Auf dem Rücken des Drachen und ein halber Tag an der University of Hong Kong

Auf dem Rücken des Drachen

Der dritte März in Hong Kong begann wie immer mit einem ausgewogenen Frühstück, bestehend aus Wurst, Toast, Reis und Nudeln. Nachdem alle satt und voller Energie waren, fuhren wir mit Bus und Bahn nach Sau Kei Wan. Dort gibt es nämlich den bekannten Dragon-Back-Trail, ein idyllischer Wanderpfad. Stufe um Stufe stiegen wir hinauf, bis wir ganz oben angelangt waren. Das Erklimmen der Hügel war anstrengend, doch der Ausblick der sich uns oben auf dem Berg bot, war die auf jeden Fall wert. Danach rasteten wir auf einer Aussichtsplattform, entspannten uns und genossen die Aussicht. Anschließend ging es über einen sehr schönen und schattigen Wanderweg in Richtung Bushaltestelle. Von dort fuhren wir per Mini-Bus zum Stanley-Market, wo sich die Gruppe wieder in kleinere Gruppen aufgeteilt hat. Die einen entspannten am Strand, andere traten die Heimreise an, wiederum anderen fuhren in die Stadt. Dieser Tag hatte eine schöne Balance aus Programm und Freizeit.

Ein halber Tag an der University of Hong Kong
Dieses Mal besuchten wir die University of Hongkong, die nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre Möglichkeiten beeindruckt. Nach einer kurzen Kennenlern-Runde stellten uns die hongkonger Studenten Ihre Universität vor und wir unser deutsches Uni-System. Anschließend gab es eine Führung über den Campus, welcher sehr modern ausgestattet ist. Es gibt sogar einen großen Sportplatz direkt am Meer. Man hatte fast vergessen, dass man an einer Universität ist und nicht im Urlaub. Das Essen kam auch an diesem Tag nicht zu kurz. Wir machten noch zahlreiche Selfies am Symbol der Universität, eine große rote Sonnenuhr, und fuhren dann wieder in getrennten Gruppen weiter. Alle außer zwei fuhren zum Nan Lian Garden, wo es dort in der Nähe auch ein Nonnenkloster gab. Der Garten bot ein sehr schönes Panorama aus unzähligen Bonsaibäumen und Gewässern in denen Kois schwammen. Der Garten strahlte sehr viel Ruhe aus und es herrschte eine absolut entspannte Atmosphäre. Während die große Gruppe die Ruhe genoss, besuchten die anderen Beiden den Big Buddha auf Lantau Island. Gegen Nachmittag trennten sich dann wieder alle Wege, so fuhren manche noch in eine Bar, kauften Comics oder fuhren zurück nach Wu Kai Sha.

Tempelbesichtigung, gutes Essen und Fußball

Nach dem Frühstück fuhren wir in das Teng Ancestral Village, ein kleines Dorf innerhalb Hong Kongs. Geführt wurden wir von Mr. Yu, der uns vieles über die Schreine, Tempel und die chinesische Geschichte erzählt hat. Aufgrund kleiner Schwierigkeiten in der Kommunikation blieben nicht unbedingt alle Informationen hängen, lustig war´s aber trotzdem.

Danach hieß es erstmal abwarten und Tee trinken. Oder abwarten und Geschirr spülen, denn zu den Traditionen gehört es ebenfalls dazu, sein Geschirr mit Tee abzuwaschen und dann erst zu essen. Das Essen fand in Shum Shui Po statt. Dort haben sich auch ein Paar von uns das ein oder andere Souvenier gekauft oder den Fischmarkt angesehen.

