„Zwischen Furcht & Freiheit. Das Dilemma der christlichen Erziehung“ – Symposium im CVJM Gesamtverband

Am Samstag, den 11. Februar, stand die CVJM-Hochschule in Kassel ganz im Zeichen der Familie.

Die Professoren Dr. Tobias Künkler und Tobias Faix stellten die Ergebnisse ihrer Studie „Zwischen Furcht und Freiheit. Das Dilemma der christlichen Erziehung“ vor. Der Anlass für die Familienstudie war eine Studie der beiden zum Thema „Warum ich nicht mehr glaube“ mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Künkler und Faix stellten fest, dass einer der Gründe sich vom Glauben abzuwenden in der eigenen christlichen Erziehung lag: „Wir erkannten, dass es nicht viele Studien über Menschen, die explizit christlich erziehen wollen, gibt. Die Idee zur Familienstudie war geboren. Unser Ziel war es, das Innenleben der christlichen Familie zu vermessen!“

–> Zum Artikel im CVJM GV Blog

Das pro Medienmagazin schreibt dazu „Kinder müssen Pluralismus zu Hause kennen lernen“:

Mit Friedrich Schweitzer, Professor für Religionspädagogik an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen hatten Künkler und Faix einen der wichtigsten und bekanntesten Religionspädagogen Deutschlands zur wissenschaftlichen Einordung und Kritik ihrer Studie gebeten. Er sehe in der Studie vor allem eine begrüßenswerte Initialstudie, sagte Schweitzer. Leider gäbe es bis heute zu wenig Befunde zur christlichen Erziehung in Familien.

Die Studie von Künkler und Faix sei eigentlich keine über christliche Familien, sondern über freikirchliche und hochreligiöse Familien. Das beschere ihrer Aussagekraft deutliche Grenzen. Zudem wäre es tatsächlich bereichernd gewesen, wenn auch Kinder befragt worden wären. Dies hatten Künkler und Faix selbst schon eingeräumt.

–> Zum ganzen Artikel bei pro Medienmagazin

Bei evangelisch.de schreibt Wolfgang Thielmann über die Frontlinie Familie: „Zwischen Furcht und Freiheit“:

Die evangelikale Familie ist ein Schlachtfeld. Wer sich in der evangelikalen Bewegung zur Familie positioniert, rührt an Grundfragen. Jetzt haben sich zwei Nachwuchswissenschaftler zu Wort gemeldet, Tobias Faix und Tobias Künkler. Beide sind Professoren an der Hochschule des CVJM in Kassel. Und als erste haben sie Daten und Fakten zum evangelikalen Familienleben erhoben und ausgewertet: Wie gehen die „besonders intensiv evangelischen Christen“ – so hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Evangelikalen genannt – zuhause miteinander um, und wie geben sie ihren besonders intensiven Glauben weiter?

Im Dezember 2016 war das Schlachtfeld Familie für wenige Tage öffentlich sichtbar. Hartmut Steeb, der Generalsekretär der Evangelischen Allianz, bezeichnete ein Verständnis für andere Formen als die klassische Familie – ohne Trauung, ohne Kinder oder mit Partnern des gleichen Geschlechts – im Internet als „Gefühlsduselei“. Man müsse ihr biblische Lehre entgegensetzen. Der damalige Vorsitzende der Allianz, Michael Diener, wies Steeb ebenfalls im Netz zurecht: Das sei keine Verlautbarung der Evangelischen Allianz. Man könne für die Familie aus Vater, Mutter und Kindern eintreten, ohne, wie Steeb, andere Beziehungsformen zu verurteilen. Steeb solle sich fragen, wie seine Äußerungen auf Menschen wirkten, die ungewollt kinderlos blieben „oder auf Singles, wie wir sie zu 30 Prozent und mehr auch in der evangelikalen Lebenswelt haben.“ Diener empfahl „Zurückhaltung dabei, die eigenen Erfahrungen auf die pluralen biblischen Texte zu übertragen“. Als der Informationsdienst idea über die Kontroverse berichtete, verschwand Steebs Stellungnahme ebenso aus dem Netz wie Dieners Kommentar. Schließlich wurde auch die idea-Nachricht gelöscht. Der kurz veröffentlichte Schlagabtausch zeigte, wie heftig die Auseinandersetzung tobt. Er zeigte auch: Das Familienbild innerhalb der Bewegung ist vielfältiger, als es ihre Publizistik spiegelt.

