Erste Begegnungen

“Unser Leben ist die Geschichte unserer Begegnungen”

-Anton Kner-

… Und das nächste Kapitel hat bereits begonnen….

Im Rahmen des Deutsch- Chinesischen Austauschprojektes zwischen dem CVJM Nürnberg Kornmarkt, dem International YMCA of Hongkong und dem YMCA of Gouangzhou, wurden den neuen Chinavolontären bereits ihre ersten Begegnungen mit dem bevorsteheIMG-20150730-WA0015nden Abenteuer ermöglicht.

So, wie die Arbeit mit Volontären zu den Zielen der Partnerschaft zwischen dem CVJM Nürnberg und den beiden chinesischen Vereinen gehört, dient auch ein jährliches Students-Exchange-Program zum Aufbau der aktiven Austauscharbeit für junge Menschen zwischen Nürnberg, Gouangzhou und Hongkong. Das Uni-Y Projekt ermöglicht deutschen Studenten ein Kennenlernen der chinesischen Kultur in Gouangzhou und Hongkong, und umgekehrt erleben Studenten aus Hongkong und Gouangzhou deutsche Sitten, Kultur und MeIMAG2459nschen.

Für uns Volontäre war die Einladung in unseren Entsende- CVJM in Nürnberg zum Miterleben und Mitgestalten dieses Projekts eine großartige Möglichkeit, sich auf den Freiwilligendienst einzustimmen! Die letzten vier Wochen beinhalteten für uns, wie auch für die Chinesen ein straffes Programm. Gemeinsame Unternehmungen, wie eine Hiking Tour, Grillen mit einer Jugendgruppe des CVJM Nürnberg, der Besuch des Nürnberger Classic Open Airs,  Gesprächsrunden oder ein interkultureller Abend zum Land Togo (gestaltet von dem derzeitigen Volontär aus Togo im CVJM Nürnberg) eröffneten uns die Möglichkeit zu ersten Begegnungen.

Ein ganz besonderes Highlight für uns Chinavolontäre war der von uns organisierte Ausflug nach Bamberg. Wir waren zunäcIMAG2517_1hst etwas stutzig, als uns diese Aufgabe übertragen wurde. Mit so viel Verantwortung hatten wir gleich zu Beginn dann doch nicht gerechnet. Im Nachhinein sind wir dankbar für diese Herausforderung und das Vertrauen, IMAG2511welches uns damit entgegengebracht wurde. Mit einer selbst vorbereiteten Stadtführung, einer Bootstour auf der Regnitz, einer typisch fränkischen Mahlzeit in der ältesten Brauerei Bambergs und einer Domführung haben wir letztendlich einen Tagesausflug gestaltet, auf den wir selbst auch ein bisschen stolz waren.

Viel beeindruckender war es jedoch zu merken, wie schnell man ins Gespräch kam und Freundschaften sich aufbauten. Das Interesse an der jeweils anderen Kultur war dabei erstaunlich hoch und bildete oft den Kern der Gespräche. Bereits die Begegnung mit den Menschen aus Hongkong, ihre Erzählungen von der großen Stadt, den vielen Menschen, den großen Märkten, den Festen und Sitten, blieben mir persönlich als Bilder im Kopf; Bilder, die zwar noch verschwommen, aber dennoch beständig in meiner Vorstellung bestehen, von einer Stadt mit einem starken Charakter und einem unglaublichen Charme.

Die Gewissheit, dass in dieser riesigen Stadt bereits jetzt Menschen sind, die mich kennen und  auf mich warten, ist unglaublich aufregend und beruhigend zugleich! Die vorläufigen Abschiedsworte “We’re looking forward to see you in Hongkong!”, wirken jetzt noch wie eine Screenshot_2015-07-31-09-20-14_1ferne Zukunftsmusik und doch ist das Erlebnis mittlerweile zum Greifen nahe…

Die ersten Begegnungen liegen schon hinter uns, das nächste Kapitel der Geschichte hat bereits begonnen…

See you in Hongkong!


Getrennt und doch gemeinsam- Vorbereitungsseminar 2015

Was erwartet mich im kommenden Jahr?

Wie werde ich mich in einer neuen Kultur  zurechtfinden? IMG_0685

Wie sehen mich Menschen in einer für mich völlig fremden Welt und was erwarten sie von mir?

Welchen Einfluss wird diese Erfahrung auf mich und meine Zukunft haben?

Wo stehe ich im Moment und wer werde ich sein, wenn ich wiederkomme?

 

Fragen über Fragen, die mir seit der Zusage zu meinem Volontariat im Dezember immer wieder durch den Kopf gehen – Aber nicht nur mir, sondern mit mir mindestens 33 anderen jungen Erwachsenen, die sich in genau der gleichen Situation befinden!