IMG-20160301-WA0004Wieder Zuhause bereiteten wir uns auf das freundliche Fußballspiel mit den obdachlosen Gästen vor. Hierbei handelt es sich um Obdachlose, die in ihrem Leben einige Schwierigkeiten hatten und sich zu einem Fußballteam zusammen getan haben. Gemeinsam spielten wir mit Ihnen gegen ein Team aus chinesischen Studenten, die wir sogar schlagen konnten. Die Freude war groß, die Beine waren schwer 😀

Mindestens 10.000 Buddhas und eine Stadt voller Möglichkeiten

IMG-20160301-WA0013Nachdem unsere Bäuche vom Frühstück so groß waren, wie der von dem Buddha den wir alle kennen, machten wir uns auf den Weg 10.000 weitere und sehr verschiedene Buddhas anzusehen. Die Anzahl und Variationen der vielen Statuen im Hong Konger Stadtteil Sha Tin sind kaum vorstellbar.

Über einen steilen Bergpfad ließen sich die Statuen gemütlich erkunden. Obwohl es ein Spaziergang war, war es für manche kein Spaziergang :D. Nicht alle schafften es bis ganz nach oben, denn das gestrige Fußballspiel machte sich in den Beinen bemerkbar. Erwähnenswert sind auch die wildlebenden Affen, die sich von Dach zu Dach schwingen.

Danach hatten wir für den ganzen Tag die Qual der Wahl. Die große Truppe teilte sich auf und erlebte unterschiedliche Dinge. Dazu gehörten unter anderem Snoopy-Bootfahren im „Peanuts Land“, Fleischbällchen essen in der Ikea, Rückenmassagen in der Einkaufspassage oder Cocktails schlürfen im 28. im Stock.

Martin

Der erste Schritt auf chinesischem Boden – Endlich angekommen im Reich der Mitte!

Am Freitagabend haben wir uns um 18 Uhr am Nürnberger Flughafen getroffen, um gemeinsam unsere große Reise anzutreten. Ausgerüstet mit überdimensional großen Koffern, Handgepäck inkl. Nackenkissen und im bequemen Jogginghosen- und Kuscheljacken-Outfit flogen wir zuerst um 20:15 Uhr mit einer Regionalmaschine von Nürnberg nach München. Der Flug dauerte nur rund 20 Minuten, anschließend stand um 22:30 Uhr der große 11-stündige Direktflug nach Hongkong an. Während diesem Flug hatten wir die Möglichkeit, das Lufthansa-Entertainmentsystem im jeweils integrierten Tablet im Vordersitz zu nutzen – Angeboten wurden aktuelle Filme, verschiedene Radiosender, Musikalben, Spiele, Hörbücher, (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten sowie die Live-Verfolgung des Fluges. Einige von uns haben die Zeit zum schlafen genutzt, andere zum Filme-Marathon-schauen oder lesen. Eine Stunde nach dem Start wurde uns bereits das Abendessen serviert – gewählt werden konnte zwischen Rinderhack mit Kartoffelpürree oder Jasminreis mit Hühnchen. Das Frühstück folgte erst eine Stunde vor der Landung. Hier gab es Käse-Omelette mit Spinat oder chinesischen Reis. Zwischendurch gab es immer wieder die Möglichkeit, Erfrischungsgetränke zu bekommen.

Nach der Landung gegen 17 Uhr chinesischer Ortszeit, sind zum Glück auch alle Koffer mit uns angekommen. Wir wurden von Gloria abgeholt, einer der YMCA-Leiterinnen hier in Hongkong. Sie begrüßte uns herzlich und beschenkte uns mit „Dumplings“ – ein traditionell chinesisches Süßgebäck. Es sieht aus wie ein mehliger weißer und sehr weicher kleiner Ball, gefüllt mit einer süßen Geleepaste. Vom Flughafen ging es dann mit einem Kleinbus weiter zu unserer Unterkunft „Wu Kwai Sha Youth Village“ im Hongkonger Stadtteil Ma On der Shan.