Wollen evangelikale Organisationen ihren Familien helfen, sollten sie den Stellvertreterkrieg um das Verständnis der Bibel befrieden und ihre Abgrenzung überdenken gegenüber der Gesellschaft, die sie umgibt. Tatsächlich folgt die Bewegung nach einigen Jahren ohnehin den Veränderungen in Kirchen und Gesellschaft.

–> Zum ganzen Artikel bei evangelisch.de

Tobias Faix, einer der Autoren der Studie schreibt auf seinem Blog „Kinder brauchen die Liebe Gottes – ohne ‚aber’.“

Der Theologe und Gründer der Blu:Boks in Berlin Lichtenberg [Torsten Hebel] betonte in seinem Vortrag Wichtigkeit der Wertschätzung und Anerkennung als Grundlage aller Erziehung. Das „Dilemma“ in der Glaubenserziehung entstehe vor allem durch das „aber“, so Hebel. Es sei eine ambivalente Botschaft, die Kindern oftmals gegeben wird, Gott liebe sie bedingungslos, aber sie seien Sünder und gehen verloren. Diese Doppelbotschaft sei schädlich für die Entwicklung der Kinder und Hebel rief dazu auf, auf das „aber“ in der Glaubenserziehung zu verzichten: Gott liebe Kinder bedingungslos. Punkt.

–> Zum ganzen Artikel bei Tobias Faix

Damit man dann auch selbst noch was davon hat, kann man sich in einem kurzen Online-Test einordnen und seinen persönlichen Erziehungsstil entdecken:

–> Test – Welcher Erziehungstyp sind Sie?

Offener Brief des CVJM Bayern: Ausweisung afghanischer Flüchtlinge stoppen

Der Vorstand des CVJM Bayern hat in einem offenen Brief den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer aufgefordert die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan zu stoppen.

Erschüttert blicken wir darauf zurück, dass zwei Jugendliche des CVJM Bayern am 23.1. in das nicht sichere Herkunftsland Afghanistan abgeschoben wurden. Arasch und Ramin waren als ehemalige Bewohner der Jugendwohngruppe „Y-Home“ im CVJM Nürnberg Teil unserer CVJM-Gemeinschaft. Wir halten es für unverantwortlich und unmenschlich, Menschen in ein Land abzuschieben, welches nach neuesten UNO-Informationen (6.2.2017) jährlich unsicherer geworden ist.

Die jungen Afghanen erwartet die Rekrutierung oder die Exekution durch die Taliban oder den noch brutaleren afghanischen Arm der IS. Eine unbeschreibliche Todesangst geht unter den uns bekannten geflüchteten Afghanen um – besonders bei denen, die aktive ehrenamtliche CVJM-Mitarbeiter und Christen geworden sind. Sie alle hatten triftige Fluchtgründe und suchen in unserem Land Sicherheit, die nicht an Nationalität, Religion oder Status gebunden ist.

–> Kompletter Brief (PDF)
–> Bericht der Berliner Zeitung über die Abschiebung
–> Petition bei Change.org gegen Abschiebung nach Afghanistan

Familienbande 2017 – Gemeinsam unterwegs mit jungen Familien

Wir sind unterwegs. Mal in Nürnberg, mal in Fürth, mal in der Fränkischen Schweiz, mal mit Regenhose, mal mit Schwimmzeug im Gepäck. Aber immer sind die Kids, Eltern & die Abenteuerlust mit dabei!

Unsere Termine im Jahr 2017:

  • 29. Januar: Wir tauchen ab
  • 12. März Tierischer Spaß
  • 21. Mai: Der gestiefelte Kater
  • 9. Juli: Manche mögens heiß
  • 10. September: Raus in die Natur
  • 12. November: Nürnberg mit allen Sinnen

Kontakt, Anmeldung & Info: Stefan Wagner:

–> Die Termine als ICal-Datei für elektronische Kalender wie Outlook und Co.

Kundgebung: „Solidarität mit den Menschen in Syrien!“

Am Freitag, den 23. Dezember 2016, um 19 Uhr in der Straße der Menschenrechte.

