Jahresbericht 2006
Liebe Leser des Jahresberichtes,
so einen richtigen „Renner“ fand ich das nicht, wenn es im Deutsch-Unterricht hieß, es soll ein „BERICHT“ geschrieben werden. Das klang trocken und war es meist auch. Dagegen eine Reportage, ein Kommentar oder eine Pro– und Contra-Diskussion versprachen Spannung und somit auch deutlich mehr Spaß beim Schreiben.
Das Wort „berichten“ kommt von seiner Herkunft her von „unterweisen, belehren“ und riecht somit verdächtig nach trockenen Fakten, die von einem „Besserwisser“ an einen „Schlechterwisser“ ausgerichtet werden.
Soll das dieser Jahresbericht sein? Eine Ansammlung von Fakten, die Ihnen bzw. Dir um die Ohren „geklatscht“ werden?Sicherlich – um Fakten soll es im Jahresbericht auf alle Fälle gehen. Doch wären Fakten für die Beschreibung von etwas Lebendigem wie einem christlichen Verein junger Menschen vollkommen zu kurz gegriffen.
Viel besser gefällt mir da Paulus und wie er „Bericht“ versteht. Am Ende eines Briefes an die Gemeinde in Ephesus schreibt er:
Tychikus, mein lieber Bruder und treuer Mitarbeiter im Dienst für den Herrn, wird euch von mir BERICHTEN. Ich schicke ihn zu euch, damit ihr erfahrt, wie es uns geht. Er soll euch ermutigen.
In den wenigen Zeilen wird schnell deutlich: Ein Bericht sind nicht trockene Fakten, sondern etwas Persönliches. Paulus schickt seinen treuen Mitarbeiter Tychikus und er berichtet ganz persönlich, „damit ihr erfahrt, wie es uns geht“.
Und so verstehen wir unseren Jahresbericht auch: als etwas Persönliches. Die einzelnen Berichte aus den verschiedenen Bereichen des Vereines erzählen von Erfahrungen, die wir im vergangenen Jahr gemacht haben:
Von den Dingen, die uns beflügeln und für die wir Gott und all denen, die daran beteiligt gewesen sind, dankbar sind.
Aber auch von den Dingen, die uns Sorgen bereiten, wo wir am Fragen sind.
Und all das, um Sie bzw. Dich als Leser zu ermutigen – wie es Paulus schreibt. Unverhohlen gibt Paulus zu, was er mit seinem Bericht bezwecken will. Der Bericht soll ermuntern und motivieren.
Und unser Jahresbericht will das auch: Motivieren den CVJM in seiner wichtigen Aufgabe in der Stadt Nürnberg zu unterstützen -
- sei es durch die eigene Mitarbeit,
- sei es durch das eigene Mitdenken
- sei es durch das eigene Mitgeben
- oder sei es durch das eigene Mitbeten.
Und in diesem Sinne wünsche ich Ihnen / Dir viel Spaß beim Lesen unseres persönlichen Jahresberichtes, der motivieren soll
Michael Götz
(Leitender Sekretär)
