YMCA, Hühnerkrallen und wie viele Menschen passen in ein Doppelzimmer?

Hallo liebe Leserinnen und Leser in Deutschland! So langsam neigt sich unsere Tour dem Ende zu, doch davor gibt es noch einige Höhepunkte zu erleben.

Heute waren wir beim YMCA in Guangzhou und bekamen einen Einblick in die Angebote, die der Verein macht. Dazu gehören z.B. Stadtteilzentren, die der YMCA im Auftrag und finanziert durch die Stadt betreibt. In praktischen Workshops stellten wir unsere Arbeit vor und sorgten m it kleinen Spielen zum Teil für Erheiterung. Morgen dürfen wir die Arbeit des YMCA vor Ort kennenlernen und werden dabei auf Sozialarbeiter und Stadtbewohner treffen, die uns die chinesiche Kultur näher bringen wollen.

Nach den Workshops hatten wir die Möglichkeit, shoppen zu gehen und einige alte Straßen von Guangzhou zu besichtigen. Highlight war jedoch sicherlich unsere Schifffahrt auf dem Pearl River. Die Ufer und Wahrzeichen der Stadt werden wunderschön beleuchtet. Nur das Abendessen an Bord ist einigen Leuten nicht bekommen: Gehackte Hühnerfüße sind nicht jedermanns Sache. Aber einige haben sich wieder mutig vor gewagt!

Unser Vorstand konnte leider nicht teilnehmen. Zusammen mit einigen Hauptamtlichen war man zu einem Abendessen mit Vertretern der Stadt geladen, was die üblichen Freundschaftsbräuche (Trinkspiele und viel „Gam bai“ -„Auf ex!“) mit einschloß.

Wir anderen versuchtenzum Tagesabschluß praktisch zu ergründen, wie viele Menschen bei einer Zimmerparty in ein Hotelzimmer passen. Antwort: 21.

Ostern in China

Ja, auch in China feiert man Ostern! Die Christen ähnlich wie wir in Deutschland, die anderen mit dem Osterhasen im Einkaufszentrum…

Unser Tag heute war anstrengend, aber schön! Morgens teilten wir uns auf und besuchten zwei Gottesdienste. Nach dem Mittagessen ging es dann auf eine Stadtrundfahrt, bei welcher uns unsere chinesischen Partner ihre Stadt Guangzhou näher brachten und ein wenig in die Mythologie einführten. Die 5 Widder, die ihr auf dem Bild sehen könnt, brachten nämlich Samen vom Himmel herab, damit die Bauern etwas zum Pflanzen haben. Anschließend wurden sie versteinert.

Danach ging es weiter ins geographische Zentrum von Guangzhou, wo seit 2010 ein Stadion für die Asia-Games steht. Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit: Es regnete den ganzen Tag und einige Leute haben sich nasse Füße geholt.

Aber das war abends nicht mehr wichtig, denn wir durften einen zweiten Gottesdienst besuchen, der ganz anders war, als der morgendliche. Hier wurden wir herzlich empfangen und gebeten, zwei Lieder zum Lobpreis beizutragen. Daher gab es ein spontanes Casting, aus welchem ein ganz passabler Chor hervorging….

Fazit des Tages: Chinesen stehen total auf Gruppenfotos! Ostern in China ist eine tolle Erfahrung!

 

YMCA: Freunde überall!

Hallo! Nun sind wir also nach einigen Schwierigkeiten am Zoll (eine Mitreisende durfte fast nicht einreisen, weil ihr Doppelname zu lang für das chinesische Computerformular war) in Guangzhou gelandet -und sind direkt herzlich empfangen worden! Der YMCA hat alles super organisiert! Eine Gruppe von Ehrenamtlichen kümmert sich rührend um uns, begleitet uns überall hin und übersetzt, wenn notwendig.

Höhepunkt war sicher das Willkommens-Bankett heute Abend. Hochrangige Vertreter der Stadt und des YMCA richteten ein gelungenes Abendessen für uns aus und anschließend gab es noch ein gemütliches Zusammensein und einen netten Spaziergang am Ufer des Pearl-River.

Wir fühlen uns super aufgenommen und haben echt das Gefühl, bei Freunden angekommen zu sein!

Bye bye Hongkong, ni hao Guangzhou!

Ja, unser letzter Tag in Hongkong ist angebrochen! Auch hier merkt man, dass Karfreitag ist (der im Englischen übrigens „Good Friday“ genannt wird -ich finde diese Bezeichnung sehr treffend!) und die Sozialarbeiter auch mal frei haben. Deswegen nutzen wir den Tag und reflektieren unsere Erfahrungen und Eindrücke in der Gruppe.

Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich: Einigen war es zu wenig Begegnung mit den chinesichen Partnern, anderen war das Program fast schon zu straff.

Morgen früh geht es dann also nach Festland-China, wo uns nochmal ganz neue Eindrücke und Einblicke in die soziale Arbeit erwarten. Und viele neue Freunde, die darauf brennen, uns kennenzulernen! Naomi hat uns schon mal auf die kulturellen Unterschiede vorbereitet (Naomi ist nämlich Sinologin, hat also in dem Bereich echt was drauf und übersetzt immer dann, wenn Englisch nicht geht. Danke dafür!)

