Guangzhou wie es lacht und lebt – Uni-Y in China, Teil 3/3

Die diesjährige Chinareise von Uni-Y ist mittlerweile zu Ende, so wollen wir jetzt abschließend noch aus der zweiten, vollgepackten Woche in China berichten. Kleine Erinnerung, zuletzt im Bericht befanden wir uns in einem luxuriösen Hotel innerhalb der Sonderwirtschaftszone Shenzhen. Und los geht´s:

Montag, 10.03.2014
Nach einer entspannten Nacht im 25 Sterne-Hotel und einem überragenden Frühstücksbuffet begaben wir uns auf den Weg nach Siemens – Nein, unsere Reise schließt nicht auch noch Erlangen ein – Shenzhen beherbergt einen der größten Standorte für den Healthcare-Bereich von Siemens. In der Firma konnten wir durch eine Präsentation und einer Führung durch die Fabrikhallen einen guten Einblick bekommen, wie man ein deutsches Unternehmen ins Chinesische übersetzt.
Im Anschluss an die Firmenbesichtigung gönnten wir uns ein exquisites Restaurant, welches mit ca. 12€ pro Person zwar das mit Abstand teuerste Essen der Reise bot, uns mit seinen fein gewürzten Speisen aber auch den Gaumen verwöhnte. Den restlichen Tag fuhren wir weiter nach Guangzhou, der letzten Etappe unserer Reise. Das Hotel war zwar nicht ganz so schön wie das der letzten Nacht, als eine Gruppe aus Studenten hatten wir aber ja sowieso nicht allzu hohe Ansprüche. Und so begaben wir uns nach dem Abendessen und einer kurzen Einführung in die Umgebung in unsere neuen Betten.

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Dienstag, 11.03.2014
Die chinesische Kultur verlangt, dass der Zeitplan bis zur letzten Minute ausgereizt wird. Und so besuchten wir gleich nach dem Frühstück (welches um 7:30 Uhr begann!) das „Guangzhou Vocational Training Center for the Disabled“. In dieser Einrichtung, in welcher Menschen mit geistiger Behinderung künstlerisch aktiv sind, wurde uns nicht nur die Organisation, sondern auch die chinesische Kalligraphie näher gebracht.
Nachmittags ging es weiter im „Ahnentempel der Familie Chen“. In diesem traditionellen Bauwerk, das mit einem Museum und Workshops angereichert wurde, gab es für uns viel über die chinesische Kultur zu erlernen. Von dort aus besuchten wir dann zum Abschluss des Tages den Teemarkt. Das Nationalgetränk, welches uns bei jedem Essen begleitete, wurde uns hier noch einmal näher gebracht und gab uns die Chance uns ordentlich mit Ware einzudecken.

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Mittwoch, 12.03.2014
Heute kamen unsere Studenten der sozialen Arbeit voll auf ihre Kosten. Vormittags bereiteten wir zusammen mit dem YMCA zwei Workshops für Senioren. Mit Liedern und Tänzen konnten wir die Älteren begeistern, sie konnten sich jedoch gleich darauf beim gemeinsamen Basteln revanchieren indem sie ihre Erfahrung mit uns teilten.
Im Anschluss bildeten wir zwei Gruppen. Während die erste eine Mittelschule besuchte, um dort mit Radioantennen auf dem Schulgelände Morsesignale zu suchen, begab sich die zweite Gruppe in einen Kindergarten um dort die chinesischen Kinder mit Spielen zu beschäftigen und ihnen die deutsche Kultur näher zu bringen. Daran, dass man an jedem Ort wie ein Superstar gefeiert wird, hatte man sich mittlerweile schon gewöhnt…

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Donnerstag, 13.03.2014

Mit Frühstück im Bus suchten wir zur frühen Stunde das „Little Migratory Birds´ Inn“ auf. In dieser Einrichtung beschäftigten wir die Kinder von Wanderarbeitern mit Spielen, Tänzen und Liedern. Die Kinder waren begeistert und uns ging das Herz auf wie wir sahen, mit wie wenig Mitteln man doch anderen eine riesige Freude bereiten kann.
Nicht unerwähnt sollte eine Gruppe chinesischer Studenten sein, die uns die Woche in Guangzhou bei unseren Aktivitäten begleitete. Mittlerweile hatten sich schon Freundschaften gebildet, und so konnten wir die Mittagspause nicht nur zu Erholung nutzen, sondern auch dafür, unseren chinesischen Freunden Halli Galli und Kommando Bimberle beizubringen.
Falls durch die Spiele die ein- oder andere Emotion hochgekocht sein sollte, konnte diese gleich darauf im anschließenden Kung Fu-Workshop abgebaut werden. Von den Kung Fu-Meistern bekamen wir einen Einblick, was diese Kampfsportart bedeutete und wie sie funktionierte.
Der Tag war aber noch nicht zu Ende. Es stand noch der Besuch einer Mittelschule auf dem Programm, in welcher wir nicht nur gemeinsam spielten, sondern auch handwerklich aktiv wurden indem wir zusammen mit den chinesischen Schülern Laternen bastelten.