Wir alle werden dieses Jahr, manche etwas früher, manche ein wenig später, unser gewohntes Umfeld verlassen, unsere Familie, unsere Freunde, unsere CVJM und unsere Gemeinde. Wir alle machen uns auf, um, im Auftrag des CVJM, in allen Teilen der Welt einen Freiwilligendienst zu leisten. Es geht nicht nur nach China und Hongkong, sondern auch in Peru, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Togo uIMG_0809nd Indien werden junge Menschen sich mit ihren Begabungen und Erfahrungen in den dortigen Einsatzstellen der weltweiten CVJM einbringen und die Chance haben, neue Eindrücke und Erlebnisse für ihr Leben mitzunehmen.

Umso schöner war es für uns Volontäre, die Möglichkeit zu haben, uns gegenseitig kennenzulernen, unsere Erwartungen, Befürchtungen und auch Ängste miteinander auszutauschen.

Das Vorbereitungsseminar im Gesamtverband des deutschen CVJM in Kassel deckte neben dem Organisatorischen zum einen bildungspolitische Aspekte ab, wie beispielweise interkulturelles Lernen oder Entwicklungspolitik. Nicht nur durch Vorträge, sondern auch und vor allem auf kreative Art und Weise haben wir erlebt, was es heißt, zunächst als Fremder, Teil einer anderen Kultur zu werden und auch, wie es sich als kulturelle Gemeinschaft anfühlt, Menschen zu empfangen, aufzunehmen und zu integrieren. Welche Probleme bestehen zunächst, wie kann ich diese angehen und wie sollte ich damit umgehen? In den einzelnen Ländergruppen bewegte uns unter dem Aspekt der Entwicklung besonders die politische, soziale und wirtschaftliche Position des Landes unserer Einsatzstelle.

Zum anderen haben wir uns ausgiebieg mit unseren Erwartungen, Motivationen und der individIMG_0674uellen Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Fragen wie “Welche Wünsche stellst du an den Internationalen Freiwilligendienst für deine persönliche Entwicklung, deinen Glauben, deine Zukunft und dein Leben?”, aber auch “Was erhoffst du dir von deinen Anleitern, deiner Arbeitsstelle, den Menschen dort und dem CVJM in deinem Land?” oder “Was macht dir Angst und auf was freust du dich?” waren auf den zweiten Blick doch gar nicht so leicht zu beantworten, wie zunächst gedacht… Das Vorbereitungsseminar bot uns Raum und Zeit, uns über genau diese Fragen im Klaren zu werden, sei es zunächst alleine und persönlich, oder in Diskussionen und Gesprächen untereinander und mit Mitarbeitern.

Außerhalb der Seminareinheiten war es für uns als Volontäre schön, die Möglichkeit zu haben, sich auszutauschen, gemeinsIMAG2429am Musik zu machen, Spiele zu spielen oder Sport zu treiben. Es war erstaunlich zu beobachten, wie schnell wir als Gruppe zusammengewachsen sind. In nur neun Tagen ist eine Gemeinschaft entstanden, die durch das, was ihnen bevorsteht und was sie bewegt, zueinandergefunden hat. Obwohl wir bald auf den unterschiedlichsten Teilen der Welt verstreut sind, ist es ermutigend und stärkend zugleich, mit Menschen verbunden zu sein, die vor ähnlichen Aufgaben und Herausforderungen stehen, wie man selbst.

Ich persönlich bin unglaublich dankbar für diese Zeit und möchte mich an dieser Stelle bei dem Vorbereitungsteam, den ehemaligen Volontären und meinen Mitvolontären bedanken, für ihIMAG2418re Arbeit und Unterstützung, für die Gespräche und die zahlreichen Aktionen, für alles, über das wir Lachen konnten und auch die Dinge, die uns Sorgen bereitet haben. Es ist schön, ein Teil dieser Gemeinschft sein zu dürfen, einer Gemeinschaft, die auf unterschiedlichste Weise in der Welt aktiv wird und gemeinsam etwas bewegt!


Verabschiedung Michael Götz als Leitender Sekretär

Am 21.7. wurde Michael Götz als Leitender Sekretär verabschiedet – die Bilder erinnern an 10 Jahre Dienst. Michael: „Die zehn Jahre von 2005 bis 2015 waren ein besonderes Geschenk Gottes für mich. Verbunden in einer herzlichen und geschwisterlichen Mitarbeitergemeinschaft haben wir gemeinsam erlebt, wie Gott uns geführt, Neuaufbrüche geschenkt und bei Niederlagen getröstet hat.“