Warum gibt es keine Proteste gegen den Krieg in Syrien? Das mag an der verworrenen Lage und den vielen Kriegsakteuren liegen (Assad-Regime, Rebellen, IS, andere Länder wie Russland oder der Iran). Ungeachtet dessen ist es vielen Menschen ein Bedürfnis, Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen, wenn sie an die Opfer des Krieges in Syrien und anderswo denken. An der dritten Säule, in der Straße der Menschenrechte, die für das Recht auf Leben und Freiheit steht, werden Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.

Mit dieser Aktion will ein breites Bündnis aus Kirchen, Organisationen und Politik ausdrücken, dass wir in Gedanken bei den Menschen sind, die in Kriegsgebieten ausharren müssen oder sich auf der Flucht befinden… Allein in Syrien sind seit Beginn des Bürgerkrieges im Jahr 2011 wohl über 400.000 Todesopfer zu beklagen. Über 11 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht – fast 5 Millionen Menschen flohen außer Landes, 6,5 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. 13,5 Millionen Menschen in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete den Krieg in Syrien als ‚erbärmliche Verrohung der Welt‘.

–> Mehr Infos

Nürnberger Familienbericht erschienen

2. Nürnberger Familienbericht
2. Nürnberger Familienbericht
Der 2. Nürnberger Familienbericht beschreibt anhand von Familieninterviews und Interviews mit (Berufs-) Expertinnen und Experten die Lebenssituation von Familien, in denen ein behindertes Familienmitglied oder ein Elternteil mit psychischer Erkrankung einschließlich Suchterkrankungen lebt. Die Interviews zeigen, welche besonderen Herausforderungen mit dieser Situation verbunden sind, wie die Familien diese Herausforderungen bewältigen und auf welche Ressourcen sie dabei zurückgreifen.

Die Interviews machen deutlich, dass es in Nürnberg schon viele hilfreiche Angebote für Familien, in denen ein behindertes Familienmitglied oder ein Elternteil mit psychischer Erkrankung lebt, gibt und dass gleichzeitig noch Einiges zu tun bleibt. Ein Ziel des Berichts ist es deshalb, Impulse für die weitere Entwicklung Nürnbergs hin zu einer inklusiven Stadtgesellschaft zu geben und vielfältige Diskussionen anzuregen.

–> Zum Download

Krimi-Party No7 am 28. Oktober

voralpenland-oberbayern-hannes-mauerer-cc-by-nc-nd2Herzliche Einladung zur Krimi-Party am Freitag, 28. Oktober 2016, um 19 Uhr im CVJM Nürnberg-Kornmarkt

Der 18plus Bereich des CVJM veranstaltet eine Krimi-Party, bei der wir gemeinsam, beim Essen und Leute kennen lernen, einen verzwickten Fall lösen. Wir suchen noch eifrige mitspielende Ermittler. Krimi-Party No7 am 28. Oktober weiterlesen

Olli Mally ist designierter Leitender Sekretär des CVJM Nürnberg-Kornmarkt

olli-mally-mit-familieDer zukünftige Leitende Sekretär des CVJM Nürnberg steht fest. Ab Juni 2018, also in knapp zwei Jahren, wird Olli Mally die Stelle antreten. Aktuell arbeitet er noch für die Arbeitsgemeinschaft der CVJM als Bruderschaftssekretär im ACJ Peru. Mehr über seine aktuelle Arbeit kann man bei der AG der CVJM in seinem Rundbrief nachlesen.

Bis zum Amtsantritt von Olli Mally übt Dirk Moldenhauer weiter das Amt des Leitenden Sekretärs aus.

Tagesspiegel: Chinas Jugendpolitik – Zwischen Austausch und Abschottung

Chinesische AusstauschstudentenChinas Regierung verärgert die Jugend mit ihrer Kritik am westlichen Lebensstil.

Es klingt wie ein Widerspruch: Erst im März hatten Partei- und Staatschef Xi Jinping und Bundespräsident Joachim Gauck in China das Deutsch-Chinesische Jahr für Schüler- und Jugendaustausch 2016 eröffnet. Gleichzeitig aber kämpft Xi im eigenen Land immer vehementer gegen „westliche Werte“, warnt die Bevölkerung vor ausländischen Spionen, bringt Schulen, Universitäten und Medien auf Linie und erschwert ausländischen Nichtregierungsorganisationen mit restriktiven Gesetzen ihre Arbeit.

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