Unsere Schüler in China – Schule besuchen

„Schule besuchen? Na toll.“ Als am Freitag morgen der Plan des Tages besprochen wurde, wurden einige Gesichter von Unlust überrascht – wenn man schon mal nicht in die Schule muss, besucht man eine andere.

Doch wer hätte gedacht, dass die Tagesplanung am zweiten verregneten und schwülen Tag so interessant werden könnte? Am Gymnasium unserer chinesischen Freunde war vieles anders und interessant zu erfahren. An chinesischen Schulen kann der Schulalltag nämlich schon mal von 7 Uhr morgens bis 11 Uhr abends dauern – und nach dieser Info war man schon ein bisschen dankbar für die Schule daheim. Das fast typische chinesiche Essen (in HongKong doch noch etwas inernational geprägt) erfuhren wir gleich danach: viele unterschiedliche Spezialitäten in der Mitte auf einem Drehteller; und vorher das Stäbchen waschen nicht vergessen.

Der Nachmittag und Abend war mit einem seehr kurzen Museumsbesuch (nach 15 Minuten Besuch „Oh, we only have 15 minutes left, we better should go back“) und fleißigem Geschenkeaustausch unter Chinesen und Deutschen gefüllt. Noch ein paar Fotos und traurigen „Good bye’s“, schon war der zweite Tag vorbei und wir sollten die nächste chinesische Schulklasse kennenlernen.

Der Samstag begann mit einem Programm chinesischer Seite, Lobpreis und einer vorgetragenen, bewegenden Lebensgeschichte. Danach folgte erneutes „Hello, my name is..“, wieder Kennenlernen und ein Aufbruch in die Stadt.

Es fand eine Art Schnitzeljagd durch die Stadt statt: Wir mussten in kleineren Gruppen zu je ca 4 Deutschen und 3 Chinesen durch HK laufen und Sehenswürdigkeiten aufsuchen. Die wohl beeindruckendste Sehenswürdigkeit war wohl die Li Chin Nunnery, ein wunderschöner und fast schon mysteriöser Buddha- Tempel. Nach einem Außengarten gelangt man in den Innengarten, welcher mit einer Naturpracht beschmückt ist, wie man sie nur selten vorfindet. Am Ende des Gartens steht das Hauptgebäude, indem sich eine 5 Meter hohe goldene Buddhastatue befindet. Auf der Brust dessen fand unsere Gruppe das Hakenkreuz. (Weiß jemand wieso es Hitler übernommen hat?)

Schließlich gingen wir zum Victoria Harbour, wo sich alle Gruppen wieder trafen und es auf ein Boot ging. Mit diesem fuhren wir eine Stunde lang, während wir Flüsterpost auf chinesich und deutsch spielten, woraus nicht selten ein Kauderwelsch resultierte. 🙂 („Rostbratwürstchen“: Mission Impossible für Chinesen 😀 )

Ab 8 Uhr gab es die weltberühmte Lasershow am Victoria Harbour vom Schiff aus zu bewundern.

Am Sonntag ist natürlich Programmpunkt Nummer 1 der Gottesdienst. In dem Kirchengebäude, welches 11 Stockwerke besaß, von denen „nur“ 6 der Gemeinde gehörten, fand der technisch wohl beste Gottesdienst statt, den wir je gesehen haben! Ein Sänger mit einer super Stimme, eine Technik, die selbst Die Techniker aus unseren Gruppe schwärmen lässt und eine Mega- Andacht. Im Anschluss machten wir uns auf zum Fischerdorf „Tai-O“. Hier gab es Schnäppchen, zB Sojamilchpudding und Hühnerfüße naschen oder sich einen Knochen einer Rückenflosse eines Wales für nur umgerechnet 2000€ zuzulegen. Nach einem überraschend normalem Mittagessen (Nudelsuppe mit Chicken Wings) nahmen wir an einer Bootstour teil oder gingen shoppen in dem Dorf.

Am Abend zurück im Camp, dann ein paar Abschieds-Spiele, Vorträge über Umweltschutz in Deutschland und China und der altbekannte und gemochte Geschenkeaustausch. Da nahmen die zwei letzten Tage HongKong erneut ein emotionales Ende -Für’s Erste.

Heute, am Montag, fuhren wohl die meisten zum ersten Mal ins Festland von China. Es gab 2 Zwischenstopps. Einerseits bei der Schule Shenzhen, wo ca. 20 Schüler, die seit 4/5 Jahren Deutsch lernen und dies überraschend gut beherrschen, uns herzlichst aufnahmen. Besonders einer hob sich aus der Masse hervor: EIN FUßBALLFAN!!!! Durch ihn war es möglich ENDLICH Sport zu machen und dann auch noch Fußball! 😀

Andererseits beim Siemens- Center in Shenzhen, wo wir einen Kurzüberblick über Siemens erhielten und eine Kernspintomografenfabrik anschauten. Nach ewig langer Fahrt erreichen wir nun das Huahai- Hotel.

Nach vier Tagen Aufenthalt in Hongkong könnte man meinen, die zwei Wochen würden bald vorbei sein, weil sich bereits so viel ereignet hat.

Milli und Paul

PS: In 2 Tagen wieder Update!

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