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Freitag, 14.03.2014
Die Wirtschaft Chinas ist die wohl bedeutendste der Welt, uns so konnten wir es uns nicht nehmen lassen in der deutschen Außenhandelskammer uns im neunzehnten Stock eines Businesstowers im Dienstleistungsviertel einen Vortrag zu der wirtschaftlichen Lage anzuhören. Jetzt kamen auch die Wirtschaftsstudenten unter uns voll auf ihre Kosten.
Von der Businessarea aus machten wir uns dann auf den Weg, Universitäten zu besichtigen. Eine Gruppe besuchte das „Canton Union Theological Seminary“, während die andere Gruppe an der großen „Sun Yat-sen University“ mit lokalen Studenten ins Gespräch kam und verschiedene Aktivitäten ausführte.
Abends dann begaben wir uns zusammen auf den Pearl River, wo wir von einem Schiff aus die Abendszenerie Guangzhous bewundern konnten.

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Samstag, 15.03.2014
Den kompletten Tag verbrachten wir heute im „Huangcun Center“. Dort trafen wir auf viele Mitarbeiter des YMCAs, konnten von deren Projekten erfahren und uns über unsere unterschiedlichen Systeme austauschen. Nachmittags dann wurde die „Sino-German Youth Party“ gefeiert. Auftakt war ein bewusst spontan zusammengestelltes Programm in welchem sich Gruppen aus Chinesen und Deutschen bildeten und innerhalb einer Stunde Theaterstücke einstudierten und anschließend vor Allen vortrugen. Im Verlauf des Nachmittags stellte unsere Uni-Y- Gruppe dann noch die deutsche Kultur vor und lud unter anderem zur Polonaise mit 99 Luftballons ein. Auch Karneval wurde gefeiert indem deutsche Süßigkeiten umhergeworfen wurden. Highlight waren aber natürlich die Dirndl und Lederhosen, die von den Chinesen ausgiebig für Fotos verwendet wurden.

Später im Hotel dann nutzten wir den letzten gemeinsamen Abend für eine kleine Abschlussfeier auf dem Zimmer.

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Sonntag, 16.03.2014
Kaum zu glauben, aber es ist schon der letzte Tag der Reise angebrochen. Die Zeit verging rasend schnell, uns so packten wir unsere Sachen und brachen vom Hotel aus auf. Wir besuchten eine christliche, chinesische Kirche und setzten uns im Anschluss für die Reiseauswertung zusammen bevor wir uns dann im Yuexiu Park von unseren chinesischen Freunden verabschiedeten. Auch dieser Abschied viel schwer, und nachdem wir unsere Kontaktdaten ausgetauscht hatten, betraten wir schließlich den Flughafen um uns auf die lange Heimreise zu begeben.

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Zum Schluss:
Was bleibt also noch groß zu sagen… Eigentlich ganz schön viel, denn die Reise war so umfassend, keine Nacherzählung und kein Fotoalbum kann beschreiben was wir erlebt haben. Unsere deutsche Uni-Y-Gruppe war ein super Team, wir hatten ständig tolle Gemeinschaft untereinander, aber vor allem auch mit den Chinesen in Hong Kong und Guangzhou. Innerhalb kürzester Zeit sind Freundschaften entstanden, die über die Reise hinaus aufrecht erhalten werden sollen. Das Programm bot reichlich Abwechslung; soziale Arbeit, Sightseeing und kultureller Austausch gaben sich ständig die Klinke in die Hand.
Was sich in diesen zweieinhalb Wochen abgespielt hat ist einzigartig, ebenso wie die Uni-Y-Chinareise 2013 und die Uni-Y-Chinareise die 2015 wieder ansteht – dann mit einem neuen Team, neuen Teilnehmern und neuen Geschichten. Man darf gespannt sein. Unsere Uni-Y-Gruppe verabschiedet sich damit in die restlichen Semesterferien.

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