Die ersten drei Monate in Namibia.

Jetzt wird’s langsam Zeit…

 

Hallo mein Name ist Marius Zellfelder, ich bin 19 Jahre alt und lebe zur Zeit in Windhoek, Namibia.

Hier arbeite ich als Au Pair in einer deutschen Familie und mache ein Praktikum in der Deutschen Evangelisch- Lutherischen Kirche. Zu meinen Aufgaben als Au Pair zählen Kinder herumfahren, Kochen, Hausaufgaben betreuen… In der Gemeinde arbeite ich im Jugendkreis mit, sowie bei der Mitarbeiterschulung Trainee, die genauso wie in Nürnberg ist. Außerdem spiele ich in zwei Gottesdienstbands mit und falls zwischendurch mal jemand für sein Weihnachtstheaterstück im Kindergarten oder für das alljährliche Adventssingen einen Gitarristen braucht, bin ich auch zur Stelle.

.11224716_941277485952550_852422959119517808_n12308715_968848383195460_1375185895208429821_n12193755_956497231097242_5163830700311661505_n

So oder so ähnlich sehen meine Aufgaben aus. Ich bin jetzt schon drei Monate hier und es ist wirklich schön hier. Namibia hat wirklich eine atemberaubende Natur und ich gehe oft morgens ( ich muss ja immer schon um 6.00 Uhr aufstehen…) mit den beiden Hunden der Familie an einem ausgetrocknetem Stausee spazieren. Ab und an trifft man dabei eine Horde Paviane oder ein paar Warzenschweine von denen man sich lieber etwas fernhält…

WP_20150922_009  WP_20150922_002WP_20150922_018

 

 

 

 

 

 

Mittags koche ich dann immer für die Kinder und die Haushaltshilfe Regina sowie den Gärtner Paul, der zweimal die Woche kommt. Nachmittags stehen dann Hausaufgaben machen und diverse Freizeitaktivitäten an. Zum Beispiel habe ich mit der jüngeren der Beiden einen Gemüsegarten angelegt. Die Arbeit gefällt mir sehr und ich überlege schon ob es nicht zu kurz ist nur bis Juni hierzubleiben…mein Visum geht bis zum 31.8.16…

Das Land hier ist wirklich auf viele Weise spannend. Allein die deutsche Community. Eine Freundin von mir aus der Gemeinde hat das mal als deutsche Blase beschrieben. Das passt ganz gut. Viele bleiben hier unter sich und man kann hier leicht nur unter Deutschen sein, einfach weil das hier so viele sind. Aber die Leute in der Gemeinde sind wirklich sehr nett und wenn man mal Reisetipps oder einen Lift ( Mitfahrgelegenheit) braucht wird einem sofort geholfen.

Seit dem 4.12 sind hier Sommerferien und es wird auch immer heißer. ( Bei euch hatte es schon Schnee oder ? ) Durch die sehr trockene Luft hier fühlt sich das aber immer ein paar Grad kühler an. In den Ferien sind die meisten im Urlaub und in der Gemeinde ist dann nicht mehr so viel los. Deshalb war ich letzte Woche in Kapstadt und habe dort ein Mitglied der Gruppe Itemba, die letztes Jahr in Nürnberg waren, besucht.

DSC_0287DSC_0159

 

Das war echt eine tolle Zeit, Kapstadt ist eine Wahnsinns Stadt und vor allem die Leute sind so offen und freundlich!  An einem Tag sind wir auf den Tafelberg geklettert und an einem anderen Tag haben wir das Gefängnis, in dem Nelson Mandela 18 Jahre saß, besichtigt, um nur ein paar Dinge zu nennen. Auch Straßenmusik in Kapstadt zu machen  ist spannend. Da kann es schon mal passieren, dass gewisse Menschen dir helfen wollen und lauthals mitsingen oder die Musik durch ihre Tanzeinlagen aufzupeppen versuchen … war eine Erfahrung 🙂

Ich habe hier, was ich echt gut finde, sehr viel Zeit zum nachdenken, über meinen Glauben und mich, über meine Vergangenheit und Zukunft, einfach über alles 😉 Deswegen bin ich ja auch ins Ausland gegangen. Ich komme hier zur Ruhe. Ich genieße jeden Tag und das immer die Sonne scheint hat vielleicht auch Anteil daran. 🙂

Was ich ziemlich krass finde sind die Unterschiede hier. Hier gibt es sehr reiche Menschen und sehr sehr Arme. Jemand sagte mir mal, dass die Schere zwischen Arm und Reich hier mit am weitesten auseinander ist. Wenn man die “ Siedlungen “ sieht, außerhalb der Stadt, in denen Menschen in selbstgebauten Hütten aus Stöcken und Plastikplanen leben und dann in der Stadt auf Luxuskarossen trifft, dann merkt man das deutlich. Ich denke mir schon manchmal man könnte das Geld auch fairer verteilen…

Ach es gäbe noch so viel zu erzählen aber ich melde mich einfach mal wieder.

Liebe Grüße aus dem sommerlichen Windhoek

Marius Zellfelder

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.