Dort angekommen wurden wir um ca. 20 Uhr von 10 chinesischen Studenten, Leitern und den deutschen CVJM-FSJ’lern freundlich empfangen – auch hier bekamen wir eine kleine Willkommensgeste: Die chinesische Süßigkeit „Meltose bisquits“ . Es sieht aus wie ein Lolly und besteht aus zwei Keksplatten und einer Honigschicht in der Mitte. Die Chinesen sind allgemein sehr hilfsbereit und zuvorkommend, ein wirklich nettes und angenehmes Völkchen!

Nachdem wir unser Gepäck im Bungalow Nr. 12 untergebracht hatten, lernten wir unsere chinesischen Partner besser kennen, indem wir ein paar „Ice breaking games“ gespielt haben. Abschließend aßen wir gemeinsam zu Abend und verabschiedeten uns nach einem langen anstrengenden, aber dennoch aufregenden Tag und nahmen die neuen unzähligen Eindrücke von Hongkong mit bis zum nächsten Morgen!

Laura

Uni-Y in China 2016 – Nicht mehr lange und dann geht’s los!

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Am 26. 02 geht die Reise nach China/Hong Kong los und wir sind schon voller Vorfreude. An unserem Treffen am 30.01, in den Räumlichkeiten des CVJM Nürnberg, hat sich die Truppe (fast) vollständig zu einem Crash-Kurs in Sachen China getroffen. Den Anfang machte Wolfram. Er erzählte uns einiges zu Chinas Geschichte und Politik. Die vielen Informationen schluckten wir mit, wie soll es auch anders sein, chinesischem Tee runter :-). Nach der Geschichtsstunde gingen wir zum kulturellen Teil und einem kurzen Sprachkurs über. Emilie und Kiwi, zwei Chinesinnen, die hier in Deutschland ein Jahrespraktikum machen, stellten uns ein paar Gewohnheiten vor, verglichen deutsche Sitten mit den Chinesischen und brachten uns bei, wie wir uns Vorort bedanken. An dieser Stelle nochmal xie xie an alle drei.

Danach gab es erst einmal Mittagessen. Gemeinsam liefen wir zum Hong Kong Store in der Vorderen Sterngasse und versorgten uns mit Nudeln, Reis und Co. Beim gemütlichen Essen hatten wir die Möglichkeit unsere Mitreisenden ein wenig besser kennen zu lernen. Mit Stäbchen essen ist für den Anfänger kein Zuckerschlecken, doch wenn wir in China nicht verhungern wollen, mussten wir es zumindest schon mal ausprobieren. Ich für meinen Teil war froh, dass ich mir eine Gabel eingepackt hatte.

Mit vollem Magen machten wir uns ans Werk, denn bis die Reise beginnt, gibt es noch viel zu erledigen! Cathrin stellte uns schon einmal unseren voraussichtlichen Terminplan vor, den die Chinesen für uns vorbereitet haben. Anschließend setzten sich die Arbeitsgruppen zusammen und besprachen Themen wie das Sightseeing, unser Tourenbuch, die Workshops vor Ort und vieles mehr.
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Zur Auflockerung stellten wir nochmal unsere Fähigkeiten mit den Essstäbchen unter Beweis. Jeweils zwei Kandidaten traten gegeneinander an. Die Aufgabe war es mit Essstäbchen Gummibärchen aus einer Schüssel zu entnehmen. Wer in 20 Sekunden mehr Gummibärchen als sein Gegner greifen konnte, hatte gewonnen.

Zum Schluss setzten wir uns alle nochmal zusammen und trugen unsere Ergebnisse für die jeweiligen Bereiche vor. Bis zum 26.02 ist es nicht mehr lange und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Besonders dankbar sind wir der Mercator Stiftung, ohne deren Unterstützung die Reise gar nicht möglich wäre. Wir freuen uns schon alle sehr auf die Reise und sind gespannt auf China und die Geschichten, die das Land uns zu erzählen hat.

In diesem Sinne: Zài jiàn, Deutschland – nǐ hǎo, China!