Glückspilze – Auf großer Tour im Krim-Gebirge
Mit 23 jungen Erwachsenen – davon acht ukrainischen – erlebten wir in den ersten drei August-Wochen ein großes Abenteuer. Zu Fuß mit schwerem Gepäck ging es durch das Krim-Gebirge direkt am Schwarzen Meer. Auf dem Weg fand Sergej – ein 23-jähriger Student aus Donietzk – sein deutsches Lieblingswort: „Glückspilz“. Und die waren wir auch:
- Wenn wir im Rhythmus der Schöpfung lebten und mit Sonnenaufgang um 4.00 die Kühle des Tages nutzten und aufstanden, um uns auf den Weg zu machen. Abends ging es dann nicht spät nach dem Sonnenuntergang wieder in den Schlafsack, um sich für den nächsten Tag zu erholen.
- Wenn wir in kleinen Kochgruppen jeden Tag auf den Spirituskochern etwas Leckeres zauberten.
- Wenn wir einen der vielen paradiesischen wilden Zeltplätze am Abend eines anstrengenden Wandertages gefunden haben – sei es an einem Stausee, einem Bergbach, am Schwarzen Meer oder einer frischen Quelle. Wasser wurde uns in seiner lebenswichtigen Bedeutung deutlich, da die Krim im August an absolutem Wassermangel leidet und es nicht immer einfach war, jeden Tag ausreichen an Wasser zu kommen.
- Wenn wir nach einem der vielen Gespräche aus einem Mischmasch von russisch-englisch-deutsch wieder ein Stückchen mehr von dem Leben der anderen begriffen haben.
- Wenn wir beim täglichen Lesen im Matthäus-Evangelium oder in einem der Gottesdienste erlebt haben, wie Gott uns persönlich anspricht.
- Wenn wir Gipfel bezwangen, Höhlen entdeckten, in Jalta und Simferopol das Stadtleben mitbekamen, eine kleine deutsch-lutherische Gemeinde erlebten, …
Glückspilze – ja, das waren wir und die Krim und die Ukrainer haben einen festen Platz in unserem Herzen erobert. Ein Rückbesuch nach Deutschland ist schon in Planung.
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