Gottes Führung – Interview mit Helmut Ahnert
Helmut (Ehrenmitglied des CVJM Nürnberg), wie bist Du in den CVJM gekommen?
Mein Vater war Bäckermeister in Nürnberg. Als ich 1950 mit der Bäckerlehre begonnen habe, war es für mich selbstverständlich, in den Bäckerlehrlingskreis zu kommen. Gerhard Ritter war damals mein Vorbild: Er konnte gut Fußball spielen und beten.
Wie hat Deine Krankheit Dein Leben verändert?
1961 kam ich mit dem Verdacht auf schwere Gleichgewichtsstörungen ins Krankenhaus. Ich musste fast ein Jahr im Krankenhaus bleiben. Schließlich wurde Multiple Sklerose diagnostiziert. Ich war 2 Jahre daheim. 2 Jahre habe ich dann ehrenamtlich im CVJM Mögeldorf mitgearbeitet. Vom Johanneum wurde ich als zu krank abgelehnt. Ab 1966 wurde ich als Jugendreferent in Mögeldorf angestellt. Von 1982-1996 arbeitete ich als Bäckersekretär am Kornmarkt. Die schlimme Erfahrung in der Krankheit war für mich, nichts mehr machen zu dürfen, nichts mehr wert zu sein. Heute sehe ich es so, dass Gott die Krankheit gebraucht hat, um mich in einen anderen Beruf zu führen.
Was wünscht Du Dir für unseren CVJM?
Ich wünsche mir, dass wir 80 Prozent unserer Kraft für Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene einsetzen. Ich wünsche mir, dass junge Menschen bei uns erleben, dass sie angenommen sind, so wie sie sind.
