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KOLUMBIEN – Ein Land der Gegensätze

micha-und-anne.JPGHola queridos Amigos en Alemania! Hallo liebe Freunde im fernen Deutschland!

Heute möchte ich Einiges von meinen ersten drei Wochen in Bogotá/ Kolumbien erzählen!

Nach einem sehr spannenden Flug von Berlin nach Frankfurt nach Atlanta nach Bogotá sind mein Gepäck und ich heil und vollständig angekommen (Das muss bei Flügen nach Südamerika nicht unbedingt so sein…:). Und nicht nur ich, sondern auch das ganze deutsche Team.

Ein Einsatz der besonderen Art:deutsche-schoki.JPG
So starteten wir in diesen drei Wochen zusammen mit 5 Peruanern aus dem CVJM in kinder-aus-einem-programm.JPGLima/ Peru und 5 kolumbianischen Jugendlichen ein Einsatz der besonderen Art: Ein Missionseinsatz, in dem wir als internationales Team von 19 Leuten zwischen 16 und 42 Jahren, in sämtlichen sozialen Programmen des CVJM Bogotá arbeiten würden. Das Ziel: Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Angestellten vom Glauben an Jesus erzählen, die deutsche/ peruanische Kultur nahe bringen, Theater und Tänze aufführen, miteinander spielen, singen und beten, praktische Hilfe leisten – kurzum den Menschen in der herausfordernden Realität Bogotás dienen und ihnen eine Hoffnung bringen, die in und über ihre Umstände hinaus tragen kann! (Wer Genaueres über den Einsatz wissen will, soll mich einfach persönlich anschreiben:)

Die Realität Kolumbiens und die Arbeit des CVJM in Bogotá:
Ganz knapp könnte man es so formulieren: Kolumbien ist ein Land, das seit …Jahren im Bürgerkrieg ist. Dieser Krieg findet nicht in Bogotá selbst, sondern im Land zwischen verschiedenen illegalen Gruppierungen (z.B. den linken Guerrilas oder den rechten Paramilitares) und der Regierung statt. Der Krieg hat zur Folge, dass die Regierung einen Großteil der Finanzen in diesen Krieg und seine Mittel steckt. Viele Menschen, die nach Bogotá ziehen, sind Vertriebene des Krieges, die ihr Hab und Gut oder ihre Familie verloren haben. In der 8-Millionen-Hauptstadt leben daher viele Menschen in großer Armut, Arbeitslosigkeit, Schwarzarbeit, Ausbeutung, Kinderarbeit, (Kinder-)Prostitution, Gewalt und Kriminalität. Auch die Drogenproblematik ist hier ziemlich heftig.
Der CVJM Bogotá bietet aufgrund dieser Problematiken eine Fülle von sozialen Programmen an. Viele davon sind Präventionsprogramme im Süden der Stadt, dem armen Teil Bogotás. Sie versuchen Kindern und Jugendlichen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, sodass sie sich z.B. nicht den bewaffneten Gruppen der Guerillas anschließen und nicht in den gleichen Teufelskreislauf von Armut, Gewalt und Kriminalität fallen, wie ihre Eltern. Einige Programme arbeiten auch direkt mit straffällig gewordenen Jugendlichen oder ehemaligen jugendlichen Guerillas.

Die andere Seite des Landes:
jesus-pantomime.JPG Kolumbien darf jedoch nicht nur auf den Krieg und die Armut reduziert werden. Z.B. hat es eine so vielseitige, wunderbare Kultur zu bieten; das Land ist voll von atemberaubender Natur – Wasserfällen, den Anden, Hochland, Regenwald, Küstenregion – alles ist vertreten. Dementsprechend vielseitig ist seine Flora, Fauna und die Traditionen und Kulturen seines Volkes!

Zum Schluss noch eine kleine Anekdote:
Als Europäer, also als weiße Gringos wurden wir in den Programmen des CVJM immer sofort von allen Kindern umringt, die ihren Namen auf Deutsch wissen wollten. Am Ende der Programme schenkten wir ihnen kleine Rittersporttäfelchen! Solch leckere Schokolade gibt es hier nämlich nicht!!!
Also guten Appetit und hasta luego (bis bald) aus Bogotá!


Anne Sophie Ruder

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