszeichnen. So hatte ich bereits die Möglichkeit ein Sharing für eine Gruppe von Schülern im Alter zwischen 15 und 18 zu machen, die sich regelmäßig donnerstags in der Mittagspause trifft, um gemeinsam zu essen, Andacht zu halten oder sich über den Glauben auszutauschen. Diese Treffen werden sowohl von den Religionslehrern, als auch von dem Pfarrer der Gemeinde, in der die meisten dieser Schüler sind, unterstützt. Diese Woche findet die „Gospelweek“ im College statt, für die ich mit ein paar Schülern einen Song von Hillsong als Eröffnung des Gospelcafes vorbereite. Im Gospelcafe selbst werden Ann-Katrin und ich, gemeinsam mit den Religions- und anderen christlichen Lehrern des Colleges zur Verfügung stehen, sodass Schüler die Möglichkeit haben, Fragen über unseren persönlichen Glauben oder Glauben generell zu stellen. Viele weitere Aktivitäten, wie ein Nicholausspecial, gemeinsames Backen in der Vorweihnachtszeit und Ähnliches sind bereits in Planung.

Lena8In der deutschsprachigen Gemeinde in Hong Kong arbeiten wir drei alle zusammen. Hier sind wir vor allem für die Kinder- und Jungedarbeit verantwortlich, wie beispielsweise die Kindergottesdienste, oder Kinder- und Jugendgruppen. Diese Arbeit macht uns besonders Spaß, da wir hier sehr eigenständig arbeiten und uns eine große Verantwortung entgegengebracht wird.

Lena9Ein besonderes Highlight war die Aufnahme eines Radiogottesdienstes, der am 8. November auf einem englischsprachigen Sender in Hong Kong ausgestrahlt wird. David und ich haben gerne die Möglichkeit wahrgenommen, dem derzeitigen Pfarrer in Vakanz bei der Aufnahme dieses Gottesdienstes zu unterstützen.

Dies war also der erste kleine Einblick in die Dinge, die wir hier erleben und die uns bewegen.

Die Volontäre aus Hong Kong schicken Euch ganz herzliche Grüße,

bis bald, Eure

Lena

 

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