Deutschland Adé! — Kraft zur Veränderung

Was da nur alles los war!

CIMG1487

Sicherlich    habt ihr von der Schüler- & Studentengruppe gehört, die vor kurzem uns hier in Hongkong und später in Guangzhou besucht haben. Melissa und ich, als FSJler vom CVJM Nürnberg-Kornmarkt entsandt waren für die Löhe-Schüler zuständig und mussten ihr ganzes langes und detailiertes Programm, auf die Beine stellen und zum laufen bringen. Mensch! – Was für ein großer Elefant!
Es war eine Menge Verantwortung und forderte eine Menge Engagement und Ausdauer, hier und da zu feilen, hier und da den Hörer abzunehmen und hier und da ganz plötzlich umplanen und etwas anderes aus dem Ärmel schütteln. Es war schon eine Herausforderung, doch was man so von den Schülern gehört und ihr hier gelesen habt, schien es doch ganz gut geklappt zu haben, mit Gottes Hilfe!

Lang und groß will ich über die Schüler und Studentenfahrt nicht erzählen, das haben andere schon zur ausreichenden Genüge getan.
Doch wir beide waren sehr glücklich darüber, beide Wochen bei beiden Gruppen dabei gewesen zu sein.
Wir sind zwar schon jetzt seit 7 Monaten hier, aber haben dennoch nochmal ganz viele neue Dinge und Seiten dieser Stadt entdeckt und haben uns sehr in die Gruppe mit hineingefühlt, die selben tollen Sachen erlebt, über die selben verrückten Dinge (Mount Everest Wohntürme, Hühnerkäfige auf dem Rückgepäck, mit getrocknetem Schweinefleisch gefüllte Süßcreme-Brötchen, usw…), uns in den selben bewegenden Workshops engagiert und die selben abgefahrene Spiele gespielt. Es war auch für uns ein Erlebniss, wie für sie auch und haben auch unter ihnen Freundschaften geschlossen und tiefe Gespräche gehabt.
Doch als wir die Workshops vorallem in Guangzhou mitgemacht haben, hat es in der Tat auch mich tief berührt, bewegt und hat mich etwas erkennen lassen.
1002679_685570041506941_903056982_n
Als wir mit einer Gruppe von Senioren Spiele gespielt und „Our God is greater“ gesungen, dazu getanzt haben, hat uns eine YMCA Mitarbeiterin mit gerührten Tränen erzählt, dass die Senioren eigentlich nichts mehr haben, ihre Familie ist weg, sie haben kein Geld, ihr Zuhause ist nicht sehr heimisch und normalerweise sitzten sie nur zu Hause, alleine, und warten auf den Tod. Doch nun sind sie hier, tanzen, singen, spielen und lachen so herzhaft, was etwas sehr besonderes und unvergessliches für sie ist.
CIMG1970
Oder als wir mit den Kindern von Wanderarbeitern, also der untersten Schicht in China und von ihnen die Kinder, gespielt haben. Das Fliegerlied gesungen haben, den Ententanz getanzt haben und die Kinder selbst mit einem Strahlen in ihrem Gesichtern umhergerannt sind, hüpfend, lachend und so freudig. Ihre Mütter standen daneben, tief zu Tränen gerührt, als sie ihre Kinder endlich so glücklich gesehen haben.
Oder auch letztlich wenn nach eine bewegenden und eindrücklichen Fahrt auf einmal einige Leute, die davor damit gar nichts zu tun hatten, beschließen jetzt regelmäßig eine Gemeinde zu besuchen.

Dann habe ich gemerkt, dass man wirklich etwas bewegen kann. Vielleicht nicht für die Gesamtheit, vielleicht nicht das Problem aus der Welt schaffend, vielleicht nicht im Großen, aber im Kleinen, im Leben von ein paar einzelnen Menschen, von Senioren, die endlich wieder Freude spührten, werden wieder Hoffnung und Liebe für ihr Leben empfinden, in den Familien von Wanderarbeitern, dass sie selbst von deutschen Besuchern, geachtet, geschätzt und geliebt werden, sodass es ihnen ein ganz neues Selbstwertgefühl gibt und die Courage weiterzumachen und den anderen zu begegnen, in den Leben von Chinesen und Deutschen, die mehr wissen wollen, die ganz neue Seiten gefunden haben.

Damit weis ich, das man selbst es in den Händen hat, etwas im Kleinen, von ein paar Menschen, zu verändern.
Und hier im FSJ von Hongkong haben wir eine großartige Möglichkeit dafür. So will ich das hier anpacken, mit Engagement und Hingabe, denn ich weis, es kann etwas verändern.
Doch selbst die Leser hier, haben in ihrer eigenen Umgebung und Situation etwas zu verändern, im Kleinen vielleicht, aber ein Stückchen trägt zum Großen bei….

So geht es weiter im FSJ Hongkong, in die letzten 3 Monate, doch mit einer ganz neuen Motivation und Kraft. Eine Kraft zur Veränderung!
Auch an euch!

 

Wir wünschen euch dabei das Beste und hoffen ihr könnt eure eigenen Möglichkeiten entdecken und ausprobieren. Von uns gibts die Ermutigung dazu und viele liebe Grüße

Euer FSJ Team in Hongkong,
Melissa & Miguel


CIMG1974

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.