Aus Deutschland erreichte uns übrigens die Frage, ob südlich des Äquators das Wasser tatsächlich in die andere Richtung abfließt. Also ganz ehrlich: Ich hab nie drauf geachtet, in welche Richtung das Wasser in Deutschland den Abfluß runter geht, Hauptsache, die Brühe fließt überhaupt ab! Hier in Hongkong hatten einige Leute nämlich eine böse (und stinkende) Überraschung im Bad und mussten dann umziehen.

Die Toiletten sehen hier wirklich ganz anders aus. Zwar gibt es in Hongkong auch westliche Klos, in China könnte das aber anders werden…

Da wir in Guangzhou noch nicht wissen, wie das mit dem Internet so funktioniert, kann ich leider noch nicht sagen, wann wir wieder zum bloggen kommen. Aber wir hoffen, Euch weiterhin zeitnahe Infos geben zu können!

Bis bald aus Guangzhou und Euch noch ein fröhliches Osterfest!

Wenn es regnet, dann richtig…

Hallo und guten Morgen nach Deutschland!

Heute war das Wetter bei uns recht herbstlich: Es hat fast den ganzen Nachmittag geregnet, was uns aber nicht die Laune verderben kann, wie ihr auf dem Bild sehen könnt -dann wird halt Indiaca im Regen gespielt!

Von den Workshops waren heute viele begeistert. Wir hatten die Möglichkeit, uns einige Einrichtungen anzuschauen und so einen Einblick in die Praxis zu nehmen. So besuchte eine Gruppe ein Zentrum für MigrantInnen, andere ein Jugendzentrum in einem sozial schwachen Viertel. In diesem Jugendzentrum sind 13 Sozialarbeiter für rund 12000 Familien zuständig. Sie beraten und begleiten die Kinder und Jugendlichen, machen Gruppenangebote und bieten Unterstützung, z.B. bei Drogenproblemen.

Anschließend gab es die Möglichkeit, im Sweet Heart Cafe zu Mittag zu essen. Das Cafe ist ein Ausbildungsbetrieb, in welchem „Dropout-Kids“ (das sind Jugendliche, die nach dem Ende der Schulpflicht mit 15 Jahren ein wenig den Anschluss verloren haben) an das Arbeitsleben herangeführt werden.

Damit neigt sich unsere Zeit in Hongkong so langsam dem Ende zu. Morgen fahren wir dann nach Festland-China -aber dort soll es mindestens genauso spannend wie hier werden!

 

Ahnenfest, Tempel, Indiaca

Guten Morgen liebe Freunde in Deutschland!

Wir ihr gestern schon lesen konntet, war heute Ahnenfest in China. Da gehen die Chinesen zu den Gräbern, putzen diese und verbringen einige Zeit (z.B. bei einem Picknick) mit ihrer verstorbenen Familie. Die nicht mehr ganz so traditionellen Chinesen nutzen schlicht den freien Tag und gehen mit ihren noch lebenden Familien in einen Freizeitpark oder machen einen Ausflug. Deswegen gab es heute auch keine Workshops mit unseren chinesischen Partnern, aber wir konnten mit einigen ehrenamtlichen MitarbeiterInnen einige Auflüge machen. Eine Gruppe war wandern auf Lamma Island, eine andere besuchte Noah’s Ark -ein christlicher Freizeitpark, der den Menschen Themen aus der Bibel näherbringen und sie zum Gespräch anregen soll. Eine dritte Gruppe fuhr zum „Peak“ -der höchsten Erhebung in Hongkong, um ein paar Fotos zu machen, anschließend ein paar Tempel zu besuchen und sich dann das Geld auf dem Stanley-Market aus den Taschen ziehen zu lassen.

Viele nutzten die Chance und kamen mit den chinesischen Ehrenamtlern ins Gespräch. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Struktur unserer beiden Vereine ist, aber auch welche Chancen in der Partnerschaft liegen.

Den Tages-Abschluss bildete ein Indiaca-Spiel unter chinesicher Beteiligung im Youth-Village in Wu Kai Sha. Morgen soll es richtig rund gehen: Wir werden unsere Workshops mit Praxiserfahrungen vertiefen! Man darf also gespannt auf den morgigen Bericht sein!

Tage vor Feiertagen sind auch Feiertage…

Ja, liebe Leser zu hause, heute ist bei uns Feiertag -und das hat man gestern schon gemerkt. Alle Sehenswürdigkeiten waren überlaufen von Einheimischen, die sich vor dem Ahnenfest heute schon mal einen freien Tag gegönnt haben und auch die Eintrittspreise ziehen an. An diesem Tag gehen die Chinesen zu den Gräbern, reinigen diese und verbringen Zeit mit den Ahnen, um diese freundlich zu stimmen.

Die ersten Workshops mit dem YMCA of Hongkong verliefen übrigens spannend: Hier wird sehr professionell gearbeitet, wenn auch das meiste offenbar von Hauptamtlichen erledigt wird und Ehrenamtliche eher begleitend im CVJM aktiv sind.

Wegen dem Ahnenfest finden heute auch keine Workshops mit unseren Partnern in Hongkong statt. Wir werden den Tag heute daher etwas ruhiger angehen lassen, aber davon erfahrt ihr morgen mehr…